Di., 22.05.12

IAA 2011 16.09.2011 VW enttäuscht, Opel jagt Mercedes

Von News.de-Redakteur Sascha Gorhau, Frankfurt

Ford, Opel und VW: Sie sind die Massenmobilitätsausstatter der Deutschen. Auf der IAA präsentiert Ford seine neue Designsprache. Opel wertet den Zafira zum Konkurrenten der Mercedes B-Klasse auf und bei VW weht nur ein laues Lüftchen. News.de war vor Ort.

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Egal ob Peugeot oder Mercedes – Studien gibt es an vielen IAA-Ständen. Auch bei Ford. Dort hört der rote Renner auf den Namen Evos Concept. Mit vier Einzelsitzen und Flügeltüren gibt das Coupé einen Ausblick auf Designelemente, die in den Ford-Fahrzeugen der Zukunft Verwendung finden sollen. Auch technisch wagt der Evos einen Blick nach morgen: Lithium-Ionen-Batterien befeuern den Plug-In-Hybriden. Während der reine Plug-in-Antrieb bei Ford noch eine Weile dauern dürfte, so soll die neue Designsprache schon bald angewendet werden. In vier Monaten soll das erste Serienmodell mit frischem Aussehen vorgestellt werden.

Bereits erhältlich ist der neue Ford Focus, auf der IAADiese Virusinfektion der Leber ist weltweit verbreitet. Die Erkrankung beginnt mit Grippegefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. jedoch stellen die Kölner das sportliche ST-Modell des Kompakten vor. Auch Ford setzt bei der neuen ST-Generation auf Downsizing im Antrieb und verbaut nur noch einen aufgeladenen Vierzylinder anstatt des Vorgängers mit fünf Brennkammern. Der kompakte Überflieger ist nun erstmals auch als Kombi erhältlich. Egal, ob mit oder ohne Rucksack – allen ST-Modellen gleich sind die Sonderlackierung, die großen Leichtmetallräder, die Tieferlegung, der Dachspoiler und nicht zuletzt die zweiflutige Auspuffanlage. Noch mehr Leistung gibt's nur in den exklusiven RS-Modellen. News.de war mit dem 350-PS-Boliden RS 500 unterwegs.

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Während der sportliche Focus ST schon auf der Straße ist, ist der Fiesta ST auf dem Stand von Ford vorerst nur eine seriennahe Studie. Sie orientiert sich am aktuellen Fiesta-Rallyewagen RS WRCWorly Rally Championship, die Königsklasse im Rallyesport. und trägt entsprechend dick auf: ausgestellte Radläufe, reichlich Spoiler-Zierrat und üppige Alufelgen künden vom sportlichen Anspruch des Kleinwagens. Das knallige Orange passt dabei zum krawalligen Auftritt wie die Faust aufs Auge. Unter der Haube des Konzeptwagens steckt ein Vierzylinder-Diesel mit 180PS. Sie sollen den kleinen Kölner in knapp sieben Sekunden auf 100 km/h katapultieren und auf über 220 km/h Spitze treiben. Noch unklar ist, wann die Studie zur Wirklichkeit wird. 

IAA 2011
Der Lockruf der Frauen
Video: dapd

Der Opel Zafira jagt den Mercedes-Van

Auf Augenhöhe mit derB-Klasse von Mercedes zeigt Opel die dritte Generation des Familienvans Zafira. Der Rüsselsheimer Kompaktvan folgt der Modellentwicklung der Marke und wächst in den Außenabmessungen gegenüber seinem Vorgänger deutlich. Ähnlich wie die Konkurrenz aus Schwaben setzt Opel auf gewachsene Platzverhältnisse in allen drei Sitzreihen. Auch die Kopffreiheit ist gestiegen, der Innenraum wirkt luftiger als im Vorgänger. Dabei hat das Design an Dynamik zugelegt, gibt sich aber trotzdem nicht betont avandtgardistisch. Eine eher unbedeutende Rolle für den deutschen Markt spielt die neu vorgestellte Generation des Pick-Ups Ranger.

Sehen Sie die Neuerungen von Ford, Opel und VW in unserer Bilderstrecke.

Nicht zum ersten Mal ist der Opel Ampera Bestandteil des Messeauftritts der Rüsselsheimer: Bereits auf anderen Ausstellungen konnnten sich Kunden und Fachpublikum vom Konzept des Wagens überzeugen. An Bord befindet sich zwar auch ein Ottomotor – allerdings verfolgt er nur den Zweck, den Elektromotor des Wagens anzutreiben. So sind mehr als 300 Kilometer Reichweite möglich. Nur der Preis wird der ganz großen Verbreitung des Wagens im Wege stehen:Gut 50.000Stand: 8. Januar 2011. Euro muss man für ein reines Öko-Gewissen investieren. Sportliche Naturen dürften sich eher für den neuen Opel Astra GTC interessieren, der den kompakten Rüsselsheimer für die Schlacht gegen den Dauerrivalen Golf GTI wappnen soll. Neben einem knackigen Äußeren in der bekannte Form eines Shooting Brake ist Opel vor allem auf seine neu konstruierte Vorderachse stolz. Sie soll helfen, die Leistung des Fronttrieblers auch auf die Straße zu bringen.Als vierte Neuheit hat Opel den neuen Combo im Gepäck. Der Pkw-Van ist ab Werk schon mit CNG-Erdgasmotor erhältlich. Außerdem stehen vier Diesel und ein Benziner zur Auswahl.

