BMW ist zurück im Ring: 2012 wollen die Münchner bei der DTM Audi und Mercedes jagen. Das mattschwarze V8-Geschoss auf M3-Basis rennt in drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Doch noch steht den Ingenieuren viel Arbeit bevor.
«I ///M back» - T-Shirts mit diesem Spruch verteilte BMW bei der Premiere seines neuen DTM-Renners, und sogar die Schranken im Parkhaus der Münchner BMW-Welt waren mit schwarzweiß gemusterten Zielflaggen geschmückt. Wir sind wieder da, sollte die Botschaft lauten, und die Konkurrenz kann sich warm anziehen. Das M3 DTM Concept Car gibt immerhin einen ersten Ausblick auf den Rennwagen der Saison 2012.
«Der Wagen wird sich optisch bis zum ersten Rennen 2012 noch deutlich verändern», betont Motorsport-Direktor Jens Marquardt. Das dürfte wohl auch die martialische Lackierung betreffen. Die ersten Tests mit dem Rennwagen haben die Ingenieure bereits hinter sich gebracht. «Es ist aber schwierig, daraus Rückschlüsse auf die spätere Leistungsfähigkeit des Autos unter Rennbedingungen zu ziehen», sagt Marquardt. Mit seinen 480 PS soll der M3 den Sprint von 0 auf 100 km/h in rund drei Sekunden schaffen, maximal ist Tempo 300 drin.
Krieg auf der Überholspur
Die ersten beiden Piloten stehen auch schon fest: Andy Priaulx und Augusto Farfus werden hinter dem Steuer sitzen. Die kommende Saison lässt den Entwicklern mit einem strengen Reglement teilweise wenig Spielraum. Um Kosten zu drücken, sind viele Einheitskomponenten vorgeschrieben, auch die Aerodynamiker können sich nicht grenzenlos austoben. Ein teures Vergnügen bleibt der Rennsport in jedem Fall, nicht nur wegen der Kohlefaser-Karosserien. Die Kupplung der DTM-Fahrzeuge soll etwa so viel kosten wie ein Kleinwagen.
BMW beendet mit seinem Neustart in der DTM eine 20 Jahre währende Abstinenz. 1984 bis 1992 waren die Münchner schon einmal am Start, holten zahlreiche Siege und drei Titel. Johnny Cecotto, Roberto Ravaglia oder Joachim Winkelhock hießen die weißblauen Helden am Steuer. Vor allem aber war die DTM in den späten 1980ern ein spektakulärer Kampf zwischen Audi, BMW, Mercedes, Ford und Opel, der dann von Otto Normalraser nicht selten als Stellvertreterkrieg auf der linken Autobahnspur fortgeführt wurde.
«Wir freuen uns schon, gegen die Marken anzutreten, mit denen wir uns auch sonst auf dem Markt messen», sagt BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger mit Blick auf Audi und Mercedes. Die beiden haben freilich einen gewaltigen Erfahrungsvorsprung, so dass es für die Münchner ein paar harte Nüsse zu knacken gilt.
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