Darf's ein bisschen mehr sein? Maserati peppt das GranCabrio mit lediglich zehn zusätzlichen PS zur Sportversion auf. Mit einem Dreh an vielen anderen Stellschräubchen wird der Wagen allerdings richtig bissig - vor allem im Tunnel.
Als Hommage an den legendären Rennfahrer Juan Manuel Fangio und die Rennerfolge der 1950er Jahre taucht Maserati die neue Sportversion seines viersitzigen GranCabrio in die Farbe «Rosso Trionfale». Die Italiener haben das Auto in den Windkanal geschickt, um aerodynamischen Feinschliff am Frontspoiler vorzunehmen. Der Dreizack am Grill schmückt sich daher natürlich mit roten Akzenten - diese Sportabzeichen sind nur den stärksten Maserati-Modellen vorbehalten.
Wie gewohnt heißt Sportversion bei Maserati: Ein paar PS mehr, ein bisschen Feinschliff hier und ein bisschen Getriebe-Feintuning dort. Der bekannte 4,7-Liter-V8-Motor des GranCabrio Sport leistet 450 PS, das sind nur zehn Pferdchen mehr als im normalen Modell. Das Drehmoment wächst immerhin um 20 Zähler auf 510 Newtonmeter, die Schaltzeiten verkürzen sich um ein paar Sekundenbruchteile. Den Spurt von 0 auf 100 km/h bringt der Wagen eine Zehntelsekunde schneller hinter sich, das Spitzentempo steigt marginal auf 285 km/h.
Weniger Verbrauch trotz mehr PS
Wenn man den Motor zwischen 3000 und 4000 Touren hält und dann das Gaspedal zum Überholen durchtritt, prescht der Wagen los, als habe ihm jemand ins Kreuz getreten. Die Schaltpaddles im Trofeo-Design sind jetzt länger ausgeführt und in schnellen Kurven bei Schwerstarbeit am Volant besser zu erreichen. Zwar jagt das 1,9 Tonnen schwere Cabriolet dank strafferer Fahrwerksabstimmung nun etwas agiler um die Kurven, doch die leichtgängige Lenkung verhindert den letzten Schliff bei Präzisionsmanövern.
Ein Maserati ist eben ein Lustkauf, und auch beim Spritverbrauch verfährt der durchschnittliche Pilot wahrscheinlich nach dem Motto: Wenn er leer ist, geh' ich halt tanken. Durch ein bisschen Feinschliff am Motor, darunter die Reduzierung der inneren Reibung, verbraucht der offene Dreizack-Renner trotz seiner Mehrleistung nun immerhin 14,5 statt 15,4 Liter pro 100 Kilometer.
Das GranCabrio Sport ist aktuell das teuerste Maserati-Modell, es kostet 139.000 Euro. Ein BMW 6er Cabriolet bekommt man schon deutlich günstiger (650i mit 407 PS ab 94.300 Euro), ebenso einen offenen Jaguar XKR (mit V8 und 510 PS ab 114.400 Euro). Teurer geht es in der Klasse der Edel-Freiluftrenner natürlich auch - zum Beispiel mit dem Aston Martin DB9 (Zwölfzylinder, 477 PS) ab 182.103 Euro.
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