Radfahren
Neue Promillegrenze für Radfahrer?

29 Millionen Deutsche fahren regelmäßig Rad, gern auch mal nach ein paar Bierchen. Doch bisher hat die Polizei erst ab 1,6 Promille eine Handhabe. Das kann nicht sein, sagt nun der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und fordert eine Verschärfung der Promille-Grenzen.

FOTOS: Alkohol auf dem Fahrrad Riskanter Radausflug

Die Stimmung im Biergarten beim Schauen des EM-Spiels ist prächtig, ein Weizen nach dem anderen rinnt die Kehle hinunter. Am Ende stehen sechs halbe Liter auf dem Deckel, per Rad geht es beschwingt heim. Dieses Szenario dürfte es in den nächsten Wochen zur Fußball-Europameisterschaft häufiger geben. Gerade im Sommer nutzen viele Bürger das Rad, obwohl manche kaum noch geradeaus fahren können und auch mal parkende Autos am Straßenrand durch Schlenker in Mitleidenschaft ziehen. So werden Taxikosten gespart.

Selbst die Interessensvertretung der Radfahrer, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), fordert eine Absenkung der Alkoholgrenze auf 1,1 Promille. Ab diesem Wert soll es Bußgelder geben, wie bei Autofahrern ab 0,5 Promille. Bisher gibt es für Radler nur den Wert 1,6 Promille, ab dem es strafrechtliche Konsequenzen gibt. Diese soll aus Sicht des ADFC bestehen bleiben. Allerdings kann es auch schon bei wenig Alkohol im Blut Konsequenzen geben, wenn am Lenker in diesem Zustand Unfälle passieren.

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6 Kommentare
  • Piefke

    01.12.2012 01:48

    Antwort auf Kommentar 4

    In Wien liegt die Promille-Grenze für Fahrradfahrer neuerdings bei 0,8 Promille und die Mindeststrafe bei 800 Euro. Für jede weitere Übertretung der Grenze um 0,1 werden 100 Euro aufgeschlagen, dh 1,3 Promille zB kosten schlappe 1300 Euro. Das ganze wird auch noch rigoros durchgesetzt - der Freund und Helfer lauert nachts mit Alkotester an den Fahradwegen. Eine reine Abzocke, bei der weder honoriert wird, wenn das Auto nachts stehen bleibt, noch die finanzielle Situation des man kann schon fast sagen 'Geschädigten' berücksichtigt wird. Und nein, mich hats zum Glück noch nicht erwischt.

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  • Piefke

    01.12.2012 01:47

    In Wien liegt die Promille-Grenze für Fahrradfahrer neuerdings bei 0,8 Promille und die Mindeststrafe bei 800 Euro. Für jede weitere Übertretung der Grenze um 0,1 werden 100 Euro aufgeschlagen, dh 1,3 Promille zB kosten schlappe 1300 Euro. Das ganze wird auch noch rigoros durchgesetzt - der Freund und Helfer lauert nachts mit Alkotester an den Fahradwegen. Eine reine Abzocke, bei der weder honoriert wird, wenn das Auto nachts stehen bleibt, noch die finanzielle Situation des man kann schon fast sagen 'Geschädigten' berücksichtigt wird. Und nein, mich hats zum Glück noch nicht erwischt.

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  • 3Promille

    11.06.2012 10:52

    Ich wohne in Münster und bin schon des öfteren Sturtz besoffen (mehr als 8 halbe evtl 10 bis 14) Fahrradgefahren dank der Zentrifugalkraft der sich drehenden Räder ist ein Geradeausfahren ohne Problem möglich. Reaktionszeit sinkt nicht wirklich der Rest der Welt bewegt sich nur schneller. Ich kann nur von mir reden aber ich bin zu Fuss eine viel größere Verkehrsgefährdung. Mal ganz ehrlich, dass es in Münster mehr Unfälle mit Fahrradfahrern gibt liegt wohl eher darn das es mehr als doppelt soviele Fahrräder gibt wie Menschen. Ich scheiss auf diese "law and order" Scheiße.

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