BMW X1 xDrive 18d Gut und teuer

BMW X1 xDrive (Foto)
In der Premiumklasse muss der X1 keine Konkurrenz von Audi oder Mercedes fürchten.  Bild: dapd

BMW ist seiner deutschen Konkurrenz im Segment der Crossover einen großen Schritt voraus. Mercedes hat noch gar keinen Kandidaten und Audi zaubert mit Verspätung gerade erst den Q3 aus dem Hut. Doch aus Japan rüttelt der Nissan Qashqai am BMW-Thron. Der X1 im Praxistest.

Mit dem X1 ist BMW vor zwei Jahren nach unten geklettert. Die Bayern treten mit dem X1 im Segment der Mittelklasse-SUV gegen Konkurrenten an, die ansonsten wenig mit der erlauchten Premium-Liga zu tun haben. Gegen die starken Gegner aus Japan und Korea versucht sich der X1 mit bewährten BMW-Tugenden: Fahrdynamik, sportlichen Ambitionen, kraftvollen Aggregaten und einer Aufpreisliste, die keine Grenzen zu kennen scheint.

Eine ordentliche Vorstellung liefert der Einstieger-Crossover von BMW an der Zapfsäule ab. Auch wenn der versprochene Durchschnittsdurst von 5,7 Litern Diesel nicht stimmt, verbrauchte der BMW X1 xDrive 18d im Praxistest 6,9 Liter. Die Start-Stopp-Automatik senkt in der Innenstadt und im Stau zwar den Verbrauch, bringt bei jedem Startvorgang jedoch ein ordentliches Rütteln in den Bayern.

BMW X1
Der Crossover-König
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Auf der Autobahn erst wacker, dann unwillig

Der X1 ist im Hause BMW zwar das Einstiegsmodell in die SUV-Welt, doch als Alternative zu einem kleinen Kombi ist er mehr als einen Gedankenflirt wert. Der Innenraum ist wertig, die Sitze sind bequem. Doch nicht nur für Kilometerfresser empfehlen sich die 580 Euro teuren Sportsitze mit verstärkten Seitenwangen und ausziehbarer Oberschenkelauflage.

Leer oder beladen - das straffe, aber selten zu harte Fahrwerk des BMW X1 überzeugt. Einmal mehr exzellent: die präzise Lenkung und das knackige Sechsgang-Schaltgetriebe. Der deutlich vernehmbare, aber niemals nervende Vierzylinder-Selbstzünder beschleunigt den Allradler in gut zehn Sekunden auf Tempo 100. Auf der Autobahn schlägt sich der X1 xDrive 18d nur bis Tempo 160 wacker. Danach wird er müde und erreicht die 195 km/h Höchstgeschwindigkeit etwas unwillig. Von unten heraus geht dank 320 Nm Drehmoment ab 1750 U/min jedoch einiges voran. 

Schmerzliches Aufgeld für 34 PS

So sehr Motor, Getriebe und Fahrwerk gefallen, so unpassend präsentiert sich die Serienausstattung. Außer Sitzen, Steuer und Lenkrad muss beim BMW X1 wirklich jede Kleinigkeit bezahlt werden. Für SUV-Kunden, die gern ein paar Euro mehr in die Ausstattung ihres fahrbaren Untersatzes stecken, eine schmerzhafte Erfahrung. Der Basispreis für den schwach ausgestatteten BMW X1 xDrive 18d liegt bei exakt 32.000 Euro. Zumindest der Aufpreis von 2000 Euro für den Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung ist gut angelegt.

Unter dem Strich ist der BMW X1 als xDrive 18d ein ordentliches Basispaket, das für viele Kunden reichen dürfte. Wer ein paar sinnvolle Extras ordert, drückt den Preis an die 40.000-Euro-Marke. Der 177 PS starke BMW X1 xDrive 20d schlägt sich insbesondere auf der Autobahn und auf längeren Strecken bei nahezu identischem Verbrauch besser. Doch 3000 Euro Aufpreis für 34 PS Mehrleistung bei gleicher Ausstattung sind ein schmerzliches Aufgeld, das gut überlegt sein sollte.

Bilder zu BMWs SUV sehen Sie in unserer Fotostrecke.

rli/sgo/ham/news.de/pi

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 2
  • 15.12.2012 12:06

In einer Schmarotzerrepublik investiert ein Arbeitnehmer viel Geld in ein Auto aus heimischer Produktion um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für seine Familie und sich sowie nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), und um nach einem Unfall mit Totalschaden auf dem Arbeitsweg keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung zu bekommen, während Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft erhalten, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

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  • druidemiraculix
  • Kommentar 1
  • 26.08.2011 11:40

Wieder ein Treibstoffvergeuder, der uns fehlt wie ein Kropf!

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