Urteil nach Unfall Liebesrausch wird wie Trunkenheit eingestuft

Liebesrausch wie Trunkenheit eingestuft (Foto)
Wenn große Gefühle im Spiel sind, können sie dem Autofahrer die Sinne vernebeln, ähnlich wie eine Fahrt unter Alkoholkonsum. Bild: dapd

Ein ungewöhnliches, aber geltendes Urteil: Ein Landgericht ist der Überzeugung, dass ein Liebesrausch im Auto einer Fahrt unter Trunkenheit gleicht. Hinter dem Urteil steckt aber eine dramatische Geschichte. 

Wenn große Gefühle im Spiel sind, können sie dem Autofahrer die Sinne vernebeln, ähnlich wie eine Fahrt unter Alkoholkonsum. Zu dieser Entscheidung kam das Landgericht Saarbrücken. In dem Fall hatte der Fahrer seine Beifahrerin bei Tempo 60 küssen wollen. Dabei geriet der Wagen in den Gegenverkehr und verursachte einen Unfall, der für die Beifahrerin des gegnerischen Fahrzeugs tödlich ausging. Der Witwer verlangte daraufhin Ersatz des monatlichen Haushaltsführungsschadens in Höhe von 1200 Euro.

Die Versicherung wollte aber nicht zahlen. Immerhin sei die schwangere Frau nicht angeschnallt gewesen. Das sah das Gericht anders. Der Unfallverursacher hätte bei seiner liebestollen Autofahrt bereits mehrfach vorher einen Unfall verursacht, kam aber trotzdem nicht zur Vernunft und konzentrierte sich nur auf die Beifahrerin. Ein solches Verhalten ist mit dem einer Alkoholfahrt zu vergleichen, sodass das Fehlverhalten der ums Leben gekommenen Frau dahinter zurücktritt. Damit muss der Versicherer Schadensersatz in vollem Umfang zahlen.

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sca/ham/rzf/news.de/dapd

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