Lackfraß, Reifen & Co. So starten Sie sicher in den Autosommer

News.de verrät Ihnen, an was Sie alles denken müssen, um mit dem Auto gut in die Schönwettersaison zu starten und welche Stammtischtipps Sie lieber ignorieren sollten.

Vier Reifen - Ein Wechsel - Halleluja: Zehn Gebote für den perfekten Autofrühling

Bei warmen Temperaturen zücken viele Autofahrer den Kreuzschlüssel, um Sommerreifen zu montieren. Doch ein Reifenwechsel macht noch keinen Autofrühling. Der lange Winter hat seine Spuren hinterlassen. Vor allem Teile, die von außen zugänglich sind, leiden in dieser Zeit. Wir sagen Ihnen, was zu beachten ist.

Sommerreifen A und O der Frühlingskur

Die Winterreifen sind eingelagert. Soweit so gut, denn bei über sieben Grad Celsius hat die Sommerbereifung aufgrund der speziellen Gummimischung die Nase vorn. Vorteile sind unter anderem ein kürzerer Bremsweg durch den besseren Grip auf der Straße. Das kann Leben retten, wenn es wirklich mal knapp wird. 

Rund um den Reifen: So entsteht ein Reifen

Beim Radwechsel sollte man sich aber nicht auf die Ratschläge der Stammtisch-Experten-Runde verlassen. Die können bisweilen sogar gefährlich sein. So sollten Radschrauben definitiv nicht so fest wie möglich angezogen werden. Vielmehr schadet das den Schrauben und im Ernstfall sind sie nur noch mit Gewalt lösbar.

Nicht ratsam ist es, um die PS besser auf die Straße zu bekommen, den Luftdruck unter den vom Hersteller vorgegebenen abzusenken. Erstens ist das eine urbane Legende und zweitens ein absolutes Sicherheitsrisiko.

Wahr hingegen ist, dass die Abnutzung mit Sommerreifen um etwa 20 Prozent geringer ausfällt. So wird dank des sommerlichen Längsrillenprofils weniger Sprit durch den Auspuff gejagt.

Lackfraß adé

Nach dem fast bis Mai anhaltenden Winter sind die Autos gezeichnet. Kaum eins der 61 Millionen zugelassenen Fahrzeuge hat nicht die auffälligen weißen Ränder vom Streusalz. Diese Chemie ist pures Gift für die Blechhaut jedes Fahrzeugs. Folge ist stumpfer Lack. Und sollten Sie bis jetzt dem nicht entgegen gewirkt haben, wird es höchste Zeit. Reste von Streusalz fressen sich sonst durch die oberste Farbschicht.

Die Verschmutzung in Handarbeit wegzuschrubben bietet sich nicht an, da sich Salzkristalle im Schwamm festsetzen und den Lack dann wie Schmirgelpapier zerkratzen. Besser ist es, die  Karosserie in einer Lack schonenden Textilwaschanlage gründlich abzuspülen und für wirksamen Schutz sowie optimalen Glanz danach mit Wachs zu polieren.

Gummimatten gegen Straßenlärm: Lärmreduzierender Asphalt

Das Salz greift auch den Unterboden stark an. Dieser sollte zumindest abgewaschen werden. Zusätzlich bietet es sich an, einen speziellen Rostschutz aufzutragen. Einfach geht das in einer Waschanlage. Bremsbeläge und Bremsscheiben werden dadurch ebenfalls gereinigt.

Zum Frühjahrsputz sollte auch die Reinigung der Felgen der Winterreifen gehören, da diese besonders viel Spritzwasser abbekommen. Felgen am Auto sind in der Waschanlage gut aufgehoben. Feiner Bremsstaub geht nämlich nicht ohne Spuren mit Backofenspray weg. Wer dem Mythos folgt, kann seine Leichtmetallräder dauerhaft schädigen.

Ältere Waschanlagen sollten nur die zweite Wahl sein, weil sie oft relativ harte Nylon-Bürsten haben und damit wenig Lack-freundlich sind.

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