Michael Schumacher: Ferrari-Pilot Fernando Alonso vermisst Ex-Rivalen Schumi

Monaco im Zeichen von Michael Schumacher: Mercedes-Chef Norbert Haug ist voller Dank und auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso vermisst Schumi. Alle Infos über Schumis aktuellen Koma-Zustand nach seinem Skiunfall sowie zum F1-GP von Monte Carlo 2014. RTL zeigt eine Schumi-Doku beim Formel 1-GP von Kanada am 8. Juni 2014.

TV-Doku: RTL zeigt Reportage zu Schumis Koma-Kampf am 8. Juni 2014

Seit dem tragischen Skiunfall von Michael Schumacher melden sich immer wieder ehemalige Wegbegleiter des Formel-1-Rekord-Weltmeisters zu Wort. Der Kölner TV-Sender RTL gibt am 8. Juni in einer exklusiven TV-Reportage gleich mehreren Freunden von Schumi ein Forum. Direkt im Anschluss an die Live-Übertragung des Großen Preis von Kanada in Montreal, der ab 19.05 Uhr im TV und im Live-Stream bei RTL Now ausgestrahlt wird, läuft eine Reportage mit dem Titel «Michael Schumacher - Sein schwerster Kampf». Bereits vor der Ausstrahlung der Reportage hat sich jetzt Schumis ehemaliger Chef bei Mercedes, Norbert Haug, zu Michael Schumachers Schicksal geäußert.

FOTOS: Schumi im Koma Bangen um Michael Schumacher
zurück Weiter Endlich! Am 16. Juni 2014, Nach fünfeinhalb Monaten im künstlichen Koma, gibt Schumi-Managerin Sabine Kehm die ermutigende Nachricht bekannt: Michael Schumacher ist wach und wurde in einer Schweizer Klinik verlegt, um an der Rehabilitation zu arbeiten. (Foto) Foto: Marcus Brandt/dpa Kamera

Mercedes-Chef Norbert Haug dankbar für Michael Schumachers Leistung

«Wir danken Michael nicht nur für seinen ungeheuren Einsatz für unser Team und dafür, was er für uns in Rennen erreicht hat, sondern auch für persönlichen Qualitäten, die er für alle Zeiten hier manifestiert hat. Dank an Michael, den Mann der Mercedes an die Spitze gesteuert hat», wird Norbert Haug auf dem Twitter-Account von @scuderia7 - Keep Fighting Schumi zitiert.

Fernando Alonso über sein Idol Michael Schumacher : «Was mit Schumi passiert, ist surreal»

Ferrari verbindet: Michael Schumacher ist bei dem Traditions-Rennstall aus Maranello eine Legende. Klar, dass da auch der aktuelle Ferrari-Held Fernando Alonso seinem einstigen Idol und Konkurrenten nach dessen Skiunfall beisteht.

«Es ist noch nichts verloren»
News.de-Leser über das Schumi-Schicksal
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«Für uns, die Michael so stark, entschlossen, unbesiegbar kannten, scheint das, was ihm passiert ist surreal. Er war ein Held, sogar für mich als ich noch Kart gefahren bin», sagte der 32-Jährige über seinen einstigen Rivalen Schumi, der nach seinem Skiunfall im Koma liegt, der L'Equipe: «Wir sind in Gedanken alle bei ihm, und wir warten darauf, dass er zurückkommt.»

Bei dem traditionellen Benefiz-Fußballspiel einer Fahrermannschaft gegen eine Promi-Auswahl in Monaco hatte Alonso am Donnerstag Schumi als Kapitän vertreten. Ohne den leidenschaftlichen und talentierten Fußballspieler Schumi habe eine «Leere» auf dem Platz geherrscht, sagte Alonso.

FOTOS: Lauda, Lierhaus, Häkkinen Stürze, Crashs und Schlaganfälle: Diese Promis haben überlebt
zurück Weiter Niki Lauda verunglückte 1976 beim Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring schwer. Er zog sich schlimmste Verbrennungen und Verätzungen der Lunge zu. (Foto) Foto: dpa/David Ebener Kamera

Der aktuelle Zustand von Michael Schumacher im Koma

Beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco war Schumi die gesamte Woche über bei Benefizveranstaltungen omnipräsent. Der aktuelle Zustand von Formel-1-Legende Michael Schumacher ist seit Wochen unverändert: Schumi liegt nach seinem schweren Skiunfall am 29. Dezember 2013 noch immer im Koma.

Seit dem 13. April, als Schumis Managerin Sabine Kehm zu Gast bei Günther Jauch war, gibt es keine neue Stellungnahme mehr. Das sagen Experten über Michael Schumachers Gesundheitszustand.

Formel 1 2014 Ergebnisse vom F1 Grand Prix von Monaco

Im teaminternen Kampf um den WM-Titel hat Mercedes-Pilot Nico Rosberg gegenüber seinem Teamkollegen Lewis Hamilton wieder die Nase vorn. Der gebürtige Wiesbadener holte sich beim Grand Prix in Monaco den Sieg vor dem Konkurrenten und führt die WM-Wertung nun mit vier Punkten an.

