Di., 22.05.12

Lesertelefon 13.07.2011 Sicherheit für Kinder im Auto

Unterwegs im Auto (Foto)
Sicherheit im Auto? Für Kinder geht es dabei nicht nur um den Kindersitz. Bild: Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Im Auto sicherer als auf dem Fahrrad: Das gilt für Kinder nur, wenn die richtigen Sicherheitssysteme verwendet werden. Worauf Eltern achten sollten, erklären die Experten vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat am Telefon.

Trotz der vorgeschriebenen Kinderrückhaltesysteme sind manche Kinder im Auto nicht richtig angeschnallt. In anderen Fällen sind die Sitze falsch justiert oder die Sicherheitssysteme fehlen vollständig. Dabei ist bekannt: Sind Kinder im Auto ungesichert, ist das Risiko, dass sie bei einem Unfall schwer verletzt oder sogar getötet werden, sieben Mal höher.

Grundsätzlich gilt: Kinder unter zwölf Jahren, die kleiner als 1,50 Meter sind, müssen ein «amtlich genehmigtes und für das Kind geeignetes Rückhaltesystem» benutzen. Doch woran ist zu erkennen, ob ein Kindersitz diese Anforderung erfüllt? Die Antwort liefert ein Blick auf die am Sitz angebrachte, orangefarbene Prüfplakette. Sie muss die Buchstaben ECE-R 44 aufweisen sowie eine Prüfnummer, die mit den Ziffern 04 oder 03 beginnt. Ältere Kindersitze, deren Prüfnummern mit 01 oder 02 beginnen, sind verboten - bei Strafe. 30 Euro werden fällig, wenn man ein Kind in einem nicht genehmigten Sitz transportiert.

Damit das Rückhaltesystem zum Kind passt, sind die Sitze nach ECE-Norm in verschiedene Gewichtsklassen eingeteilt. Doch Körpergewicht und Größe sind nur zwei der vielen Kriterien, die bei der Anschaffung eine Rolle spielen. Die Platz- und Montageverhältnisse im Auto, vorhandene Airbags, Gurte, spezielle Befestigungssysteme wie Isofix müssen berücksichtigt werden.

Entsprechend groß ist das Angebot an Sitzen und damit die Verunsicherung der Eltern. Testergebnisse der großen Verbraucherschutzorganisationen liefern gute Anhaltspunkte, doch für die endgültige Entscheidung empfehlen Experten den Besuch beim Fachhändler. Dort kann man den Sitz im Auto probemontieren und seine Handhabung testen.

Sicherheit vom Experten

Wie transportiere ich ein Baby, wenn der Airbag beim Vordersitz nicht abzuschalten ist? Was taugen einfache Sitzerhöhungen ohne Seitenlehnen? Worauf muss ich achten, wenn ich den Sitz in mehreren Autos verwenden will? Wie sieht es beim Kindertransport im Taxi aus? Und wo erfahre ich, welcher Sitz zu welchem Auto passt? Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie von unseren Experten am Donnerstag, 14. Juli 2011, zwischen 10 und 17 Uhr. Zu erreichen ist das Lesertelefon in dieser Zeit unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 533 22 11.

Unsere Experten: Andreas Bergmeier, Referent für Kinder und Jugendliche beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat in Bonn; Günter Trunz, ADAC-Verkehrssicherheitsexperte in Dortmund; Andreas Ratzek, Projektleiter im Bereich Fahrzeugsicherheit beim ADAC in Landsberg am Lech.

ham/sca/som/news.de/pr.nrw
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