Autokauf Neuwagen zum Schnäppchenpreis

Im August gab es deutlich höhere Preisnachlässe für Neuwagen. Vor allem ausländische Hersteller griffen häufiger zum Rotstift, um den Verkauf ihrer Fahrzeuge anzukurbeln. Wer also Geld für einen Neukauf übrig hat, kann jetzt richtig sparen.

Neuwagen (Foto)
Auch bei BMW gab es im August reichlich Prozente beim Neuwagenkauf. Bild: dpa

Laut Rabatt-Index des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen lagen die Preisnachlässe bei den 318 registrierten Verkaufsförderaktionen der Autobauer durchschnittlich bei elf Prozent. Doch hätten Fiat, Citroen und Co. auch 18 Modelle mit Rabatten von mehr als 25 Prozent in den Markt geschoben. Eine derartige Rabattflut habe es seit Januar 2010 nicht mehr gegeben.

Vor allem Fiat, Citroen und Renault buhlten der Studie zufolge mit Spitzenrabatten um Kunden. Doch auch Honda, Toyota, Volvo und Chevrolet boten für einzelne Modelle Preisnachlässe von mehr als 20 Prozent.

Rabatt für Neuwagen liegt bei knapp 15 Prozent

Auch die Neuwagen-Rabatte bei Internet-Vermittlern stiegen der Studie zufolge weiter an. Der durchschnittliche Händler-Rabatt für die 25 verkaufsstärksten Modellreihen habe im August mit 14,9 Prozent den höchsten Stand in diesem Jahr erreicht, heißt es in der Studie.

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So stiegen die Durchschnittsrabatte für die 3er-Serie von BMW der Marktübersicht zufolge von 16,8 auf 18,2 Prozent. Der Ford Fiesta war online 22,9 Prozent unter dem Listenpreis zu haben. Den Opel Astra gab es mit 20,5 Prozent Nachlass. Vergleichsweise preisstabil zeigten sich dagegen Audi und VW. Hier lagen die Rabatte meist um die 14 Prozent.

Rabatte als Warnsignal

Der Duisburger Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer wertet die steigenden Rabatte im deutschen Automarkt als Zeichen dafür, dass der deutsche Automarkt fragiler sei, als die offiziellen Zulassungszahlen vermuten ließen. Die Krise an den Finanzmärkten gehe wohl nicht spurlos an der Realwirtschaft vorüber.

«Eine so große Anzahl von Rabattaktionen mit über 25 Prozent Nachlass bei so vielen Modellreihen wurde von uns seit Januar 2010 nicht mehr gemessen. Und 2010 war das schlechteste Jahr im deutschen Automarkt seit der Wiedervereinigung», schrieb Dudenhöffer. Die Rabatte seien ein bedenkliches Zeichen. Es spiegele die hohen Konjunkturrisiken der Staatsschuldenkrisen und die Erwartung eines deutlich nachlassenden Wirtschaftswachstums wider. 

Zwar habe im August die Zahl der Neuzulassungen von Personenwagen noch einmal um 18 Prozent höher gelegen als im Vorjahresmonat. Dies sei aber zum Teil das Ergebnis von hohen Auftragsbeständen aus den Vormonaten, die im August durch verkürzte Werksferien abgearbeitet worden seien. Außerdem sei die hohe Nachfrage auch das Resultat hoher Rabatte bei den Importeuren.

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rzf/som/news.de/dapd

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