Di., 22.05.12

Audi A6 Hybrid 28.07.2011 Kleines 1x1

Audi A6 (Foto)
Nach dem Q5 erhält nun auch der Dauerläufer A6 einen Hybridantrieb. Bild: pi

Nach dem Q5 spendiert Audi auch seinem Dauerläufer A6 den gleichen Hybridantrieb. Der Verbrauch sinkt, rein elektrisch fahren ist auch gut möglich - ob es sich rechnet, ist dennoch fraglich.

Langsam kämpft sich das Hybridkonzept bei den deutschen Premium-Herstellern hinunter in die Mittelklasse. Jüngstes Beispiel: der Audi A6. Bei dem Hybrid der Ingolstädter sind der Verbrennungs- und der Elektromotor hintereinander montiert. In der Kombination liefern beide gemeinsam eine Leistung von 245 PS und ein maximales Drehmoment von 480 Nm. Der Benziner allein kommt auf 211 PS und ein Drehmoment von bis zu 350 Nm, das zwischen 1500 und 4200 Touren anliegt.

Ein Nachteil: Der Kofferraum des A6 schrumpft von normalerweise 530 Liter Fassungsvermögen auf 375 Liter - in etwa das, was zum Beispiel ein Opel Astra bietet. Immerhin lassen sich im hybriden A6 die Lehnen der Rücksitze umklappen. Dann stehen 850 Liter Laderaum zur Verfügung.

Der wohltuende Klang von nichts

Eine Lamellenkupplung verbindet oder trennt den Elektromotor je nach Bedarf vom Verbrennungsmotor. Zu merken ist von dem Wechselspiel während der Fahrt so erst einmal nichts. Nur ein spezielles Anzeigeinstrument, das vor dem Fahrer den sonst dort untergebrachten Drehzahlmesser ersetzt, zeigt den jeweiligen Zustand im Duett von Verbrennungs- und Elektromotor an.

Dass man in einem Hybrid sitzt, merkt man beim Anlassen und innerorts auf den ersten paar Kilometern. Dann hört man wohltuend: nichts. Laut Audi kann die knapp 1,8 Tonnen schwere Limousine bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h rein elektrisch fahren. Mit einer konstanten Geschwindigkeit von 60 km/h soll der Akku Strom für rund drei Kilometer elektrische Fahrt liefern.

Im Normzyklus kommt er auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,4 Liter je 100 km, was einem CO2-Ausstoß von 146 g/km entspricht. Im Vergleich mit dem A6 Diesel geht die Rechnung trotzdem nicht auf: Der liefert als TDI in der 204-PS-Version nahezu identische Fahrwerte - verbraucht aber nur 5,2 Liter Diesel und pustet mit 137 g/km auch weniger CO2 durch den Auspuff. Dafür dürfte er mit seinem Basispreis von 45.350 Euro auch noch um geschätzte 10.000 Euro günstiger sein als der A6 Hybrid, dessen Preis wohl um die 56.000 Euro liegen dürfte. Rechnen wird sich der A6 Hybrid also nur, wenn man die Image-Konstante in die Gleichung mit aufnimmt.

rli/ham/som/news.de/pi
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