Wie so oft in Umweltfragen: Es war kein deutscher Hersteller, der als erster einen Dieselhybrid an den Start brachte. Mercedes zieht nun auf der Detroit Motorshow gleich mit Vorreiter Peugeot - mit einem Hybriddoppelpack für Europa und die USA.
Die Hybridmodelle der deutschen Hersteller kommen bisher nicht so recht auf die Beine. Was immer Marken wie Mercedes, Audi, Porsche, Volkswagen oder BMW auch versuchten – die Nachfrage nach den Hybridmodellen ist auf dem Heimatmarkt Deutschland unterirdisch. Allenfalls in den USA, wo Autofahrer um die sparsamen Diesel nach wie vor einen weiten Bogen machen, können sich Kunden für die Teilzeit-Elektriker erwärmen. Wirklich gute Absatzzahlen sehen jedoch allenthalben anders aus.
Während BMW im kommenden Jahr mit leistungsstarken Hybridversionen von 3er und 5er auf internationalen Kundenfang gehen will, fährt Daimler einen doppelten Weg. Statt eines 340 PS starken Benziners wie BMW kombinieren die Stuttgarter den sparsamen Dieselantrieb des E 250 CDI mit einem Elektromodul. Mit 4,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern soll der E 300 Bluetec Hybrid 15 Prozent weniger verbrauchen als der bereits sparsame E 250 CDI.
Wer sich für einen Selbstzünder nicht erwärmen kann: Mit dem Mercedes E 400 Hybrid kommt auch ein Benzinhybrid ins Modellprogramm der Stuttgarter Oberklasse. «Die modulare Technik öffnet uns den Weg, zügig weitere Baureihen um Hybrid-Modelle zu ergänzen», sagt Daimler-Entwicklungsvorstand Professor Dr. Thomas Weber.
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