11. 11. 2011: Was liegt da näher, als eine erste Runde in der brandneuen Generation des 911 zu drehen? Fahrleistungen und Performance sind beeindruckend. Doch am alten Verbrennungsmotor-Konzept klebt Porsche wie Kaugummi.
Von vorne muss man schon zweimal hinsehen, um einen Unterschied vom neuen zum alten 911er zu sehen. Von der Seite offenbart sich der 4,49 Meter lange Elfer der Generation 991 durch den verlängerten Radstand schneller und das Heck ist neu. Die schmalen LED-Bänder, der leicht überstehende Heckspoiler, der endlos lange Heckschriftzug Porsche - Carrera S - musste sicher nicht sein und die Option «Wegfall Modellbezeichnung» sollte zukünftig eines der begehrtesten Extras in der langen Aufpreisliste sein.
Den 911 zu einem besseren Sportwagen zu machen, ist keine leichte Aufgabe. Abseits aller Ikonenmalerei ist der Porsche seit Jahrzehnten der beste Sportwagen auf der Welt. Kaum ein Konkurrent zweifelt das an - und kaum ein Konkurrent hat sich daran bisher nicht die Zähne ausgebissen. Doch sportliche Fahrleistungen, klassisches Design und beeindruckender Vortrieb sind heute für einen Straßenrenner zu wenig. Es geht um Effizienz, Alltagsnutzen, Image und ein gesundes Maß an Einzigartigkeit.
16 Prozent weniger Kraftstoff soll der neue Elfer der Baureihe 991 als sein Vorgänger verbrauchen. In der Realität werden trotzdem Verbräuche von mindestens 13 Litern den Porsche-Alltag bestimmen. Das Basismodell, nunmehr mit einem modifizierten Boxster-Triebwerk und 3,4 Litern Hubraum, durchaus stattlich genug motorisiert, leistet 350 PS, schafft 290 km/h Spitze und soll sich im Zyklus mit 8,2 Litern des teurem Super-Plus-Kraftstoffs begnügen. Die günstigsten Verbräuche schafft wie bisher das optionale Doppelkupplungs-Getriebe PDK. Ebenso wie die neu entwickelte Handschaltung bietet auch sie sieben Gänge.
23 Varianten soll es geben
Ab Dezember steht die neue Generation des Porsche 911 beim Händler. Die Hecktriebler sind dabei nur der Anfang. Das Cabriolet kommt im nächsten Frühjahr und auch Allradler, GT-Versionen und der neue Turbo stehen ab Ende 2012 in den Startlöchern. «Vom 997 hatten wir zuletzt 23 Varianten», schließt Matthias Müller ab, «so viele werden es ungefähr auch beim neuen 991 werden. Vielleicht ein bis zwei mehr oder weniger.»
Vieles bleibt eine Frage des Preises. Hier startet der Porsche 911 Carrera mit mäßiger Ausstattung bei 88.037 Euro. Der 400 PS starke Carrera S bietet mehr und kostet mindestens 102.436 Euro. Einen satten Patzer erlaubt sich der Elfer allein bei den Fahrerassistenzsystemen. Details wie Fernlichtautomatik, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel- oder Spurhalteassistent sucht man in der Aufpreisliste vergeblich.
sgo/sca/news.de/pi
Hey Leute aber dieses Auto!!! Ich freu mich immer wenn ich eins davon sehe..... hallo ...und HÖRE! Was also soll das E-motor Gefasel? Wie geil ist die Seitenlinie dieses Autos jedesmal aufs neu! Das ist der schönste Sportwagen und der technisch hochwertigste von allen. Ich bewundere das Design Team von Porsche diesen 911, nach den Ausrutschern Ende der 70er mit den Ami-Turboflügeln und dem ganzen Quatsch oder später mit lächerlichen Tränenlichtern vorn, jetzt wieder so fein und sensibel die klassisch-einmalige Form so modern zu feilen. Das macht Spaß und Freude auch dem Zuschauer.
jetzt antwortenKommentar meldenEinen satten Patzer erlaubt sich der Elfer allein bei den Fahrerassistenzsystemen. Details wie Fernlichtautomatik, Verkehrszeichenerkennung, Spurwechsel- oder Spurhalteassistent sucht man in der Aufpreisliste vergeblich. Patzer, wirklich? Wer braucht bitte so'n Mist? ABS und ESP sind schon zu viel / unnötig für geübte Autofahrer...
jetzt antwortenKommentar melden