Mazda 3 1.6 l MZR Japans flotter Dreier

Mazda 3 1.6 MZR Prime-Line (Foto)
Macht nach seinem Facelift eine bessere Figur: Beim Mazda 3 1.6 MZR steht der Fahrspaß wieder ganz im Mittelpunkt. Bild: pi

Der Fahrspaß steht bei Mazda schon immer im Mittelpunkt. Auch beim Facelift des Mazda 3 geht dieses Prinzip nicht verloren: Mit überarbeitetem Fahrwerk und besserer Lenkung sorgt der kleine Japaner für große Konkurrenz.

Als 1977 der erste Mazda 323 auf der Frankfurter IAA vorgestellt wurde, hätte man die Autos einfach einfliegen können. Doch Mazda hat sich eine Extrawurst gebraten. Zwei 323 fuhren 15.000 Kilometer weit vom Werk in Hiroshima bis nach Frankfurt. Inzwischen ist aus dem 323 der Mazda 3 geworden. Seit 2003 wurden drei Millionen Stück verkauft. Und noch immer steht das Fahrerlebnis im Vordergrund: Zu den Änderungen am Mazda 3 zählt ein Feinschliff an Lenkung, Karosserie und Fahrwerk, was bei einem Facelift eher selten passiert.

In Sachen Fahrverhalten konnte sich der Mazda 3 bisher locker mit dem Golf messen, jetzt gewinnt er Komfort und Dynamik. Mit geänderten Verstärkungen im Unterboden haben die Ingenieure die Karosserie versteift, die Dämpfer wurden neu abgestimmt. In der Praxis ist der Wagen bei unebener Fahrbahn nun ruhiger unterwegs. Bisher geriet der straff abgestimmte Japaner manchmal leicht ins Hoppeln. Die Servolenkung haben sich die Entwickler ebenfalls vorgenommen. Auch in schnellen Kurven vermittelt die nun einen ausgezeichneten Fahrbahnkontakt und spricht sehr direkt an.

Mazda 3 1.6 l MZR
Asiatische Schönheitschirurgie

In anderen Disziplinen hinkt Mazda dagegen hinterher. So fehlt die flächendeckende Start-Stopp-Automatik. Sie steht nur für den Zweiliter-Benzindirekteinspritzer zur Verfügung. Die Motorenpalette des Wagens bleibt nach dem Facelift unverändert: drei Benziner von 105 bis 260 PS, zwei Diesel von 115 bis 185 PS. Die minimalen Verbrauchsverbesserungen gehen auf eine leicht modifizierte Aerodynamik zurück. Stoßfänger und Hinterteil des Wagens wurden neu gestaltet, die Unterbodenabdeckung vergrößert.

Nicht sparsamer, aber sauber verarbeitet

Das Basismodell Prime-Line (ab 16.990 Euro) wird von einem 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benziner mit 105 PS/77 kW angetrieben. Für die meisten Bedürfnisse dürfte dieser Antrieb ausreichen. Der Motor ist drehfreudig, braucht aber für ordentliches Vorankommen keine allzu hohen Drehzahlen. Laut wird das Aggregat nur unter Volllast, ansonsten hält es sich im Hintergrund. Eine Schaltanzeige im Instrumentenbrett mahnt zum Gangwechsel, wenn die passenden Drehzahlen erreicht sind. Die Fünfgangschaltung ist knackig mit kurzen Wegen, doch der kräftige Benziner könnte sechs Gänge gut vertragen. Die gibt es erst beim 2.0 MZR mit 150 PS. Alternativ zur Handschaltung steht für den Basisbenziner 1.6 erstmals eine Automatik zur Verfügung, die mit vier Stufen allerdings keinen Innovationspreis gewinnt.

Den Durchschnittsverbrauch des 1.6 MZR gibt Mazda mit 6,4 Litern pro 100 Kilometer an. Zum Vergleich: Der Ford Focus 1.6 Ti-VCT (105 PS) verbraucht im Schnitt 5,9 Liter, der Kia Cee'd 1.6 (125 PS) 6,3 Liter, der Opel Astra 1.6 (115 PS) ebenfalls 6,3 Liter und der VW Golf 1.2 TSI (105 PS) 5,7 Liter. Der Mazda ist also nicht sparsamer als seine Konkurrenten. Dafür benötigt der Japaner im Gegensatz zu manchen Autos mit kleinen Turbomotoren wenig Gaseinsatz, bei einer normalen Landstraßenfahrt begnügt er sich mit 5,4 bis 5,9 Litern pro 100 Kilometer.

Im Cockpit wurden im Rahmen des Facelifts die Instrumente neu gestaltet und die Kunststoffe dunkler eingefärbt. Geblieben sind die saubere Verarbeitung und der übersichtliche Cockpitaufbau. Das bisher umständliche und funktionsarme Navigationssystem mit winzigem Bildschirm wurde durch ein voll integriertes 5,8 Zoll großes TomTom-Navi mit einer kombinierten Touchscreen- und Tastenbedienung ersetzt. Der Aufpreis beträgt 720 Euro, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB-Anschluss sind dann auch an Bord.

Gutes Klima nur gegen Aufpreis

Zur Serienausstattung des Mazda 3 zählen unter anderem ESP, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Außenspiegel, Bordcomputer und CD-Radio. Abgesehen von den nicht in Wagenfarbe lackierten Türgriffen macht das nackte Basismodell keineswegs einen kargen Eindruck. Allerdings bieten manche Konkurrenten eine Klimaanlage serienmäßig. Dafür hat der Mazda immerhin vier Türen an Bord und nicht nur zwei wie zum Beispiel der Basis-Golf (ab 16.975 Euro).

Neben der Basisversion Prime-Line gibt es für Mazdas Dreier noch die Version Center-Line (ab 18.790 Euro) und die Sports Line (ab 24.290 Euro). Das Modell Exclusive-Line entfällt, dafür rollt das reichhaltig ausgestattete Modell Edition ab 19.990 Euro zum Händler.

ham/rzf/eia/news.de/pi

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