Blattsalat mit Folgen: Herbstlaub kann für Autofahrer nicht nur ärgerlich, sondern gefährlich werden. Modriger Geruch sorgt für miese Stimmung im Innenraum und beschlagene Scheiben beeinträchtigen die Fahrsicherheit. News.de sagt, was Sie jetzt tun können.
«Die Folgen reichen von moderigem Geruch über ständig beschlagene Scheiben bis zu Rost und Elektronikausfällen», sagt Frank Volk von TÜV Süd in München. Autofahrer sollten im Herbst die nachteiligen Folgen von Laubfall bedenken. Durch Einlassöffnungen kann das Laub beispielsweise in den Lüftungskreislauf von Fahrzeugen gelangen. Dort verfaulen die Blätter oder Nadeln dann und verstopfen Abflusslöcher. In der Folge sammelt sich im sogenannten Luftberuhigungskasten oder der Heizung Wasser, das früher oder später in den Innenraum leckt.
Nicht immer lasse sich Parken unter Bäumen vermeiden, aber Blätter und anderer Abwurf der Bäume sollten zumindest im Bereich der Frontscheibe und der Lufteinlässe entfernt werden, rät der TÜV-Experte. Gut geeignet dafür sei der Schneebesen, der als Teil der Winterausrüstung jetzt ohnehin ins Auto gehöre. Auch von der Motorhaube sollte Laub gefegt werden, denn sonst wehten die Blätter beim Losfahren an die Scheibe.
Bei den Wischerblättern ist Geduld gefragt
«Nahezu unvermeidbar ist es, dass bei dieser Arbeit etwas in den breiten Zwischenraum gelangt, in dem sich bei vielen Autos die Scheibenwischer verstecken. Und gern verhakt sich Laub dort mit den Wischerblättern», sagt Volk. Dann sind Geduld und Sorgfalt angesagt.
«Die letztlich wenigen Sekunden, die es zum Entfernen braucht, lohnen sich auch unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit», sagt Norbert Ollek von der TÜV-Süd-Tochter APZ (Auto Pflege Zentrum Darmstadt). Laub und vor allem Baumnadeln störten nämlich die Reinigungswirkung der Wischer nachhaltig und könnten sie sogar unbrauchbar machen.
Selbst regelmäßiges Abkehren verhindert nicht, dass etwas auf das Einlassgitter der Lüftung gelangt. Dieses Gitter ist vielfach erst nach dem Öffnen der Motorhaube zu erreichen. Die Reinigung bietet sich anlässlich der Ölkontrolle oder vor einer Wagenwäsche an. Das Auto sollte dabei trocken sein, denn dann lässt sich die Biomasse besser entfernen. «Manche Profis nehmen einen starken Staubsauger für eine besonders gründliche Säuberung», sagt Ollek.
sgo/eia/ham/news.de/dapd