Regeln im Ausland Was Rasen und Trunkenfahrten kosten

Wer in einem EU-Land beschwipst Auto fährt oder zu sehr aufs Gaspedal drückt, muss damit rechnen, Knöllchen nach Hause geschickt zu bekommen. Je nach Land sind die Verstöße viel teurer als in Deutschland.

Verkehrssünden im Ausland (Foto)
Die EU will, dass Knöllchen ab 2013 garantiert nach Hause geschickt werden. Bild: dpa

2010 ist ein Vollstreckungsabkommen in Kraft getreten, das Vollstreckung von Geldbußen in der gesamten Europäischen Union ermöglicht. Ab einem Betrag von 70 Euro können Bußgelder für Straßenverkehrsverstöße auch aus Deutschlands Nachbarstaaten eingetrieben werden.

Promillegrenze: Autofahren nach einem Glas Wein oder Bier wird nicht in allen EU-Staaten toleriert. In Estland, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn gilt eine strikte Null-Promille-Grenze. In Norwegen, Polen und Schweden werden ab 0,2 Promille Geldbußen verhängt. In Deutschland gelten 0,5 Promille als Grenze. Nur Großbritannien, Irland und Malta lassen noch bis zu 0,8 Promille durchgehen. Irland will seine Grenze aber demnächst auf 0,5 Promille senken.

Alkohol am Steuer: Wer in Dänemark erwischt wird, muss als Besserverdienender besonders tief in die Tasche greifen. Mindestens ein Nettomonatsverdienst wird fällig. Auch Großbritannien fordert saftige Bußen von bis zu 5820 Euro. Estland verlangt bis 1150 Euro. In Deutschland beginnen die Geldbußen bei 500 Euro.

Rote Ampel: Diese sollte man in Norwegen bessen nicht übersehen, denn das kostet 670 Euro. In Schweden geht die Rechnung bei 320 Euro los, Ungarn kassiert bis zu 370 Euro. In Deutschland schlägt die Verkehrssünde mit 90 bis 320 Euro zu Buche.

Rasen: Wer in Großbritannien aufs Gaspedal drückt, braucht ein dickes Konto. Ab 50 Kilometer über dem Tempolimit werden bis zu 2900 Euro fällig. Österreich kassiert bis zu 2180 Euro, Estland bis 770 Euro, die Schweiz ab 690 Euro. In Deutschland sind es ab 240 Euro.

Handy am Steuer: Das Mobiltelefon im Auto haben vor allem die Spanier auf dem Kieker. Bußen beginnen bei 200 Euro. Auch die Italiener verstehen beim «telefonino» wenig Spaß und kassieren ab 150 Euro. Die Niederlande verlangen 180 Euro. In Deutschland sind es 40 Euro.

rli/ham/som/news.de/dpa

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • putinfanatiker
  • Kommentar 2
  • 27.05.2013 04:31

!!!!! z K 1 !!!!! Dann musst Du so in Russland Auto fahren wie Du es BESCHRIEBEN HAST dann wirst Du sehr sehr ARM und ich gebe Dir aber 100%ig RECHT !!!!!

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  • Raserei
  • Kommentar 1
  • 01.08.2011 14:52

ja in Deutschland sind die Geldbußen für Rasen und Drängeln viel zu niedrig! Was da an Fehlverhalten in den letzten Jahren üblich geworden ist. Hauptsache man überholt alle Anderen. Und da wird dann mit hoher/höchster Geschwindigkeit bis auf ein paar Meter auf die vorneweg Fahrenden aufgefahren nach dem Motto "Dich scheuche ich jetzt weg!" Ohne Hirn einfach! Man sieht doch schon von Weitem, daß die Überhospur "zu" ist und könnte sich darauf einstellen. Aber man kennt nur Eines: Vollgas! Wo bleibt da die Polizei?

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