GNTM-Finale 2018 als Wiederholung

Heidi Klum hat entschieden - SIE ist Gewinnerin bei "Germany's Next Topmodel"!

Welche Kandidatin wurde Gewinnerin bei "Germany's Next Topmodel" im packenden Finale von GNTM? Die Antwort, ob sich Julie, Pia, Christina oder Toni durchsetzen konnte, gibt's hier und in der Wiederholung der Final-Show.

mehr »

Wegen Kritik am Schumi-Cover: «Titanic»-Chef Tim Wolff: Die Leser sind dumm

Dieses Schumi-Cover empörte Deutschland: Während Michael Schumacher nach seinem Skiunfall im Koma liegt, trieb das Satire-Blatt «Titanic» einen Scherz mit der Formel-1-Legende. Der deutsche Pressrat fand's zulässig - und jetzt spottet «Titanic»-Chef Tim Wolff über die Dummheit der Leser.

Seit 1979 treibt das Satire-Blatt «Titanic» sein Unwesen und spottet bitterböse, zynisch und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor über Prominente und kommentiert das Nachrichtengeschehen auf seine ganz eigene Weise. Doch im Februar diesen Jahres ging die «Titanic» einen Schritt zu weit.

Urteil des Presserat über «Titanic»-Titel zu Schumi-Koma vom März 2014: Zulässige Satire

Der deutsche Presserat hatte im März die Beschwerden gegen das Titelbild zurückgewiesen. Das Urteil besagte, dass eine «kritische Auseinandersetzung mit dem Medienrummel um Michael Schumachers Gesundheitszustand und der Jagd der Reporter nach Fotos von dem Verunglückten» legitim seien. Ebenso seien satirische Darstellungen wie jene von Niki Lauda, der als «Trophäe» präsentiert werde, als Satire anzusehen. Weiter hieß es: «„Aufgrund der Tatsache, dass das Foto neutral ist und die Unfallverletzungen von Niki Lauda nicht in den Mittelpunkt gestellt werden, ist es nicht herabwürdigend.»

Verzweiflung beim «Titanic»-Chef nach Cover über den Michael Schumacher Skiunfall

Auf dem Cover zeigte das Satire-Blatt die Formel-1-Legende Niki Lauda und titelte «Erstes Foto nach dem Unfall: So schlimm erwischte es Schumi». Damit zog das Magazin gleich zwei Rennfahrer-Legenden auf unterstem Niveau durch den Kakao.

Ein Aufschrei der Empörung ging durch Deutschland und selbst eingefleischte «Titanic»-Leser fanden dieses Koma-Cover auf Kosten des verunglückten Michael Schumacher geschmacklos und unpassend. Im Interview mit dem Medienportal «Meedia» sprach «Titanic»-Chef Tim Wolff jetzt, drei Monate später, Klartext und zeigte sich fassungslos über die Dummheit seiner Leser.

«Es ist noch nichts verloren»
News.de-Leser über das Schumi-Schicksal
zurück Weiter

1 von 27

Nach Schumi-Cover: Leser beschimpften ihn als Adolf Hitler

Denn an den Reaktionen dieser sei er kurz nach dem fragwürdigen Schumi-Cover schier verzweifelt. Zahlreiche «Leserbriefe mit so viel geballter Dummheit» erreichten die «Titanic»-Redaktion, dass er seinen Glauben an die Möglichkeit von menschlicher Intelligenz kurzzeitig infrage stellen musste. Einige der Leser gingen sogar soweit, das Schumi-Lauda-Cover schlimmer und übler zu finden, als das, was Adolf Hitler getan habe.

FOTOS: Schumi im Koma Bangen um Michael Schumacher
zurück Weiter Endlich! Am 16. Juni 2014, Nach fünfeinhalb Monaten im künstlichen Koma, gibt Schumi-Managerin Sabine Kehm die ermutigende Nachricht bekannt: Michael Schumacher ist wach und wurde in einer Schweizer Klinik verlegt, um an der Rehabilitation zu arbeiten. (Foto) Foto: Marcus Brandt/dpa Kamera

Schumi-Fans gingen nach Koma-Cover in «Titanic» auf die Barrikaden

Eine heftige, aber aufgrund der Fan-Verbundenheit mit dem Formel-1-Champion durchaus nachvollziehbare Reaktion. Wolff hingegen sieht sich und sein Team zu Unrecht angegriffen. Denn ihr Ziel habe keineswegs darin bestanden, Michael Schumacher oder dessen Familie anzugreifen. Ganz im Gegenteil. Einmal mehr wollte die «Titanic» lediglich die Verfehlungen anderer durch Übertreibung sichtbar machen. «Die Wut, die sich da entlädt, müsste sich eigentlich auf Boulevard-Medien entladen», erklärt «Titanic»-Chef im «Meedia»-Interview.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

VIDEO: Schumacher fuhr bei Skiunfall wohl nicht zu schnell
Video: afp

loc/news.de

4 Kommentare
  • Jörn Radek

    28.06.2014 14:40

    Der Vergleich mit Hitler und dass Leser den Kindern des Chefredakteurs die Vergewaltigung wünschen sei "aufgrund der Verbundenheit mit Schumacher nachvollziehbar"? Selbst angesichts der gerechtfertigten(aber von mir nicht geteilten)Meinung,das Titelbild sei eine deutlich zu weit gehende Geschmacklosigkei, sind solche Äußerungen durch nichts zu rechtfertigen und zeugen tatsächlich von "Dummheit",bzw. präziser gesagt einer mangelnden Kompetenz darin,seine Empörung sachlich und argumentativ auszudrücken und damit anders als die Primaten im Zoo,d.h. mit den eigenen Fäkalien werfend.

    Kommentar melden
  • Unisus

    28.06.2014 13:52

    Wie sich der Titanic-Chef über die Dummheit seiner Leser wundern kann, ist mir schleierhaft - wenn er intelligentere Leser haben möchte, sollte er es vielleicht mal mit intelligenter Satire versuchen, anstatt auf dem untersten Niveau zu arbeiten. Ich kann ja auch nicht billigsten Fusel verteilen und mich dann darüber beschweren, daß meine Kunden nicht alles Feinschmecker sind. Gut, ich kann schon, aber das sagt dann einiges über meine Intelligenz aus...

    Kommentar melden
  • Karl-Heinz Kasch

    19.05.2014 16:31

    bina2010: Glauben Sie wirklich, dass solche Kommentare Niki Lauda verletzen könn(t)en? Dazu ist Herr Lauda viel zu intelligent, er wird (hoffentlich!) nie auf diesen Komm. reagieren! Ich liebe (niveauvolle) Satire und (intelligentes) Kabarett; Titanic hat aber weder das eine noch das andere! (Politisch) Engagierte, kritische, ehrliche Künstler (R.Mey, H.Wader, K.Wecker, J.Lennon,...) sind für mich die rühmliche Ausnahme im "Kultur"geschäft.

    Kommentar melden
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser