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Studie zur Nazi-Vergangenheit: 20.000 KZ-Häftlinge schraubten für Audi

Der Automobilkonzern Audi hat seine NS-Vergangenheit in einer Studie aufgearbeitet. Das erschreckende Ergebnis: Fast 20.000 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter schraubten im Nationalsozialismus für den Vorgänger Auto Union.

Audi hat seine Nazi-Vergangenheit aufgearbeitet. Tausende KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter wurden für den Autobau ausgebeutet. Laut Wirtschaftswoche zeigt eine Studie, dass sich der Audi-Vorgänger Auto Union «aus kriegswirtschaftlichen Interessen heraus in einem skandalösen Maße in den KZ-Komplex einbinden» ließ. Am Sonntag bestätigte ein Sprecher des Automobilkonzerns den Bericht.

20.000 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter arbeiteten für Auto Union

Im Auftrag von Audi erstellten zwei Historiker eine mehr als 500 Seiten lange Studie über die NS-Geschichte des Autobauers. In insgesamt sieben Konzentrationslagern sollen mehr als 3.700 Häftlinge ausschließlich für Auto Union ausgebeutet worden sein. 16.500 Zwangsarbeiter haben laut Studie in Zwickau und Chemnitz für den Automobilkonzern gearbeitet.

4.500 tote KZ-Häftlinge bei Audi-Vorgänger Auto Union

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, sollen im KZ Leitmeritz Tausende Häftlinge eine Untertagefabrik errichtet haben. In der Studie heißt es: «Für die Zustände in Leitmeritz, wo 18.000 KZ-Häftlinge eingesetzt wurden, von denen 4.500 den Tod fanden», stehe die «moralische Verantwortung» von Auto Union außer Frage.

Für den Autokonzern haben zur Zeit des Nationalsozialismus 50.000 Menschen gearbeitet. Setzt man diese mit der Anzahl der KZ-Häftling und der Zwangsarbeiter in Bezug, so ist diese erschreckend hoch. Laut Studie sei der im Unternehmen sehr angesehene Gründer der sächsischen Auto Union, Richard Bruhn, Hauptverantwortlicher für den Einsatz von KZ-Häftlingen. Nach dem Zusammenschluss mit dem NSU-Motorenwerk wurde das Unternehmen 1985 in Audi umbenannt.

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Umbenennung von Straßen in Ingolstadt

Der Audi-Betriebsratschef Peter Mosch sei nach dem Bericht der Wirtschaftswoche «sehr betroffen über das Ausmaß der Verstrickungen der damaligen Auto-Union-Führung in das System der Zwangsarbeit und Sklavenarbeit.» Im Zuge der Erkenntnisse aus der Studie werde in Ingolstadt bereits mit der Planung der Umbenennung von Straßen begonnen. So soll zum Beispiel die nach dem Firmengründer benannte Bruhnstraße zukünftig anders heißen.

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bua/fro/news.de

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