Dank Navi Sparen statt Stau

So helfen Navigationsgeräte beim Spritsparen (Foto)
Ist das Navi richtig eingestellt, lassen sich im Jahr etliche Kilometer einsparen und Staus umgehen. Bild: dpa

Staus kosten Geld und verschmutzen die Umwelt. Abhilfe schafft moderne Elektronik: Immer mehr Navigationsgeräte errechnen die ökonomischste und ökologischste Strecke. News.de sagt Ihnen, wie das Sparen mit Navi funktioniert.

Immer mehr Navigationsgeräte errechnen die ökonomischste und ökologischste Strecke. «Viele Hersteller bieten dazu einen Öko-Modus an», sagt Frank Volk von TÜV Süd in München. Neben Streckenlänge und -profil zählt für die Wirtschaftlichkeit vor allem das Verkehrsaufkommen. Besonders schlecht für die Bilanz sind Staus. Wenn der Verkehr ins Stocken gerät, steigt der Verbrauch im Schnitt um bis zu 20 Prozent. Bei durchschnittlich 60 Stunden jährlichem Stauaufenthalt summiert sich der sinnlose Spritverbrauch hierzulande auf beinahe 300 Millionen Liter Sprit. Umweltbelastung: mehr als 700.000 Tonnen CO2.

Das Navi loht sich auch auf der Hausstrecke

«Wer sein Navi häufig benutzt, spart. Das gilt selbst für die Nutzung auf täglich befahrenen Strecken», betont Martin Grzebellus vom Navigationsdienstleister NavCert, einem Unternehmen der TÜV Süd Gruppe. Es lohne sich, selbst für bekannte Routen das Navi zu nutzen, um immer aktuelle Verkehrsinformationen zu haben.

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Untersuchungen des sozialwissenschaftlichen Forschungsunternehmens NuStats haben ergeben, dass Nutzer von Navigationssystemen bei einer jährlichen Fahrleistung von rund 20.000 Kilometern durchschnittlich 2500 Kilometer weniger unterwegs sind und dadurch zwölf Prozent weniger Sprit verbrauchen. Kostenersparnis im Jahr: über 400 Euro. Der Vorteil für die Umwelt liegt im Mittel bei rund 25 Gramm CO2 weniger pro Kilometer.

Sparen mit der richtigen Einstellung

Eine gute Navi-Lösung besitzt zwei Komponenten: Zum einen die eigentliche Navigation mit Empfänger für das Global Positioning System (GPS) und einer elektronischen Karte. Sie bringt den Nutzer genau zum Ziel. Die zweite Komponente, der Empfänger für Verkehrsmeldungen, hilft, Staus zu umfahren. «Zusätzliche Verkehrsinfos reduzieren Reisezeiten und -strecken. Die größten Einsparungen werden erfahrungsgemäß im Berufsverkehr erzielt», sagt TÜV-Mitarbeiter Volk.

Falsche Navigation ist oft Einstellungssache. Wichtig ist, «kürzere Zeit» oder «geringen Kraftstoffverbrauch» in der Routenführung zu wählen - und nicht «kürzeste Strecke». «Manchmal schlagen Geräte eine zwei Stunden längere Fahrzeit vor, um zehn Kilometer Weg zu sparen», sagt Grzebellus.

Zunehmend kommen Verkehrsinfos per Internet

Meldungen über Staus und andere Verkehrsinformationen erhalten die meisten Navis über UKW und den Traffic Message Channel (TMC). Dieser Dienst bietet die Grundausstattung an Verkehrsinformationen. Er ist kostenlos und wird unhörbar über die öffentlich-rechtlichen Radiosender ausgestrahlt. Wer mehr möchte, muss zahlen: Der Premium-Service namens TMCpro oder Navteq Traffic läuft im Hintergrund des Privatfunks und kostet eine Gebühr von etwa 30 bis 50 Euro. Diese sind im Preis des entsprechend teureren Navigationsgeräts enthalten. Eine Nachrüstung ist nicht möglich. TMCpro bekommt seine Basisinformationen durch 4000 automatische Datensensoren an Autobahnbrücken, 5500 in die Fahrbahn integrierte Sensorschleifen sowie etwa 50.000 Fahrzeuge mit FCD-Technik (Floating Car Data).

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Ein weiterer Informationsträger ist das Internet. Dazu ist im Navi ein Mobiltelefon-Modul eingebaut. Diese Informationstechnik verspricht eine ganze Reihe von Vorteilen: Es kommen mehr Verkehrsnachrichten herein und auch mit höherer Qualität. Der mobile Internetzugang kostet aber ebenfalls Geld. Wie bei Handyverträgen gibt es diverse Gebührenmodelle - darunter auch Flatrates, die für unter 50 Euro pro Jahr sogar im Ausland gelten.

sgo/eia/rzf/news.de/ddp

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Olaf
  • Kommentar 1
  • 07.11.2011 13:00

Liebe Redaktion, Euer Beitrag ist oberflächlich. Die "Stau-Umfahrung" ist zumeist eine Falle. Die Umleitungsstrecke hat nämlich nur ein Viertel der Autobahn-Durchlaßkapazität. D. h. sie ist im Nu mit Trucks und anderen Kfz verstopft. Es lohnt sich also nur dann die Ausweichempfehlung zu benutzen, wenn die Ursache des Staus ein größerer Unfall ist, dessen Beräumung mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird. Dazu muß man natürlich die Ursache kennen. Also Radio an, Nachrichten hören und dann entscheiden, ob man auf der A ... bleibt.

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