IAA-Trend Mein Auto, meine App, mein Smartphone 

Noch nie wurde auf der IAA so viel getwittert, gepostet und vernetzt wie in diesem Jahr. Das Auto - und nicht erst das von morgen - ist ständig online und erweitert den digitalen Lebensstil des Fahrers. 

Der Online-Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Versuchten Hersteller zuerst, das Internet einfach 1:1 ins Auto zu übertragen, werden Anwendungen (Apps) nun aufbereitet, sind intuitiv bedienbar und lenken nicht mehr vom Fahren ab. Auch Mercedes schwebt auf Wolke sieben: Der F125! ist permanent online. «Das zu Hause begonnene Hörbuch wird so im Fahrzeug am nächsten Morgen exakt an der richtigen Stelle weiter gespielt», heißt es bei Mercedes. Das Auto setzt den digitalen Lebensstil des Fahrers einfach auf Rädern fort. 

Ein weiterer Trend ist, möglichst viel Rechenleistung auszulagern, entweder von der Fahrzeug-Hardware über Steckverbindungen oder drahtlos zu einem mobilen Gerät oder gleich ganz weit weg zu einem zentralen Server. VW wählt beim Stadtflitzer Up! die mobile Lösung mit einem fünf Zoll großen Touchpad. Das hat sogar eine Verbindung zum CAN-BusController Area Network. Diese Schnittestelle macht Sensorinformationen für alle Steuergeräte nutzbar, reduziert die nötige Verkabelung und verbessert die Fehlererkennung. – quasi dem Gehirn des Autos – und kann damit Informationen wie Spritverbrauch, Drehzahl oder die Öffnung der Türen anzeigen.

Kommunikation im Auto
Nie mehr offline

Das Radio liest SMS vor

Sinnvoll sind mobile Applikationen auch bei Stromern. Beim neuen Elektro-Smart kann man per SmartphoneSmartphones sind streng genommen Mobiltelefone mit erweiterten Fähigkeiten - zum Beispiel für die Verwaltung von Kontakten, Terminen und Aufgaben (sogenannten PIM-Funktionen) - sowie multimedialen oder internetbasierten Anwendungen. Sie benutzen meist ein spezielles Betriebssystem, welches die Installation weiterer Programme erlaubt (Symbian OS, Windows-Mobile, Android). Der Begriff Smartphone wird oft synonym verwandt für Geräte anderer Gattungen, zum Beispiel Organizer oder PDAs mit Telefonfunktionen. von unterwegs den Ladezustand der Batterie überwachen, während das Auto an einer Tanksäule Strom zapft. Sobald die Ladung abgeschlossen ist, gibt es eine SMS. BMW hat für sein Elektroauto i3 ebenfalls eine Reihe von Apps in Vorbereitung, die zum Beispiel die Reichweite des Wagens auf einer Karte anzeigen. Eine solche App gibt es schon jetzt von All4IP Technologies aus Darmstadt. 

Bei Toyota stehen die Zeichen ebenfalls auf Vernetzung. Für einen Aufpreis von rund 200 Euro soll bald in allen Modellen ein neues Multimedia- und Navigationssystem verfügbar sein. Das ist deutlich günstiger als andere fest eingebauten Systeme, benötigt zur drahtlosen Datenübertragung aber ein internetfähiges Smartphone. Per Bluetooth-Kopplung wird das Toyota-System dann zum interaktiven Radio, kann empfangene SMS vorlesen und das eigene Telefonbuch anzeigen, samt Foto des Gesprächspartners. 

Spielerei für besseres Fahren

Die Funktionen des Toyota-Navis werden ständig erweitert. Das System ist vor allem als Hilfe im Alltag gedacht – aber eine Spielerei konnte sich Toyota dann doch nicht verkneifen: Mitarbeiter aus Schweden entwickelten die Wasserglas-App fürs Auto. Die App kann mehrere Fahrzeug-Sensoren auslesen, etwa für Giermoment und Geschwindigkeit. Wenn der Fahrer keinen Tropfen seines digitalen Wasserglases verschütten will, muss er also besonders sanft und gleichmäßig fahren.

Porsche 911 oder Smart, PS-Bolide oder Elektrostromer, online oder offline - welches ist das heißeste Auto der IAA 2011? Stimmen Sie ab im aktuellen news.de-Fotovoto.

rli/sca/cvd/news.de/pi

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