Audi A1 Sportback Mehr Platz für Hinterbänkler

Audi A1 Sportback (Foto)
In der neuen Version bringt es der A1 Sportback auf knapp vier Meter Länge. Damit ist auch auf der Rückbank Platz für große Menschen. Bild: pi

Mehr Türen, Längenzuwachs und ab 2012 auch ein neues Aggregat: In der kleinen Sportklasse macht Audi augenscheinlich große Schritte. Das gilt auch für die Anbindung ans Kommunikationszeitalter.

Eine verkleinerte Kopie des eleganten A3 ist der Sportback auf keinen Fall, selbst wenn sich das mancher Audi-Fan gewünscht hätte. Bis zur A-Säule ist der Sportback identisch mit dem dreitürigen A1. Die Schulterlinie umläuft das ganze Auto, die C-Säule ist stark geneigt, in die Dachkuppel haben die Designer einen kleinen Spoiler integriert.

Dabei ist der Sportback eigentlich ein alter Bekannter. Ein ganz ähnlicher Viertürer kündigte 2008 als Designstudie die neue Baureihe A1 an. Audis Kleinster kam im vergangenen Jahr aber zunächst als Dreitürer auf den Markt. Im Jahr 2011 hat Audi bislang 89.000 A1 verkauft, rund 22.000 davon in Deutschland. Der arg angejahrte Audi A3 konnte im gleichen Zeitraum rund doppelt so viele Neuzulassungen verbuchen, der Mini mehr als 33.000. Der A1 kann eine Erweiterung seiner Modellpalette also gut gebrauchen.

Audi A1 Sportback
Einer für Vier

Im Fond des Sportback finden auch Erwachsene jenseits von 1,80 Metern Körpergröße bequem Platz, obwohl die Kniefreiheit nicht üppig ist. Zwischen den beiden Fondpassagieren wartet in Serienausstattung ein Ablagefach mit Becherhaltern. Optional verfügt der A1 Sportback über fünf Sitzplätze, wobei der hintere Mittelsitz etwas schmal ausfällt.

Zylinderabschaltung wird nachgeliefert

Innen ist der A1-Ableger deutlich gewachsen, obwohl er mit 3,95 Metern Länge und 2,47 Metern Radstand die gleichen Dimensionen aufweist wie der Dreitürer. Der Sportback ist aber jeweils sechs Millimeter breiter und höher. Nur dem Laderaum nutzt das leichte Wachstum fast nichts: Hinter der umlaufenden Heckklappe verbergen sich 270 Liter Kofferraumvolumen (Dreitürer: 267 Liter), das nach dem Umklappen der Rücksitze auf 920 Liter wächst.

Unter der Haube des 1065 Kilogramm schweren Sportback stehen zunächst die gleichen TFSI-Benziner und TDI-Turbodiesel bereit wie beim dreitürigen A1. Die Leistungsspanne reicht von 86 PS bis 185 PS. Auch Beschleunigung, Verbrauch und Höchstgeschwindigkeit entsprechen bis auf marginale Abweichungen denen des Dreitürers.

Später folgt der neu entwickelte 1.4 TFSI mit 140 PS. Das Aggregat verfügt über eine Zylinderabschaltung, die bei Audi «Cylinder on Demand» heißt. Während der große Audi S8 bei Bedarf vier seiner acht Zylinder abschaltet, läuft der Motor des kleinen A1 bei geringer Last und niedriger bis mittlerer Drehzahl auf zwei statt vier Töpfen.

Assistenzsystem serienmäßig als Extra

Der Fahrer werde die Abschaltung nicht bemerken, heißt es bei Audi. Im Verbund mit anderen Sparmaßnahmen wie der serienmäßigen Start-Stopp-Automatik soll der Motor einen Durchschnittsverbrauch von 4,7 Litern auf 100 Kilometer ermöglichen. Der A1 beschleunigt mit dem neuen Vierzylinder an Bord in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 212 km/h. Ein Sechsganggetriebe übernimmt die Kraftübertragung, optional gibt es das Siebengang S-tronic Doppelkupplungsgetriebe. Die lang erwartete quattro-Allradversion des A1 soll 2012 parat stehen.

Die Preise des A1 Sportback starten bei 16.950 Euro (1.2 TFSI mit 86 PS). Beim Dreitürer beginnen die Preise bislang bei 15.800 Euro. Die Dieselpalette des Sportback startet mit dem 1.6 TDI (90 PS) für 19.050 Euro. Die Serienausstattung (Attraction) umfasst unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare Außenspiegel sowie ein Radio. Zu den Extras zählen Xenon-Scheinwerfer, Fernlichtassistent, Panorama-Schiebedach und diverse Exterieur-Pakete. Die Dachkuppel inklusive Dachbogen und Spoiler zum Beispiel wird auf Wunsch in Schwarz, Grau oder Silber lackiert. Später kommen Aerodynamik-Anbauteile und Foliensätze ins Zubehörprogramm.

Neben dem normalen Navigationssystem kann das abgespeckte «Connectivity Paket» bestellt werden. Navigationsfunktion sowie Bluetooth-Telefonie lassen sich nachträglich freischalten. Beim System MMI Navigation Plus lassen sich Onlinedienste wie die lokale Suche mit Google und Webradios nutzen, außerdem wird der Wagen zum mobilen Wlan-Hotspot für Laptops, iPhones und andere Endgeräte. Seine Publikumspremiere feiert der A1 Sportback Ende November auf der Tokio Motor Show, beim Händler steht er im ersten Quartal 2012.

ham/eia/som/sis/news.de/pi

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 1
  • 15.12.2012 11:53

In einer Schmarotzerrepublik investiert ein Arbeitnehmer viel Geld in ein Auto aus heimischer Produktion um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für seine Familie und sich sowie nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), und um nach einem Unfall mit Totalschaden auf dem Arbeitsweg keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung zu bekommen, während Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft erhalten, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Partnerangebot
Gebrauchtwagenbörse
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige