S dieselt Audi SQ5 TDI

S dieselt (Foto)
Er verbraucht 7,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Bild: pi

Mit dem SQ5 TDI präsentiert Audi den ersten Diesel mit echter S-Power.

Das S trägt normalerweise Superman auf der Brust oder ein von der Quattro GmbH aufgepepptes Benzin-Fahrzeug aus dem Hause Audi am Heck - bis jetzt. Denn mit dem Anfang 2013 auf den Markt kommenden SQ5 TDI erweitern die Ingolstädter ihr automobiles Portfolio um den ersten S-Audi mit Dieselantrieb. Von außen ist er an S-typischen Merkmalen wie den silbernen Seitenspiegeln, den beiden Doppelendrohren sowie dem SQ5-Schriftzeichen zu erkennen. Dass unter der Haube des neuesten Spross der Ringfamilie ein 3,0 Liter großer Turbodieselmotor arbeitet, wird hingegen erst auf den zweiten Blick klar. Vorausgesetzt er fällt auf das TDI auf der rechten Seite des Hecks.

Die Ohren helfen weder den bis zu fünf Insassen noch eventuell Herumstehenden bei der Identifizierung des Selbstzünders, da der SQ5 TDI kaum diesel-typische Geräusche von sich gibt. Lediglich der obligatorische Drehzahlmesser-Check räumt letzte Zweifel aus. Seine implantierte Sportlichkeit ist bereits im Stand spürbar. Mit einem kleinen Druck auf den Start-Knopf beginnt der Sechszylinder sein Werk und rumort mit Unterstützung des in der Abgasanlage versteckten Soundaktuators tief und sonor vor sich her. Da darf dem ansonsten gut klingenden Soundsystem der Marke Bang und Olufsen ruhig mal der Saft abgedreht werden. Zumindest solange bis der Diesel wieder ausgeht, Start-Stopp sei Dank.

S dieselt
Audi SQ5 TDI
Die besten Bilder zu Audi SQ5 TDI: S dieselt (Foto) Zur Fotostrecke

Nach einem beherzten Tritt auf das Gaspedal vergeht zwar eine gefühlte Sekunde, doch wenn die Schaufeln der beiden Turbolader erst einmal in Fahrt kommen, kennt der Rest des Zwei-Tonnen-Boliden kein Halten mehr. Seine 230 kW/313 PS in Kombination mit dem starken Drehmoment von 650 Newtonmetern treiben ihn innerhalb von 5,1 Sekunden aus dem Stand bis Tempo 100 und erst bei Audi üblichen 250 Kilometern pro Stunde ist Schluss mit dem Vortrieb. Die schnell und vor allem weich schaltende Automatik legt während der Tempohatz noch kurz vor dem Erreichen der elektronischen Begrenzung ihren höchsten, den achten Gang ein. Die direkte Lenkung und die, auch nicht für ein paar Extra-Euros zu ordernde, fehlende Dämpfereinstellung geben dem Fahrer stets eine gute Rückmeldung. Trotz der Tieferlegung um drei Zentimeter ist die Sitzposition angenehm hoch, ohne jedoch den sportlichen Gesamteindruck zu stören.

Dass bei ständigen Vollgasfahrten der Normverbrauch von 7,2 Litern in Gefahr ist nicht erreicht zu werden ist klar. Jedoch stellt eben dieser Wert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der S-Versionen von Audi dar. Denn damit ist der SQ5 TDI der sparsamste S aller Zeiten. Wenn beim Sprit schon gespart wird, darf es beim Häckchensetzen auf der Aufpreisliste auch einmal etwas mehr sein. Das sollte es auch, möchten Fahrer und Beifahrer sowohl ihre Sitze als auch die Heckklappe nicht mehr manuell bedienen. Die Konkurrenz in Form von BMW ist bezüglich der Heckklappe ein wenig spendabler. Ebenfalls nicht im Grundpreis von 58.500 Euro enthalten ist die sehr sehenswerte Ausstattungsvariante Aluminium/Holz schwarz Beaufort. Wie der Name verrät, handelt es sich hier um eine maritim anmutende Holzvertäfelung an den Türen und in der Mittelkonsole.

Ebenfalls sehr attraktiv, insbesondere für den täglichen Stadteinsatz machen ihn der mit maximal 1.560 Litern Gepäck zu beladende Kofferraum und die gute Übersichtlichkeit. Hinzu kommen das auch im Fond großzügig ausfallende Platzangebot und die zahllosen Möglichkeiten der Vernetzung der Mitfahrer mit dem Fahrzeug. Der SQ5 TDI kann nämlich als fahrender W-Lan-Hotspot fungieren und somit bis zu acht Anwendern Zutritt zum Internet gewähren. Der ständige Funkkontakt hat auch eine verbesserte Navigationsdarstellung zur Folge, da die Software auf Daten von GoogleMaps und StreetView zurückgreifen kann.

Unterstützend eingreifen wird der 4,63 Meter lange und 1,90 Meter breite Audi, wenn ein Häckchen hinter dem aktiven Spurhalteassistenten gesetzt wurde. Ab 65 Kilometern pro Stunde erfasst eine Kamera am Innenspiegel die Markierungen auf der Fahrbahn und hilft durch dezente Eingriffe dem Fahrer die Spur zu halten. Das einzige serienmäßige Helferlein ist die elektronische Pausenempfehlung. Sie beobachtet permanent die Lenkbewegungen sowie die Schalt- und Pedalbetätigungen des Fahrers und veranlasst eine optische und akustische Warnung, wenn ihr etwas Ungewöhnliches auffällt.

pi/news.de

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Partnerangebot
Gebrauchtwagenbörse
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige