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Wegen Kritik am Schumi-Cover: «Titanic»-Chef Tim Wolff: Die Leser sind dumm

Dieses Schumi-Cover empörte Deutschland: Während Michael Schumacher nach seinem Skiunfall im Koma liegt, trieb das Satire-Blatt «Titanic» einen Scherz mit der Formel-1-Legende. Der deutsche Pressrat fand's zulässig - und jetzt spottet «Titanic»-Chef Tim Wolff über die Dummheit der Leser.

Seit 1979 treibt das Satire-Blatt «Titanic» sein Unwesen und spottet bitterböse, zynisch und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor über Prominente und kommentiert das Nachrichtengeschehen auf seine ganz eigene Weise. Doch im Februar diesen Jahres ging die «Titanic» einen Schritt zu weit.

Urteil des Presserat über «Titanic»-Titel zu Schumi-Koma vom März 2014: Zulässige Satire

Der deutsche Presserat hatte im März die Beschwerden gegen das Titelbild zurückgewiesen. Das Urteil besagte, dass eine «kritische Auseinandersetzung mit dem Medienrummel um Michael Schumachers Gesundheitszustand und der Jagd der Reporter nach Fotos von dem Verunglückten» legitim seien. Ebenso seien satirische Darstellungen wie jene von Niki Lauda, der als «Trophäe» präsentiert werde, als Satire anzusehen. Weiter hieß es: «„Aufgrund der Tatsache, dass das Foto neutral ist und die Unfallverletzungen von Niki Lauda nicht in den Mittelpunkt gestellt werden, ist es nicht herabwürdigend.»

Verzweiflung beim «Titanic»-Chef nach Cover über den Michael Schumacher Skiunfall

Auf dem Cover zeigte das Satire-Blatt die Formel-1-Legende Niki Lauda und titelte «Erstes Foto nach dem Unfall: So schlimm erwischte es Schumi». Damit zog das Magazin gleich zwei Rennfahrer-Legenden auf unterstem Niveau durch den Kakao.

Ein Aufschrei der Empörung ging durch Deutschland und selbst eingefleischte «Titanic»-Leser fanden dieses Koma-Cover auf Kosten des verunglückten Michael Schumacher geschmacklos und unpassend. Im Interview mit dem Medienportal «Meedia» sprach «Titanic»-Chef Tim Wolff jetzt, drei Monate später, Klartext und zeigte sich fassungslos über die Dummheit seiner Leser.

«Es ist noch nichts verloren»
News.de-Leser über das Schumi-Schicksal
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Nach Schumi-Cover: Leser beschimpften ihn als Adolf Hitler

Denn an den Reaktionen dieser sei er kurz nach dem fragwürdigen Schumi-Cover schier verzweifelt. Zahlreiche «Leserbriefe mit so viel geballter Dummheit» erreichten die «Titanic»-Redaktion, dass er seinen Glauben an die Möglichkeit von menschlicher Intelligenz kurzzeitig infrage stellen musste. Einige der Leser gingen sogar soweit, das Schumi-Lauda-Cover schlimmer und übler zu finden, als das, was Adolf Hitler getan habe.

FOTOS: Schumi im Koma Bangen um Michael Schumacher
zurück Weiter Endlich! Am 16. Juni 2014, Nach fünfeinhalb Monaten im künstlichen Koma, gibt Schumi-Managerin Sabine Kehm die ermutigende Nachricht bekannt: Michael Schumacher ist wach und wurde in einer Schweizer Klinik verlegt, um an der Rehabilitation zu arbeiten. (Foto) Foto: Marcus Brandt/dpa Kamera

Schumi-Fans gingen nach Koma-Cover in «Titanic» auf die Barrikaden

Eine heftige, aber aufgrund der Fan-Verbundenheit mit dem Formel-1-Champion durchaus nachvollziehbare Reaktion. Wolff hingegen sieht sich und sein Team zu Unrecht angegriffen. Denn ihr Ziel habe keineswegs darin bestanden, Michael Schumacher oder dessen Familie anzugreifen. Ganz im Gegenteil. Einmal mehr wollte die «Titanic» lediglich die Verfehlungen anderer durch Übertreibung sichtbar machen. «Die Wut, die sich da entlädt, müsste sich eigentlich auf Boulevard-Medien entladen», erklärt «Titanic»-Chef im «Meedia»-Interview.

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VIDEO: Schumacher fuhr bei Skiunfall wohl nicht zu schnell
Video: afp

loc/news.de

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