Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer - 29.03.2014, 09.00 Uhr

Schumi seit 3 Monaten im Koma: Aufwach-Chancen nach Skiunfall gering: So skeptisch ist F1-Arzt Gary Hartstein

Drei Monate liegt Michael Schumacher nun reglos auf der Intensivstation. Die Chance, dass er jemals wieder aufwacht, wird täglich geringer. Der frühere Formel-1-Arzt Gary Hartstein erneuert nun seine Kritik an Schumachers Erstversorgung. Wurde Schumi etwa zu spät beatmet?

Auf den Tag genau drei Monate liegt jener 29. Dezember inzwischen zurück, als die Nachricht die Menschen im Urlaub zwischen den Jahren oder bei den Sylvester-Vorbereitungen schockte, dass Michael Schumacher schwer verunglückt ist.

Zum Start ins Jahr 2014 hofften viele Menschen auf der ganzen Welt, dass es «Schumi» in wenigen Tagen wieder besser gehen würde. Doch spätestens nach etwa 14 Tagen, als die Kamerateams vor dem Krankenhaus in Grenoble abzogen, wurde klar, dass sich der Formel-1-Champ bei seinem Sturz beim Skifahren noch viel schwerer verletzt hatte als befürchtet.

Die Ereignisse um den tragischen Schumacher-Unfall
Formel-1-Legende Michael Schumacher im Koma
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Formel-1-Arzt Hartstein: «Nach einem Jahr wacht keiner mehr auf»

Nun befindet sich Michael Schumacher bereits seit zwei Monaten in der Aufwachphase, noch immer können die Ärzte die sedierenden Medikamente nicht absetzen. Die Chance, dass Schumi überhaupt jemals wieder aufwachen wird, verringert sich täglich. Verlässliche Statistiken gebe es dazu kaum, teilt der Verband «Schädel-Hirn-Patienten in Not e.V.» auf news.de-Anfrage mit.

Auch diverse Mediziner wollen sich auf Anfrage zum heiklen Fall Schumacher nicht festlegen. Als der frühere Formel-1-Chefmediziner Gary Hartstein in dieser Woche die Erstbehandlung von Schumacher kritisierte, schlug das hohe Wellen. Nach sechs Wochen im künstlichen Koma, schreibt Hartstein in in der anfänglichen Behandlung «offensichtliche Fehler» begangen worden seien. Diese Einschätzung habe Hartstein aus zuverlässiger Quelle. Und: Er könne nicht verstehen, weshalb Schumacher weiter ein Bett auf der Intensivstation der Uniklinik Grenoble blockiere und nicht längst in ein Krankenhaus in der Nähe seines Wohnorts verlegt worden sei.

Nachdem diese Nachricht für viele Diskussionen gesorgt hatte, erklärte sich Hartstein zwei Tage darauf genauer. Er habe nicht die Klinik in Grenoble gemeint und wolle auch nicht die Notfallmediziner auf der Piste und beim Transfer von Moutiers nach Grenoble kritisieren. Was aber meint Hartstein dann?

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zurück Weiter Niki Lauda verunglückte 1976 beim Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring schwer. Er zog sich schlimmste Verbrennungen und Verätzungen der Lunge zu. (Foto) Foto: dpa/David Ebener Kamera

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