Verkehr Pedelecs vor dem Kauf im Urlaub testen

Pedelecs vor dem Kauf im Urlaub testen (Foto)
Pedelecs vor dem Kauf im Urlaub testen Bild: dpa

München/Göttingen - Ein Pedelec hätten viele gerne. Doch die Kaufentscheidung sollte nicht zu schnell fallen. Besser ist, zunächst zu testen, ob man mit dem Fahrrad mit elektrischem Zusatzantrieb zurechtkommt.

Es lohnt auch ein Vergleich der Modelle.

Wer mit der Anschaffung eines Pedelecs liebäugelt, sollte ein solches Fahrrad mit elektrischem Zusatzantrieb nicht überstürzt kaufen. Der TÜV Süd rät Radlern, erst einmal auszuprobieren, wie gut sie überhaupt mit einem Pedelec zurechtkommen. Für einen Test sei der Urlaub sehr gut geeignet: In vielen Ferienorten gebe es inzwischen Leihstationen. Dort könnten Interessierte unverbindlich und in Ruhe erste Erfahrungen sammeln, bevor sie viel Geld für ein eigenes Pedelec ausgeben.

Ist die Kaufentscheidung getroffen, rät der TÜV Süd davon ab, sich ein Billigmodell zuzulegen. Gunnar Fehlau vom branchennahen Pressedienst Fahrrad (pd-f) erklärt: «Unter 1500 Euro müssen Kunden in der Regel Abstriche machen, zum Beispiel bei der Rahmenstabilität, Ausstattung oder Akkuqualität.»

Auf dem Pedelec muss laut dem TÜV außerdem mindestens ein CE-Kennzeichen kleben, mit dem der Hersteller garantiert, dass grundlegende Sicherheitsanforderungen nach EU-Vorgaben eingehalten sind. Besser sei ein GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Kunden sollten sich immer auch über mögliche Besonderheiten bei den Garantiebedingungen für den Akku informieren. Denn zum Beispiel eine Beschränkung auf sechs Monate oder 500 Ladezyklen könnte von Nachteil sein.

Nach Ansicht der Prüforganisation kauft man Pedelecs am besten im Fachhandel. Garantiefälle ließen sich dann meist einfacher abwickeln als etwa bei einem im Internet erworbenen Rad. Händler, die zusätzlich einen Fahrradverleih betrieben, seien besonders geeignete Adressen: Dort könnten unterschiedliche Modelle vor dem Kauf geliehen und ausprobiert werden. Manchmal sei es sogar möglich, die Leihkosten auf den Kaufpreis anrechnen zu lassen, so der TÜV Süd.

news.de/dpa

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