Radeln auch im Winter? Aber sicher. In der kalten Jahreszeit ist Vorsicht auf dem Velo angesagt. Darum beantworten unsere Experten alle Ihre Fragen rund um Beleuchtung, Kleidung und Co. Rufen Sie die 0800 – 0 60 4000 am Donnerstag, dem 01. Dezember von 10 bis 17 Uhr.
Sicherheit hat höchste Priorität – bei Technik, Ausstattung und Fahrweise. Wie man sicher auf dem Rad durch den Winter kommt, darüber informieren die Experten unserer Lesertelefonaktion. Einige Grundregeln für Radeln ohne Risiko im Winter erfahren Sie hier:
Eine Frage des (Fahr-)Stils: Schneematsch, Reifglätte, Glatteis, schlechte Sicht, nicht geräumte Straßen – das Wetter verlangt Radfahrern im Winter einiges ab. Verkehrsexperten raten dazu, im Zweifel das Rad stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Wer auf sein Rad jedoch nicht verzichten kann oder will, sollte während der Wintermonate einen defensiveren Fahrstil pflegen: Lieber ein wenig langsamer, aber dafür sicher ankommen und auch mal einen Umweg einplanen oder das Rad schieben. Vor allem aber sollte er zuvor sich und sein Rad «wintersicher» machen.
Sehen und gesehen werden: Durchrutschende Dynamos, kaputte Glühbirnchen, flackernde Scheinwerfer – das war gestern. Heute sorgen Nabendynamos, strahlend helles LED-Licht, Reflektoren, Stand- und sogar Tagfahrlicht dafür, dass Radfahrer immer gut sehen und gesehen werden können. Die gute Nachricht für ältere Drahtesel: Eine moderne Lichtanlage lässt sich meist problemlos nachrüsten. Wer zusätzlich auf reflektierende Materialien achtet, die fast unsichtbar in die Radkleidung eingearbeitet werden können, ist auf dunklen Landstraßen oder im vorweihnachtlichen Lichtermeer für Autofahrer noch besser zu erkennen.
Warm und gut geschützt unterwegs: Viele Radfahrer wollen auf den Helm nicht mehr verzichten, stehen aber im Winter regelmäßig vor der Frage: Mütze oder Helm? Beides - lautet die Antwort vieler Helmhersteller, die den Fahrradhelm wintertauglich machen. Passgenaue Einsätze schützen den Kopf vor dem Auskühlen, halten die Ohren warm – und lassen sich nach dem Winter wieder entfernen. Damit auch Füße, Hände, Gesicht und Körper warm und trocken bleiben, bieten viele Hersteller genau auf den Einsatzzweck abgestimmte Radbekleidung an, mit der man sich im Gegensatz zu früher auch im Meeting sehen lassen kann.
Wintercheck am Bike: Für Autobesitzer ist es schon Routine: im Oktober werden die Winterreifen aufgezogen. Was dem Autofahrer recht ist, kann dem Radler ab jetzt billig sein, denn die Fahrradindustrie hat spezielle Winterreifen entwickelt. Sogar die beim Auto verbotenen Spikes halten Fahrräder bei Schnee und Eis sicher in der Spur. Ein deutliches Plus an Sicherheit bringen auch moderne Bremsanlagen: Wo früher Gummiklötzchen über nasse Felgen rubbelten, verzögern heute Scheibenbremsen witterungsunabhängig. Luftdruck, Reifenbreite, Sitzposition, Bremsen – wer sein Rad optimal einstellt, kann die Sicherheit mit wenigen Maßnahmen deutlich erhöhen. Für alle, die nicht gerne selbst am Rad schrauben, bieten viele Fachwerkstätten zu Beginn der kalten Jahreszeit Wintercheck-Aktionen an.
Doch wie kann ich die Lichtanlage meines Fahrrads selbst nachrüsten? Welche wintertauglichen Reifen passen zu meinem Rad? Muss ich einen vereisten Radweg benutzen, wenn die Straße eisfrei ist? Habe ich einen Versicherungsschutz, wenn ich bei Schnee und Eis mit dem Rad zur Arbeit fahre? Sind E-Bikes und Pedelecs uneingeschränkt wintertauglich? All Ihre Fragen rund ums Radfahren im Winter beantworten diese Experten:
Ulrich Kalle; Landesgeschäftsführer NRW des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC), Düsseldorf
Welf Stankowitz; Referatsleiter Fahrzeugtechnik beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR), Bonn
Georg Nottelmann; Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, Hauptabteilung Prävention, Düsseldorf
Gunnar Fehlau; Autor zahlreicher Fachbücher zum Thema Fahrrad, Geschäftsführer Pressedienst Fahrrad (pd-f), Göttingen
Rufen Sie an! Am Donnerstag, den 01. Dezember von 10 bis 17 Uhr.
Die kostenfreie Rufnummer lautet 0800 – 0 60 4000.
sgo/sis/news.de/pr.nrw