Toyota Yaris Der Kleine mit dem bösen Blick

Schluss mit harmlos (Foto)
Der kompakte Yaris wird in der dritten Generation kaum noch wieder zu erkennen sein. Bild: pi

Mit der dritten Generation des Yaris traut sich Toyota was: Der Innenraum wurde komplett renoviert, dazu manch alte Gewohnheit aufgegeben. Und auch außen zeigt das Ex-Pummelchen nun Kante.
 

Schluss mit harmlos. Toyota hat dem bisher eher unauffällig daher rollenden Yaris den bösen Blick verpasst. Das Kompaktauto wird in der dritten Generation kaum wiederzuerkennen sein, wenn er ab dem 15. Oktober bei den Händlern steht. Die Karosserie ist deutlich kantiger, strukturierter. Die grimmig dreinblickenden Scheinwerfereinheiten sind kantig ausgeformt und ziehen sich weit über die Radhäuser. Insgesamt wirkt die Frontpartie deutlich stärker in der Horizontalen ausgerichtet.

Die Windschutzscheibe ist beim neuen Yaris flacher angestellt. Dazu kommen eine steiler ansteigende Gürtellinie und eine Charakterlinie über den Schwellern - all das erzeugt den optischen Eindruck eines tief liegenden Schwerpunkts. Auch innen haben die Designer den Yaris gründlich umgekrempelt. Die wichtigste Veränderung: Das Kombiinstrument mit Tacho und Drehzahlmesser rückte von der Mitte des Armaturenbretts direkt vor den Fahrer und lässt sich so deutlich besser im Blickfeld halten. 

Toyota Yaris
Schluss mit harmlos

Kein Platzmangel im Yaris

Die etwas größeren Sitze sind bequem, körpergerecht geschnitten und machen mit ihren Sichtnähten einen hochwertigen Eindruck, das Lenkrad lässt sich in Tiefe und Neigung verstellen, der Einstellbereich des Fahrersitzes bekam ein paar zusätzliche Millimeter. Ein riesiger Scheibenwischer räumt bei Bedarf das Sichtfeld vom Regenwasser frei.

Über mangelnden Platz war schon im alten Yaris nicht zu klagen. Nun sind hinten noch ein paar Zentimeter für die Knie dazu gekommen. Allenfalls mit der Kopffreiheit wird es wegen des abfallenden Dachs bei großen Passagieren in der zweiten Reihe etwas eng. Für ein noch luftigeres Raumgefühl sorgt optional ein riesiges Panoramadach. Ebenso wie der Innenraum ist auch der Kofferraum noch einmal gewachsen. Die Ladelänge kletterte um 145 auf 710 Millimeter, das Basisvolumen selbst auf 285 Liter. Klappt man die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbank vor, lässt sich das Volumen von 285 Liter auf 768 Liter vergrößern, immerhin 12 Liter mehr als bisher.

Die Hybridversion folgt im Mai 2012

Bei der Motorisierung ist alles weitgehend beim Alten geblieben. Toyota bietet drei Motoren: Zwei Benziner mit 1,0 und 1,33 Litern Hubraum und einen kleinen Diesel mit 1,4 Litern. Alle drei Motoren seien durch ein Bündel konstruktiver Maßnahmen noch einmal etwas sparsamer geworden, versprechen die Japaner. Den 1,33-Liter-Benziner wird es auch mit einem stufenlosen Automatik-Getriebe geben. Bleibt noch der Diesel. Er schafft 90 PS Leistung.

Den Verbrauch des Selbstzünders hat Toyota nach eigenen Angaben auf 3,9 Liter je 100 km gesenkt. Wenn der neue Yaris ab Herbst wahlweise als 3- und 5-Türer bei den Toyota-Händlern steht, dann wird die Preisliste bei 11.675 Euro beginnen. Das wäre exakt der gleiche Preis, den Toyota aktuell für den Vorgänger aufruft. Ab Mai 2012 soll es den Yaris dann auch als Hybrid-Version geben.

rli/ham/rzf/news.de/pi

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Kurt Schäfer
  • Kommentar 1
  • 20.07.2011 13:43

Selbst wenn Volkswagen in 2011 der weltgrößte Autohersteller würde, dann geschähe das nur deshalb, weil die japanischen Autoindustrie und deren Zulieferer durch die Katastrophen am Boden liegen. Gleichwohl bliebe VW der Autobauer mit den steinzeitlichen Techniken (z. B. Dieselantrieb mit hochgiftigen Abgasen), den Unzulänglichkeiten in Fertigung und Qualität und dem extrem spießigen Aussehen seiner Produkte gegenüber Toyota weiterhin auf den hinteren Rängen.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Partnerangebot
Gebrauchtwagenbörse
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige