Honda Jazz Hybrid Freiheitsgefühle im Kleinwagen

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News.de-Redakteurin Mandy Hannemann. Bild: news.de

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Japaner sind praktisch: Dienstbeflissen, klein und wendig machen sie den täglichen Pendelverkehr angenehm. Das gilt auch für den neuen Honda Jazz Hybrid. In manchen Details treffen dessen japanische Eigenarten aber nicht den europäischen Geschmack.

Eines muss man dem Honda Jazz Hybrid lassen: Er ist ein Leisetreter. Ob er durch den Verkehrsdschungel schleicht oder rasant über die nächtliche Landstraße flitzt - zu hören ist der Hybrid kaum. Angenehm ruckelfrei sorgt das Automatikgetriebe dafür, dass der Japaner an Tempo zulegt. Nur bei Anfahrt an Steigungen braucht der Kleinwagen manchmal einen Tick länger.

Dabei hinterlässt das Fahrerlebnis mit dem Hybrid nachhaltigen Eindruck. Denn den Insassen bleibt das Gefühl nicht verwehrt, im Cockpit eines Hubschraubers zu sitzen. Die ausgreifenden Fensterflächen, einschließlich des Panoramadaches, sorgen für ungewohnt viel Licht - mehr Freiheitsgefühl geht nur mit einem Cabrio. Honda hat das Großraumkonzept für Kleinwagen hier erfolgreich umgesetzt.

Und auch in Sachen Verbrauch zeigt sich die Kombination von Elektro- und Benzinmotor als durchaus brauchbar. Dank Start-Stopp-Automatik und Rückgewinnung der Bremsenergie schafft der große Kleine ein annehmbares Verbrauchsniveau: Durchschnittlich 5,5 Liter auf 100 Kilometer - im stetigen Wechsel zwischen Schrittgeschwindigkeit und Tempo 100 - sind durchaus gut. Zum Vergleich: Der Honda Jazz Hybrid hat mit etwas mehr als 1200 Kilogramm Leergewicht den gleichen Verbrauch wie ein Toyota Yaris mit etwa 850 Kilogramm Leergewicht.

Das macht ihn zu einem angenehmen Begleiter vor allem für Pendler. Mit kleinem Wermutstropfen: Die lange und hohe Seite des Japaners bietet viel Angriffsfläche für Wind. Deshalb braucht der Kleinwagen nicht nur bei Herbststürmen eine fest Hand.

Keine Auszeichung bekommt der Wagen für sein Interieur: Die Instrumententafel ist beinahe so bunt beleuchtet wie ein amerikanischer Weihnachtsbaum, das Soundsystem auf der Mittelkonsole wirkt vollkommen überdimensioniert und das Cockpit insgesamt hinterlässt in der kantig-runden Linienführung einen eher verkrampften Eindruck.

In Sachen Platz zeigt sich dann, dass das Großraumkonzept für den Kleinwagen vorrangig auf optische Effekte setzt. Ob nun Fahrer oder Beifahrer: Wer größer als 1,90 Meter ist, hat in dem Japaner arge Sitzprobleme. Prädestiniert für blaue Flecke ist deshalb insbesondere der Beifahrer, der sich Schienbeine und Knie am tief in den Innenraum ragenden Cockpit immer wieder stößt.

eia/rzf/news.de

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