Nissan 370Z Roadster Der perfekte Gentleman 

Zahmes Monster: Der Nissan 370Z Roadster kommt mit 328 PS auf der Hinterachse. Trotzdem ist er stets beherrschbar und ein alltagstauglicher Sportler. Wer braucht da noch Porsche, Audi oder BMW?

Sophia_Sieber (Foto)
News.de-Redakteurin Sophia Sieber. Bild: news.de

Der Nissan 370Z Roadster setzt sich optisch deutlich von der feinen, deutschen Konkurrenz ab. Wuchtig und kraftvoll steht er da und ähnelt dabei einem angriffslustigen Hai, der seine Beute umlauert und jede Sekunde zuschnappen könnte. Doch das wird er nicht tun, das hat er gar nicht nötig. Er muss sich nicht beweisen. Wenn er wollte, könnte er sie alle kriegen - die TTs, Z4s und sogar die Caymans der Nation. Immerhin treiben den Nissan satte 328 PS auf der Hinterachse.

Die Stärke des Japano-Roadsters liegt im entspannten Cruisen über Landstraßen, die genau so kurvenreich sind wie er selbst. Dann ist es im Nissan muxmäußchenstill, trotz des offenen Verdecks und die Bose-Soundanlage kann zeigen, dass sie sowohl die Höhen als auch die Tiefen perfekt beherrscht. Fahrspaß pur. Und dabei ist der Nissan so herrlich bequem, dass man fast vergisst in einem Sportler zu sitzen. Der Roadster ist einfach ein echter Gentleman, der seinem Fahrer jederzeit das Gefühl der absoluten Sicherheit und Kontrolle vermittelt.

Auch im Stadtverkehr kann er seine Stärken ausspielen: Flotte Spurwechsel sind kein Problem, Einparken ist dank Rückfahrkamera komfortabel. Und sogar als Shoppingbegleiter macht der Straßenhai eine gute Figur. Schmunzeln wird der ein oder andere sicher über die kurze Anleitung auf der Kofferraumklappe: «How to store a golfbag». Wer keine Golftasche hat, bekommt aber auch die Einkaufstaschen wunderbar unter und sogar für einen Wochenendtrip gibt es ausreichend Platz.

Aber der 370Z Roadster hat Macken, die ihm gar nicht gut stehen: Im allzu schicken Dress sollte Frau nicht im Nissan Platz nehmen. Hässlich steht von den geöffneten Türen ein schmieriger Metallzylinder hervor. Beim Aus- und Einsteigen bleiben die Insassen schnell daran hängen.

Weniger gut gelungen ist auch das Handling des schicken Stoffdachs. Wer es öffnen oder schließen möchte, muss anhalten - eine Ampelphase reicht dafür in der Regel nicht aus. Das geht besser. Wer etwas kleiner ist, der würde sich zudem wünschen, Lenkrad und Sitze genauer einstellen zu können.

Diese kleinen Schönheitsfehler verzeiht man dem 370Z Roadster aber gerne. Der hochwertig verarbeitete Wagen kostet weit unter 50.000 Euro. Ganz schön blöd, wer da nur des Prestiges wegen noch 10.000 oder 15.000 Euro drauflegt. 

rzf/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig