Von news.de-Redakteur Sascha Gorhau
Der Fiat Freemont ist der erste Spross der Ehe zwischen Fiat und Chrysler - und eigentlich ein Eintopf aus dem Chrysler-Regal von gestern. Denn der Mix aus SUV, MPV und Kombi ist ein aufgepeppter Dodge. News.de war mit dem US-Italiener unterwegs.Â
Er ist die Vorhut einer großen Modelloffensive des Fiat-Konzerns: der Fiat Freemont. Sieben neue Modelle wollen die Italiener in den nächsten 24 Monaten auf den Markt bringen. Vom Freemont sollen jedes Jahr 30.000 Exemplare in Europa verkauft werden. Das Grundgerüst für dieses ambitionierte Vorhaben ist ein Mitbringsel aus der Ehe der Italiener mit dem Chrysler-Konzern, der Dodge Journey. Schon der war nicht klar in eine Fahrzeugkklasse einzuordnen. Der Freemont spielt diese Karte offensiv aus: «SUVEin Sport Utility Vehicle (SUV) ist ein Pkw, der zwar den Komfort einer Limousine bietet, jedoch mit einer Geländegängigkeit und einer Karosserie ausgestattet ist, die einem Geländewagen ähnelt. MPV und Kombi, der Freemont will das Beste dieser drei Konzepte bieten», sagt Steffen Enzenauer von Fiat Deutschland.
Robuster Auftritt, hohe Sitzposition und dank optionalem Allradantrieb vage Offroad-Ambitionen sind der SUV-Anteil beim US-Italiener. Die hohe Flexibilität im Innenraum und gelegentliche Ausflüge zu siebt durch eine dritte Sitzreihe sind Anleihen aus dem MPV-Bereich. Schließlich sollen Kombi-Schmankerl wie viel Stauraum, hoher Nutzwert und gute Beladbarkeit die Kunden locken.
Dass Fiat dabei lediglich einen Dodge-Eintopf von gestern aufwärmt, davon will Manfred Kantner, CEODer Chief Executive Officer (CEO) ist die englische Bezeichnung für Geschäftsführer oder den Vorstand eines Unternehmens. Es kann auch den Vorsitzenden der Geschäftsführung oder des Vorstands bezeichnen. von Fiat Deutschland, nichts hören: «Wir haben beim Freemont eine Neukonfiguration aller wesentlichen Fahrzeugkomponenten übernommen. Der Antriebsstrang, das Fahrwerk und das Innenleben wurden komplett überarbeitet.»
Interieur deutlich aufgewertet
Ein Blick in den Innenraum bestätigt den deutschen Fiat-Chef: War der Dodge noch eine öde Plastikwüste in bester US-Tradition, so erfreut der Italiener nun mit hochwertigen Materialien. Das hat zwar kein Premium-Niveau, fühlt sich aber gut an und erfüllt seinen Zweck. Serienmäßig finden sich Steuerelemente für Radio und Mobilfunk im Lenkrad. Die Kommandozentrale allerdings ist das Touchscreendisplay in der Mittelkonsole. Unter anderem Klimaanlage und Multimedia-Einheit lassen sich damit bedienen. Negativ: Obwohl das news.de-Testfahrzeug nicht mit einem Glasdach ausgestattet war, lassen sich die Inhalte des Displays bei starker Sonneneinstrahlung sehr schlecht ablesen.
In Sachen Fahrwerk hatte die Dodge-Basis dringenden Nachholbedarf, lag sie doch eindeutig zu schwammig auf der Straße, ihre Lenkung zu indifferent. Diese US-Marotten konnten die italienischen Ingenieure dem Freemont nicht austreiben. Auch die Steuerung des Wagens könnte einen Tick präziser sein. Ansonsten gibt sich der Wagen im Fahrbetrieb souverän. Er ist vorerst nur mit Frontantrieb erhältlich. Eine Allradversion wird spätestens 2012 bei den Händlern stehen. Der Hersteller rechnet damit, dass jeder fünfte Freemont von beiden Achsen angetrieben werden wird. Jedes Fahrzeug verfügt über eine reichhaltige Ausstattung von verschiedensten elektronischen Fahrassistenten, die viel Sicherheit versprechen. Auch eine Berganfahrhilfe ist an Bord. Die allerdings agierte im Testbetrieb etwas behäbig und provozierte so den Effekt, den sie eigentlich vermeiden sollte: das Absterben des Motors.
Diesel mit 140 oder 170 PS
Neben dem genannten Hill Holder bietet der Freemont jede Menge Ausstattung ab Werk: Leichtmetallfelgen, schlüssellose Zünd- und Schließanlage oder Radio mit CD sind serienmäßig verbaut. Highlight des Italieners ist der praktische Innenraum mit zahllosen sinnvollen Ablagefächern und dem flexiblen Sitzsystem. Wer die dritte Reihe übrigens nicht benötigt, dem erlässt Fiat 500 Euro Kaufpreis. Der beträgt beim kleinen der beiden Selbstzünder im Programm 25.990 Euro. Der 140-PS-Diesel erfreut durch kräftigen Durchzug und präsentierte sich in der news.de-Testrunde mit einem Verbrauch von weniger als sieben Litern im klassenüblichen Rahmen. Der größere Diesel-Bruder leistet 170 PS und ermöglicht noch schaltfauleres Fahren. Der Verbrauch ist mehr oder weniger gleich. Kein Wunder, haben beide Aggregate doch dieselben Eckdaten: vier Zylinder mit zwei Litern Hubraum.
Durch seinen üppigen und durchdachten Innenraum kann der Freemont am meisten punkten. Der US-Italiener rückt der etablierten Crossover-Konkurrenz vom Schlage eines Nissan Qashqai oder Ford S-Max mit seiner prallen Ausstattung auf den Leib. Dennoch bleibt Fiat bescheiden: Das Absatzziel bleibt bei 5000 Stück. Der Fiat Freemont ist ab sofort beim Händler.Â
cvd/news.de
Es ist NICHT der Nitro sondern der Dodge Journey So ist es im Pressewald! Keine Ahnung hauptsache geschrieben!
jetzt antwortenKommentar meldenEndlich wurde das Plastik gegen Kunststoff ausgetauscht !!!! HI !!!!!!!!!!!!!!!
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