1. Nico Rosberg Wiesbaden Mercedes 1:49:27,601 Std.
2. Lewis Hamilton England Mercedes + 0:09,210 Min.
3. Daniel Ricciardo Australien Red Bull + 0:09,614
4. Fernando Alonso Spanien Ferrari + 0:32,452
5. Nico Hülkenberg Emmerich Force India + 1 Runde
6. Jenson Button England McLaren Mercedes + 1 Runde
7. Felipe Massa Brasilien Williams + 1 Runde
8. Romain Grosjean Frankreich Lotus + 1 Runde
9. Jules Bianchi Frankreich Marussia + 1 Runde
10. Kevin Magnussen Dänemark McLaren Mercedes + 1 Runde
11. Marcus Ericsson Schweden Caterham + 1 Runde
12. Kimi Räikkönen Finnland Ferrari + 1 Runde
13. Kamui Kobayashi Japan Caterham + 3 Runden
14. Max Chilton England Marussia + 3 Runden

Ausfälle

Pastor Maldonado (Venezuela) Lotus (1 . Runde)
Sergio Perez (Mexiko) Force India (1 . Runde)
Sebastian Vettel (Heppenheim) Red Bull (7 . Runde)
Daniil Kwjat (Russland) Toro Rosso (12 . Runde)
Adrian Sutil (Gräfelfing) Sauber (25 . Runde)
Jean-Eric Vergne (Frankreich) Toro Rosso (52 . Runde)
Valtteri Bottas (Finnland) Williams (57 . Runde)
Esteban Gutiérrez (Mexiko) Sauber (61 . Runde)

Schnellste Runde und Pole Position

Schnellste Rennrunde: Kimi Räikkönen (Ferrari) 1:18,479 Min.
Trainingsschnellster: Nico Rosberg (Mercedes) 1:15,989 Min.

Formel 1: WM-Gesamtwertung 2014 nach sechs von 19 Rennen

1. Nico Rosberg Wiesbaden Mercedes 122
2. Lewis Hamilton England Mercedes 118
3. Fernando Alonso Spanien Ferrari 61
4. Daniel Ricciardo Australien Red Bull 54
5. Nico Hülkenberg Emmerich Force India 47
6. Sebastian Vettel Heppenheim Red Bull 45
7. Valtteri Bottas Finnland Williams 34
8. Jenson Button England McLaren Mercedes 31
9. Kevin Magnussen Dänemark McLaren Mercedes 21
10. Sergio Perez Mexiko Force India 20
11. Felipe Massa Brasilien Williams 18
12. Kimi Räikkönen Finnland Ferrari 17
13. Romain Grosjean Frankreich Lotus 8
14. Jean-Eric Vergne Frankreich Toro Rosso 4
15. Daniil Kwjat Russland Toro Rosso 4
16. Jules Bianchi Frankreich Marussia 2

Zickenkrieg zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton

Den überschäumenden Siegestaumel von Nico Rosberg vor der Fürstenloge von Monaco konnte sein beleidigter Teamkollege Lewis Hamilton nur schwer ertragen. Im bitterbösen Mercedes-Duell um den Formel-1-Titel herrscht endgültig Eiszeit zwischen den Stallrivalen, nachdem der Deutsche am Sonntag mit dem zweiten Triumph in seiner Wahlheimat die Siegesserie des Briten beendete und die Gesamtführung zurückeroberte. «Lewis hatte einen Lauf. Den wollte ich brechen. Das ist ein ganz besonderer Tag», sagte Rosberg.

Die beiden Mercedes-Piloten würdigten sich nach ihrem fünften Doppelerfolg nacheinander auf dem Podium und bei der anschließenden Pressekonferenz keines Blickes und reagierten genervt auf die bohrenden Fragen nach dem Zustand ihrer Beziehung. «Wir kennen uns schon so lange. Wir müssen weitermachen», mahnte Rosberg. Doch Hamiltons Miene blieb starr, die Risse scheinen kaum mehr zu kitten. «Man muss den Fahrer verstehen, das ist unheimlich intensiv», sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und versicherte: «Das vergeht wieder.» Die Momentaufnahme von Monaco aber lässt diese Ankündigung höchst fragwürdig erscheinen.

Weltmeister Sebastian Vettel steckt weiter im Defektstrudel

Weltmeister Sebastian Vettel schied erneut aus. In der schlimmsten Pannenserie seiner Formel-1-Laufbahn fürchtet Weltmeister Sebastian Vettel schon den nächsten Nackenschlag. «Wir haben schon viele Probleme gelöst, aber da sind offenbar noch immer einige in der Kiste», stellte der Red-Bull-Pilot zum Abschied aus Monaco fast schon fatalistisch fest. Ein defekter Turbolader hatte ihn im 100. Grand Prix für seinen Arbeitgeber noch weiter in der WM zurückgeworfen und wohl schon nach dem ersten Saisondrittel nahezu alle Hoffnungen auf Titel Nummer fünf gekostet. «Shit happens. Wir machen weiter», sagte Vettel trotzig.

Die schwarze Liste seiner Probleme in diesem Jahr lässt allerdings wenig Besserung erwarten. Anscheinend hat Motorenlieferant Renault die hochkomplexe neue Antriebseinheit noch immer nicht ganz verstanden. Kaum ist ein Defekt abgestellt, rumpelt es an einer anderen Stelle. «Als Fahrer kann man nicht viel machen», meinte Vettel. «Das ist Sache von Renault, fragen Sie die doch», sagte Teamchef Christian Horner entnervt. «Das ist so frustrierend.»

Sorgen mit dem neuen Hybridsystem, Schäden in der Elektronik, Fehler in der Software, ein Kurzschluss im Kabelbaum, ein kaputtes Getriebe und nun ein defekter Turbolader - Vettels Werkstatt-Rechnung fällt schon jetzt üppig aus. «Irgendwann wird es aufhören», flehte der Vierfach-Champion. «Wir schauen uns über Nacht die Ursachen an und werden in den kommenden Tagen endgültig verstehen, was passiert ist», versprach der Renault-Motorenverantwortliche Thierry Salvi.

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kru/news.de/dpa

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