Das Beste zum Schluss Fiat Punto 1.3 Multijet

Der neue Fiat Punto lässt noch auf sich warten. Eine Modellpflege soll die Kunden bei Laune halten.

Das Beste zum Schluss (Foto)
Fiat Punto (2012) Bild: pi

Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat Fiat in Deutschland ein Drittel weniger Puntos verkauft. Im März verkaufte sich sogar der Panda besser als das Erfolgsmodell Punto. Die Zeiten ändern sich, denn 2006 war der Punto das am meisten verkaufte Fahrzeug im B-Segment in Westeuropa. Mit moderaten Änderungen versucht Fiat, sein Modell frisch zu halten.

Optisch hat sich nicht viel getan. Die Punto-Stoßfänger sind jetzt in Wagenfarbe lackiert und lassen dem kleinen Stadtflitzer eine Spur eleganter wirken. Die Chromspange unter dem Logo, erst zum letzten Facelift vom 500er übernommen, ist wieder verschwunden. Im Innenraum überzeugt der kleine Italiener mit ordentlicher Verarbeitung. Lenksäule und Fahrersitz sind höhenverstellbar. Die Sitze sind bequem und der Fahrersitz lässt sich für 120 Euro mit einer elektrisch verstellbaren Lordosenstütze ausstatten. Die asymmetrisch teilbare Rücksitzbank ist erst in der höchsten Ausstattung "Sport" serienmäßig. Bei allen anderen Modellen kostet sie 180 Euro extra. Ebenso verhält es sich mit den Seitenairbags. Die Frontairbags und die Kopfairbags für vorn und hinten sind Serie.

Das Beste zum Schluss: Fiat Punto 1.3 Multijet

Gut gelungen ist die Integration des TomTom-Navigationssystem. Es ist mit der Bordelektronik verbunden und ab der Ausstattung Easy serienmäßig. Nur in der einfachsten Ausstattung Pop schlägt es mit 300 Euro zu Buche. Dafür ist es mit einer speziellen Aufnahme ideal im Sichtbereich positioniert und dient gleichzeitig als Freisprecheinrichtung, die über Bluetooth mit dem Handy verbunden wird. Die Fahrleistungen sind akzeptabel - mehr nicht. Der müde 55 kW/75 PS-Diesel wurde aus dem Programm genommen. Mit stärkeren Motoren ist der Punto flott unterwegs. Bei längerer Autobahnfahrt fällt die gute Geräuschdämmung auf. Die elektronische Servolenkung gibt ein etwas weiches aber durchaus sicheres Gefühl. Das Fahrwerk ist nicht zu komfortabel. Die Schaltwege sind kurz. Die Dualdrive-Funktion, die die Servolenkung in einen besonders leichtgängigen Modus zum Einparken schaltet, ist besonders bei Frauen beliebt und in allen Ausstattungen serienmäßig.

Der 1.3 16V Multijet Dieselmotor mit 70 kW / 95 PS beschleunigt den Punto in 11,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 178 km/h erreicht und der Verbrauch liegt bei 5,3 Liter. Damit ist der Punto gut motorisiert. Etwas sparsamer ist der andere Dieselmotor. Der 62 kW / 85 PS-Diesel verbraucht 4,4 Liter und benötigt 13,1 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 172 km/h. Das sparsamste Multiairtriebwerk ist der Zweizylinder mit 4,9 Litern Superbenzin. Seitdem der Motor mit einen Turbo ausgerüstet ist, holt er 62 kW / 85 PS aus seinen 900 Kubikzentimetern. Damit beschleunigt der Punto in 12,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h. Schaltfaules Fahren ist damit nicht drin.

Es gibt beim Punto nur noch drei Ausstattung: Pop, Easy und Sport. Eine höhere Ausstattung kostet immer 1.000 Euro mehr. Der Fünftürer kostet 800 Euro mehr als der Dreitürer. Das ist leicht zu verstehen. Das günstigste Angebot ist der 1.2 8V Pop mit 51 kW / 69 PS für 12.000 Euro. Den Twinair gibt es in der Ausstattung Easy erst ab 15.200 Euro. Anbetracht dessen, dass Fiat mit dem Motor 2 Zylinder eingespart, hätte die Firma ruhig einen Teil der Einsparungen an den Kunden weitergeben können. Im Überblick gibt es die Ausstattung Easy mit der größten Motorenvielfalt. Mit dem 1.2 16V Multijet-Dieselmotor kostet der Punto Easy 16.200 Euro. Darin ist die Klimaanlage, das TomTom-Navigationssystem und ein Autoradio mit CD-Player schon inbegriffen. Gleichzeitig ist er auch der sparsamste aller Puntos (4,4 Liter Diesel). Wer noch mehr sparen will, der kann zur Erdgasvariante greifen. Diese gibt es für 15.300 Euro in der einfachsten Ausstattung.

Für die letzten Modelljahre hat Fiat seinen Punto nochmal richtig schick gemacht. Hinter den Kulissen wird bereits heftig an einem Nachfolger auf Basis des kürzlich vorgestellten 500L für den etwas in die Jahre gekommen Punto gearbeitet. Ob es gelingt mit dem neuen Preis- und Ausstattungskonzept verloren gegangenes Terrain wieder zurückzugewinnen, wir die Zukunft zeigen.

pi/news.de

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