IAA 2011
VW mit Kleinwagen ganz groß
Video: dapd

Langeweile bei Volkswagen

Typisch deutsch gibt sich VW: zurückhaltend bis unspektakulär. Der VW up! steht im Vordergrund des Messeauftritts der Wolfsburger. Mit dem Kleinwagen, der ab 10.000 Euro zu haben sein soll, kehrt VW zur Grundidee der Marke zurück. Die günstigen Einstiegspreise machen den Zwerg massenkompatibel. Allerdings lohnt sich auf hier ein Blick hinter die Kulissen: Nach bester VW-Tradition sind die Grundmodelle schlecht ausgestattet. Übliche Zusatzfeatures lassen sich die Wolfsburger teuer bezahlen. Mit etwas Ausstattung wird ein up! so schnell den Preis eines Polo oder auch eines Golf erreichen. Die drei Ausstattungsniveaus des Kleinwagens heißen take up!, move up! Und high up!. Die jeweiligen Preise dafür sind noch unbekannt. Enttäuschend sind die Antriebe: Zur Markteinführung setzt VW auf übliche Verbrennungsmotoren mit drei Zylindern, eine Start-Stopp-Funktion kostet sogar Aufpreis. Erst 2013 sollen Elektroantriebe zum Einsatz kommen. Schon im Dezember 2011 steht der up! Beim Händler.

Schon bekannt ist der Nachfolger des Ur- Beetles. Die zweite Generation des Käfer-Nachfolgers ist auf der IAA erstmals in Europa zu sehen. Insgesamt ist der Auftritt des ewigen Siegers der Herzen sportlicher geworden: länger, breiter, flacher. Dieser Auftritt soll dem Beetle weg vom Image des ewigen Frauenautos helfen und ihn für die Männerwelt attraktiver machen. Technik und Materialien stammtnatürlichaus dem VW-Regal, dennoch wollten die Ingenieure dem Beetle eine eigene Note verleihen. Attribute an den Käfer wie beispielsweise das kleine Handschuhfach oder das Armaturenbrett in Wagenfarbe tragen dem Rechnung. Als Überraschung zeigt VW auf der IAA, wie der sportliche Beetle R aussehen könnte. Er wird mehr Leistung haben als der Standard-Beetle. In ihm stehen Motoren zwischen 105 und 200 PS Leistung zur Verfügung. Preise ab 17.000 Euro sollen dem Beetle helfen, die enttäuschende Stückzahl von 1,15 Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit zu übertreffen. Reine Spielerei ist das Wolfsburger Forschungsfahrzeug Nils. Er ist einer von vielen elektrischen Kabinenrollern, die auf der IAA zu sehen sind. Der Leichtbau-Einsitzer ist für den reinen Stadt-Einsatz konzipiert und hat eine theoretische Reichweite von bis zu 65 Kilometern.

Audi, BMW und Mercedes: Lesen Sie hier, was die deutschen Premiummarken in Frankfurt zeigen und warum sich die Drei Großen in der Elektrofalle befinden.

Gehören VW Up! und Ford Evos zu ihren Favoriten? Treffen Mercedes und BWM doch eher Ihren Geschmack? Oder gehören Porsche und Ferrari zu ihren Traumautos? Voten Sie mit: News.de sucht das beste neue Auto der IAA 2011.

rzf/news.de
Leserkommentare (4) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Ernesto
  • Kommentar 4
  • 19.09.2011 15:56
 

Mit dem Kommentar 3 gehe ich konform!Die elektrischen Antrie be "koste was es wolle" in den Markt zu drücken ist falsch!Grundlage für diese Aussage ist das von der Umweltbehörde der Bundesregierung veröffentlichte "Tortendiagramm" über Anteile der CO2-Emissionen in Deutschland,in dem der PKW mit nur 12% und der übrige Verkehr mit 7% beteiligt sind!Die Energieerzeugung dagegen mit 41%,"denn der Strom kommt nicht allein aus der Steckdose"!Die Energiebillanzen E-Antriebe,inklusive der Energie-Erzeugung,im Vergleich zum modernen Diesel- antrieben,sprechen eindeutig für moderne Dieselmotoren!

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  • Ritchi
  • Kommentar 3
  • 17.09.2011 00:18
 

Nicht Opel zeigt sich auf Augenhöhe, nein, die B-Klasse versucht auf Augenhöhe mit dem Zafira zu kommen. Man muß Daimler aber zugute halten, dass sie es schaffen, billige Plastik und chinesisches Design teuer zu vermarkten. Und was heißt entäuschende Antriebe bei VW? 50.000 € für einen e-Opel oder teures Batterieleasing beim Smart sagt doch alles. Wo kommt denn der Strom zum Laden der Batterie her? Dank KKW-Ausstieg zu mind. 80 % aus Erdöl und -gas, die mit einem lächerlichen Wirkungsgrad zu Strom verCO2t werden. Unterm Strich erzeugen die Otto- und Dieselmotoren von VW weit weniger CO2 je km.

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  • Missis Bankrott
  • Kommentar 2
  • 16.09.2011 19:10
 

Jawohl, melde gehorsamst, Opel/Popel kommt, VW, Mercedes, BMW und Audi gehen in den Bankrott. :D

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  • Ernesto
  • Kommentar 1
  • 16.09.2011 15:41
 

Hallo Herr Sacha Gorhau,Sie sollten die unqualifizierte Berichterstattung über Europasgrößten Automobilhersteller Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb wie VW,mit Übernahme nach Lehr-o.Studien-Abschluß und seinen guten Konzern Produkten, bewiesen durch Kundenzuspruch(Verkäufe),ein- fach einstellen.Ich möchte Sie darann erinnern,das FORD u.OPEL US-Amerikanische Unternehmen sind,die im Ernstfall nur "hire and fire"kennen!Durch Leute wie "Sie" (Design um jeden Preis) mußten RENAULT den VEL SATIS u.SEAT den TOLEDO wegen "Häßlichkeit/Design" vom Markt nehmen!

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