Porsche Panamera GTS Zuffenhausener Turnvater

Porsche Panamera GTS (Foto)
Nach Wunsch ist der Sound des V8-Motors auch im Inneren des Panamera GTS prima zu hören. Bild: pi

Da hätte selbst Turnvater Jahn gestaunt: Der Porsche Panamera GTS strotzt nur so vor Sportlichkeit. Dank zahlreicher Spielereien ist der Neuling im Haus vor allem für Hobby-Rennfahrer ein spannender Begleiter.

Bei Porsche steht der Gran Turismo Sport (GTS) traditionell für eine Extraportion Sportlichkeit. Dem Panamera soll das mehr Leistung, giftigere Bremsen, eine um zehn Millimeter tiefer gelegte Karosserie sowie ein besonders sportlich abgestimmtes Fahrwerk bescheren. Außerdem jagt der Wagen mit Allradantrieb über die Piste.

Unter der Haube arbeitet der V8-Saugmotor mit 4,8 Litern Hubraum, der 430 PS bei 6700 Touren freisetzt und damit die Leistung des Panamera S um 30 PS überflügelt. Das maximale Drehmoment steigt auf 520 Nm. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe übernimmt die Kraftübertragung, der Allradantrieb ist für höchste Fahrdynamik ausgelegt. Das Sport-Chrono-Paket mit Launch Control ist serienmäßig an Bord. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der 1,9 Tonnen schwere Panamera GTS in 4,5 Sekunden, erst bei 288 km/h kommt die Tachonadel zum Stillstand. Den Durchschnittsverbrauch des GTS gibt Porsche mit 10,7 Litern pro 100 Kilometer an, wenn rollwiderstandsarme Reifen aufgezogen sind.

Porsche Panamera GTS
Kribbeln auf Knopfdruck

Um dem V8-Motor größere Leistungsreserven zu entlocken, hoben die Ingenieure die maximale Drehzahl um 200 U/min an, die Höchstdrehzahl liegt bei 7100 Touren. Den Ventilfedern spendierten die Entwickler eine stärkere Vorspannung, um den Gaswechsel des Hochdrehzahlmotors zu optimieren. An der Ansauganlage sorgen zwei zusätzliche Luftfiltergehäuse links und rechts im Bug für verbesserte Luftzufuhr. Bei niedrigem Tempo verschließt jeweils eine Klappe die Ansaugmündung. Werden mehr als 3500 U/min benötigt, öffnen sich beide Klappen und zusätzliche Luft strömt in den Ansaugtrakt. Bei hohem Tempo entsteht ein Staudruck und damit ein leichter Auflade-Effekt, der die Leistung vergrößert.

Aerodynamik vom Turbo-Panamera

Noch mehr Leistungssteigerung bringt die geänderte Sportabgasanlage mit größeren Rohrdurchmessern, die für weniger Gegendruck und damit mehr Power sorgen. Verstellbare Klappen in der Abgasanlage verstärken die Motorengeräusche. Ähnlich wie beim neuen 911er wird der Sound des V8 mit einem sogenannten Sound Symposer in den Innenraum geleitet. Das geschieht mit einem an der A-Säule endenden Schlauch und einer integrierten Membran. Vor der Membran befindet sich eine Klappe, die beim Druck auf die Sporttaste des Panamera GTS geöffnet oder geschlossen wird.

Serienmäßig verfügt der GTS über eine Luftfederung, im Normalniveau liegt der Wagen damit zehn Millimeter tiefer als die anderen Modelle der Baureihe. Der GTS rollt auf 19-Zoll-Rädern, die Bremssättel sind rot lackiert. Die Bremsanlage leiht sich der GTS übrigens vom Panamera Turbo. Die Wankstabilisierung PDCC sowie eine elektronisch geregelte Hinterachs-Quersperre sind gegen Aufpreis zu haben. Bei der Quersperre erzeugen Bremseneingriffe am hinteren, kurveninneren Rad einen zusätzlichen Drehimpuls in Richtung des Lenkradeinschlags. Das sorgt für direkteres Einlenken in die Kurve.

Bei der Aerodynamik greift der GTS auf Bauteile des Panamera-Turbo-Programms zurück, was am Bugteil mit großen Lufteinlassöffnungen zu erkennen ist. Am Heck ist der Vier-Wege-Spoiler des Turbo montiert, der ab 205 km/h Abtrieb an der Hinterachse erzeugt. Scheibenleisten, Zierleisten und Scheinwerfer des Panamera GTS sind schwarz unterlegt, ein schwarzer Diffusor schließt das Heck ab. Ebenfalls mattschwarz ausgeführt sind die vier Endrohre der Abgasanlage.

Für Hobby-Rennfahrer gibt es im Cockpit eine Anzeige für Quer- und Längsbeschleunigung. Der GTS hat eine Leder-Alcantara-Ausstattung und serienmäßig Bi-Xenonscheinwerfer an Bord. Auf dem Lenkradkranz befindet sich eine Zwölf-Uhr-Markierung, damit man bei schnellen Kurvenfahrten weiß, wo das Volant gerade steht. Zu den Preisen des GTS hat Porsche noch keine Angaben gemacht. Der Einstiegspreis dürfte irgendwo zwischen dem des Panamera S (ab 95.595 Euro) und dem des Turbo (139.624 Euro) liegen.

ham/sis/brc/news.de/pi

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