Käfer-Nachfolger VW Up Der knuddelige Stadthüpfer

VW Up (Foto)
Zur Serienausstattung des neuen VW Up! wurde noch nichts verlautbart.   Bild: pi

Was der VW Beetle nicht mehr ist, könnte der Up in Zukunft werden: Ein günstiges Auto für Jedermann. Der VW Up bekommt ein mobiles Infotainment-System, eine automatische Notbremsfunktion und ein eigenes Finanzierungsmodell für den kleinen Geldbeutel.

Dieses Auto wird Smart ganz schön wehtun. Der VW Up ist 3,54 Meter lang und 1,64 Meter breit, bietet Platz für vier Personen und 251 Liter Kofferraumvolumen. Klappt man die Rücksitzlehne um, warten in dem 1,48 Meter hohen Wägelchen sogar 951 Liter Stauraum. Da wird es eng für den Smart, zumal VW den Up für einen ähnlichen Einstiegspreis anbietet. Er dürfte irgendwo zwischen 9000 und 10.000 Euro liegen. Im Dezember kommt VWs Kleinster auf den Markt.

Das Baby aus Wolfsburg sieht - jedenfalls für VW-Verhältnisse - zum Knuddeln aus, schaut aus großen Scheinwerfer-Augen in die Welt und trägt stolz sein großes Volkswagen-Logo auf dem Mini-Grill. Die spielerische Leichtigkeit eines Fiat 500 oder Mini kann der etwas streng gezeichnete Up nicht vorweisen. Aber: Er verspricht viel Auto auf kleinstem Raum und präsentiert sich als Käfer-Nachfolger. «Wenn man so will, demokratisiert der Up! - wie einst der Käfer in den 1950er Jahren - erneut das Autofahren», heißt es aus Wolfsburg. Der Nachfolger des VW Fox soll vor allem für den kleinen Geldbeutel erschwinglich sein. Das Unternehmen sieht deshalb ein eigenes Finanzierungsmodell mit besonders flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten vor.

Käfer-Nachfolger VW Up
Günstig und geräumig
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75 PS und City-Notbremsfunktion 

Ab 2013 bekommt der Up einen Elektroantrieb und greift dann frontal den Elektro-Smart an, doch zum Markstart wartet erst einmal ein kleiner Benzinmotor. Der leistet 60 PS oder 75 PS und hat einen Liter Hubraum. Der sparsamste Dreizylinder soll im Schnitt 4,2 Liter Sprit pro 100 km verbrauchen und ist mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet. Als Alternative steht ein Erdgasmotor zur Verfügung, der 68 PS leistet. Dessen Durchschnittsverbrauch von 3,2 Kilogramm Gas pro 100 Kilometer entspricht einem CO2-Wert von 86 g/km. Es gibt auch eine spezielle BlueMotion-Technology-Version, die einen CO2-Wert von 79 g/km erzielen soll. Damit unterbietet der VW Up sogar den Diesel-Smart, der beim CO2-Ausstoß auf 86 g/km kommt.

Serienmäßig hat der Kleinstwagen aus Wolfsburg unter anderem eine City-Notbremsfunktion an Bord. Per Lasererfassung erkennt das System Hindernisse und bremst den Wagen unterhalb von 30 km/h automatisch ab, um einen Unfall zu vermeiden oder zumindest den Aufprall abzumildern. Volvo hat zwar schon ein ähnliches System anzubieten, in der Winzlingsklasse gab es das bisher noch nicht.

Take, move oder high up?

Das Cockpit des Up ist einfach aufgebaut, dank eines Armaturenbrettes in Wagenfarbe aber nicht langweilig. Ein simples Instrumentenbrett mit drei runden Elementen und eine Klima-Bedientafel mit integriertem Radio sind die wesentlichen Komponenten. Dazu kommt noch ein optionales Entertainment-System, das bei VW «Portable Infotainment Device» (PID) heißt. Navigation, Telefon, Unterhaltung und Fahrzeuginformation sind passend zurSmartphone-Welle in diesem PID vereint, dasnatürlichherausnehmbar ist. Auch Fahrzeugfunktionen wie die Einparkhilfe sind auf dem mobilen Bildschirm zu sehen. Die Verschmelzung mobiler Applikationen mit dem Auto hatte VW erstmals in seiner Bulli-Studie auf dem Genfer Salon gezeigt.

Zur Serienausstattung des Up gibt es noch keine Informationen. Er kommt in drei Ausstattungslinien auf den Markt: Der einfache «take up!» ist die Basisversion, der «move up!» bietet mehr Komfort und der «high up!» wird das Top-Modell. Als Extra wird es kleine Transportboxen im Up-Design geben, die für verschiedene Einsatzbereiche gut sind - zum Beispiel eine «Kid Box» mit einer Tasche für Baby-Utensilien. Die Öffentlichkeit kann sich vom Up auf der IAAim September ein Bild machen, dort wird der Winzling der Star des Volkswagen-Messestandes.

bok/ham/news.de/pi

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • tssss
  • Kommentar 4
  • 23.08.2011 22:56

@ Kommentar Nr. 1: die erste version vom UP auf der IAA 2007 hatte noch heckmotor und hinterrad-antrieb. und in serie geht er mit frontmotor und frontantrieb. - i weiss it warum, aber i find den UP cool. den muss i mir in echt angucken!

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  • Romano Zannantonio
  • Kommentar 3
  • 23.08.2011 17:29

Ich bräuchte einen stadthüpfer mit 4 türen

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  • Blueboy
  • Kommentar 2
  • 23.08.2011 15:37

Sieht knuddelig aus, aber das Grund-Design ist vom Renault Twingo seit den 90ern immmer wieder variiert und nichts neues. Das Einzige: Endlich bekommt man/frau solch ein Auto von einer qualitätsbewußten Firma und kann sich darauf freuen, dass alles funktioniert und sich solide anfühlt. Daher gebe ich diesem UP schon ein großes Potential, besonders wenn er in einfachst! Ausstattung sehr günstig angeboten werden kann. Hier wird endlich wieder der wahre "Volkswagen" neu geboren. Das täte dem Namen und Image weltweit gut. Anders als der peinliche "Phaeton"! Aber "robust und einfach" muss er sein!

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