Der A2 war einer der wenigen Flops, den Audi in den vergangenen 20 Jahren produzierte. Nun kommt er zurück - als Elektro-Mobil. Auf der IAA ist erstmals die Studie des zukünftigen Cityflitzers zu sehen.
Vom A2 hatte sich der Volkswagen-Konzern bei seiner Premiere Ende der 1990er Jahre deutlich mehr erhofft. Doch die Kunden störten sich am wenig schmucken Design und dem hohen Preis, der zum Teil über dem des deutlich sportlicher positionierten Audi A3 lag. Die Leichtbaukarosse aus Aluminium wussten zu wenige Kunden zu schätzen. Nach 180.000 verkauften Fahrzeugen wurde die Produktion im Werk Neckarsulm 2005 sang- und klanglos eingestellt.
Jetzt kommt der Audi A2 zurück auf die Bildfläche. Das wenig sehenswerte, aber dynamisch effiziente Grunddesign hat der neuzeitliche A2 behalten. Die Konzeptstudie, die erstmals in Frankfurt auf der IAA zu sehen sein wird, ist 3,80 Meter lang und wird von einem Elektromotor angetrieben. Mit 1,69 Metern Breite und 1,49 Meter Höhe gleichen die Proportionen seinem Vorgänger, der ebenfalls für vier Personen konzipiert war.
Ein überdimensionales Glasdach bringt viel Licht in den Innenraum. Es lässt sich jedoch ähnlich wie beim neuen Mercedes SLK blickdicht als Sonnenschutz schalten. Die Konzeptstudie des Audi A2 hat einen ebenen Innenboden, unter dem die Batterien untergebracht sind. Am Fahrersitz ist die Mittelkonsole befestigt, die hintere Konsole wächst aus dem Hinterwagen zwischen den beiden Fondsitzen heraus.
Die vier dünnen Einzelsitze wirken besonders leicht, unter den klappbaren Sitzkissen liegen Stauräume, die Laderaum ergänzen. Zwischen den Fondsitzen lässt sich zum Beispiel ein Fahrrad befestigen. Der Audi A2 bietet innen und außen ein besonderes Lichtkonzept aus gebündelten LEDs. Ein Leuchtband zieht sich an der Schulterlinie des Fahrzeugs entlang.
Im Gegensatz zur ersten A2-Generation, die als Benziner und Dieselversion erhältlich war, kommt der neue Audi A2 im Jahre 2013 nur als Elektrofahrzeug, jedoch auch mit einem Reichweitenverlängerer (Range Extender) auf den Markt. So ausgestattet will er gegen den BMW i3 antreten.
bok/sis/news.de/pi