IAA 2011 Audi, BMW und Co. in der Elektrofalle

Im Zwiespalt zwischen Öko und Leistung  (Foto)
Audi, BMW, Mercedes: Das haben die deutschen Premiummarken im Gepäck. Bild: news.de

Von News.de-Redakteur Sascha Gorhau, Frankfurt
Audi, BMW, Mercedes: Die deutschen Premiummarken haben Extreme im Gepäck. Zwischen schillernden Elektro-Studien und potenten PS-Boliden passiert nicht viel. News.de verrät Ihnen, welche Neuheiten an den Ständen der großen Drei zu sehen sind.

Vorsprung durch Technik, Freude am Fahren – die deutschen Hersteller begreifen sich als Vorreiter und Referenzgrößen im Automobilbereich. Logisch, dass sie auf ihrer Heimmesse in Frankfurt Größe demonstrieren wollen. Ein Besuch bei Audi, BMW und Mercedes zeigt, dass die deutschen Premiumanbieter in Extremen leben: ganz groß oder ganz klein, dazwischen sind die Premieren dünn.

Audi demonstriert schon schiere Größe, ehe man auch nur einen Schritt in Richtung des Messeauftritts der Ingolstädter gewagt hat: Sie geben sich nicht mit einer üblichen Messehalle zufrieden, sondern bauen kurzerhand ihr eigenes Gebäude in der Mitte der Frankfurter Hallen. Ebenso eindeutig ist die Marschrichtung von Audi: Die Flaggschiffe der Marke, die sportlichen S-Modelle, empfangen den Besucher gleich am Eingang: S5, S6, S7, S8. Im Hintergrund agieren die Öko-Trümpfe der Ingolstädter. Der Audi A2 soll den einst gefloppten kleinen Van wiederbeleben, diesmal mit Elektroherz. Daneben steht Audis Studie für die Stadt der Zukunft mit dem Namen Urban Concept. Hier verrät Audi-Chef Rupert Stadler, ob der elektrische Kabinenroller in Serie gehen wird.

IAA 2011
Das zeigen Audi, BMW und Mercedes

BMW zeigt die neue i-Reihe

Während die Ingolstädter ihre Elektro-Trümpfe eher im Hintergrund halten, stehen die Stromer bei BMW eher im Blickpunkt. Mit seinem Steckdosen-befeuerten Duo i3 und i8 will BMW mit der Mobilität von morgen ernst machen. Dabei spielt der avantgardistische i8 die sportliche Karte der beiden Modelle: Carbon-Leichtbau soll das Gewicht auf 1480 Kilogramm drücken, eine Systemleistung von 354 PS befeuert den Sportler (in der Kombination aus Verbrenner und Elektromotor) und eine dynamische Coupè-Form sorgt für eine ansprechende Optik. Offiziell liegen noch keine Preise vor, hinter der Hand jedoch macht die Zahl 150.000 Euro die Runde. Ein teures Stück Zukunft also.

Deutlich volksnäher – aber dennoch nicht günstig – ist der Stadtflitzer i3. Der 170-PS-Hecktriebler setzt auf das Antriebskonzept des Range Extenders und außergewöhnliche Designakzente wie die freistehene Lenksäule im Innenraum. 2013 soll der fertige i3 beim Händler stehen. Schon jetzt sind dort die beiden BMW-Modelle mit konventionellem Verbrennungsmotor zu haben: Der 1er geht in die zweite Runde und wohlhabende Familienväter freuen sich auf den neuen M5. Erfahren Sie hier alle Details zu dem kompakten Münchener.

Der BMW M5 macht Schluss mit dem schweren Zehnzylinder auf der Vorderachse und wird in seiner neuen Generation von acht Brennkammern mit Turbo-Schub beatmet. Ansonsten versprechen die Münchener die üblichen Optionen zur Verbesserung eines Sportlers, mehr Leistung (560 PS) bei weniger Verbrauch (9,9 Liter auf 100 Kilometer). An Zweiterem darf gezweifelt werden.

Ein Kompaktauto ist der Star bei Mercedes

Schwäbisch zurückhaltend gibt sich Mercedes. Für Aufsehen sorgt vor allem eine Studie am Stand der Stuttgarter, das Forschungsfahrzeug F125. Der viersitzige Flügeltürer soll einen Ausblick in die Oberklasse der Zukunft geben, eine Mischung aus großer Limousine und Coupé. Während dieser Flügeltürer mehr Schein als sein ist, ist der Roadster-Bruder des Mercedes-CLS ab sofort erhältlich. Wer fast 200.000 Euro investieren kann und will, der bekommt neben einem bolldernden V8-Motor mit 571 PS und neidischen Blicken fast alles geboten, was ein puristischer Sportwagen können muss. Nur ein Dach fehlt. Neben all dem Luxus muss ein bisschen Purismus eben sein.

IAA 2011
Die Schönheiten der Messe

Nicht ganz so sportlich, aber dennoch mit deutlich mehr Dynamik gesegnet wurde die andere Weltpremiere der Schwaben, die B-Klasse. Der Golf-Konkurrent will das Segment mit vielen Oberklassen-Features in Sachen Sicherheit und Luxus aufmischen. Zusätzlich sind die dynamische Optik und das üppige Platzangebot die Pfunde, mit dem Mercedes für den Kompaktvan wuchert. Bemerkenswert: Die B-Klasse verfügt im Fond mit 87 Millimetern über mehr Beinfreiheit als E- oder S-Klasse. Apropos E-Klasse: Im Rahmen einer Modellpflege wurde Mercedes' obere Mittelklasse kräftig überarbeitet. Der schwäbische Kassenschlager C-Klasse ebenfalls.

Lesen Sie im morgigen zweiten Teil, wie ausgerechnet Opel Mercedes Konkurrenz machen will und womit Ford und VW auf der IAA 2011 begeistern wollen. 

sca/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 1
  • 15.12.2012 12:13

In einer Schmarotzerrepublik investiert ein Arbeitnehmer viel Geld in ein Auto aus heimischer Produktion um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für seine Familie und sich sowie nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), und um nach einem Unfall mit Totalschaden auf dem Arbeitsweg keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung zu bekommen, während Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft erhalten, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

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