Schnelle Uhren Motorsport-Uhren

Schnelle Uhren (Foto)
Scalfaro Rudolf Uhlenhaut Edition Bild: pi

Motorsport und besondere Uhren gehören spätestens seit Paul Newman einfach zusammen. Jetzt bekommt auch der Konstrukteur des Mercedes 300 SL eine Ausgabe gewidmet.

Sein berühmtestes Kind kennt jeder Autofahrer. Und auch Uhrensammler besitzen dank Rudolf Uhlenhaut mindestens einen Zeitmesser, der seiner fahrenden Sportwagenikone 300 SL gewidmet ist. Der Uhrenhersteller Scalfaro hat nun eine mechanische Uhren-Edition zu Ehren des Menschen, der den zu Blech gewordenen Traum vor mehr als einem halben Jahrhundert entwickelte, erschaffen. Der am 8. Mai 1989 verstorbenen Ingenieur und Mercedes-Konstrukteur reiht sich somit in die Riege berühmter Menschen aus dem Motorsportbereich ein, denen eine Sonderedition gewidmet wurde. Ob Jochen Rindt, Ayrton Senna, Jacky Ickx, Graf Berghe von Trips, Juan Manuel Fangio oder Paul Newman - sie alle zählen zu den Rennfahrern, dessen Sondereditionen an so manchem gut betuchten Handgelenk abzulesen ist.

Schnelle Uhren
Motorsport-Uhren

Die passenderweise auf 300 Stück limitierte Edition verfügt unter anderem über die Original-Unterschrift von Rudolf Uhlenhaut auf dem Ziffernblatt und kostet 3.950 Euro. Sie misst 42 Millimeter im Durchmesser und verfügt über ein Swiss ADK Kaliber 148-Uhrwerk mit automatischem Aufzug. Eine große Besonderheit der Scalfaro Rudolf Uhlenhaut Edition ist die Tatsache, dass in jede der 300 Uhren ein kleiner Bestandteil eines Original-Karosserieteils eines der 29 Alu-Flügeltürer sowie eines 300 SL Roadsters verbaut worden ist. Seitlich des kratzfesten Saphirglases fallen zwei Lorbeerzweige ins Auge. Sie stehen stellvertretend für die Rennerfolge der Uhlenhautschen Kreationen.

Ebenfalls bekannter als sein Entwickler ist der Jaguar E-Type, von vielen Menschen als das schönste Auto der Welt betitelt. Da wundert es nicht, dass auch einem Fahrzeug selbst eine Uhr gewidmet wird. Gleich zwei Modelle aus dem Hause Scalfaro beinhalten Originalmaterial von zwei verschiedenen E-Types. In die E1961-E2A verbaut der Hersteller Material des Prototypen E2A und in der E1961-Geneva findet sich Material des E-Type mit der Chassis-Nr. 885005, dem originalen Ausstellungsfahrzeug der Weltpremiere im März 1961 in Genf wieder. Der damalige Chef-Entwicklungstestfahrer Norman Dewis fuhr zusammen mit Sir Stirling Moss übrigens in diesem Jahr die legendäre Mille Miglia. Passend zum 60. Geburtstag der Scheibenbremse gaben sie in einem pastellgrünen C-Type ordentlich Gas - natürlich mit der passenden Uhr am Handgelenk.

Die Verknüpfung von Uhren mit dem Objekt Auto geht sogar soweit, dass nicht nur einige Modelle ihre eigene Uhrenedition erhalten, sondern dass es bestimmt Chronographen nur in Verbindung mit einem solchen Fahrzeug zu kaufen gibt. Die Jaeger LCoultre Amvox2 Rapide fungiert zum Beispiel als Funkschlüssel für den dazugehörigen Aston Martin Rapide. Auf eine Entfernung von bis zu zehn Metern lassen sich mit einem einfachen Druck auf das Uhrenglas die Türen öffnen und wieder verschließen. Da niemand sonst, außer einem Rapide-Besitzer etwas mit diesem Schließmechanismus anfangen könnte, ist die Amvox2 Rapide, wie auch schon sein Vorgänger Amvox2 DBS ausschließlich ihnen vorbehalten.

Die wohl bekannteste Motorsport-Uhr ist die Paul Newman-Rolex, oder genauer gesagt: Rolex Cosmograph Daytona mit der Gehäusenummer 6239 oder 6241. Die besonderen Merkmale sind unter anderem ein Handaufzugswerk, ein Edelstahlgehäuse sowie die quadratischen Markierungen in den Totalisatoren, sprich den drei kleinen Anzeigen innerhalb des Ziffernblattes. Bekannt wurde die Uhr durch den Film Winning, in dem 1969 Paul Newman einen Rennfahrer spielt und er eben jenen Chronographen an seinem Handgelenk trug. Die Tatsache, dass die Uhr kaum zu erkennen ist, spielt für die wahren Liebhaber der Uhr keine Rolle. Nicht ohne Grund zählt die Paul Newman-Rolex zu den meistgefälschten Uhrenmodellen der Welt. Bis zu 50.000 Euro lassen es sich Sammler kosten, eine der wenigen Originale zu bekommen. Bevor sie das edle Stück jedoch am Handgelenk spüren können, muss zuvor eine mehrjährige Wartezeit überbrückt werden.

Warum auch viele aktuelle Rennfahrer nicht mehr ohne ihre in teilweise über 100.000 Euro teuren unterwegs sind, verriet erst kürzlich Formel 1-Pilot Jenson Button in einem Interview: "Mich faszinieren Uhren. Sie erinnern mich immer an ein Getriebe in einem Formel 1-Boliden. Sie müssen genauso präzise arbeiten. Wenn ich eine Uhr designen würde, wären das Uhrwerk und seine Bewegungen zu sehen - eine klare Uhr also." Der ehemalige Formel 1-Weltmeister ist derzeit beim Uhrenhersteller Tag Heuer unter Vertrag. Die Frage, ob er denn während des Rennens eine Uhr tragen würde, verneinte er jedoch. "Sie ist zu schwer", erklärt er mit einem Schmunzeln im Gesicht.

pi/news.de

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