Di., 22.05.12

Fiat Freemont 29.06.2011 Reise nach Europa

Reise nach Europa (Foto)
Der Fiat Freemont schlägt den Dodge Journey um Längen. Bild: pi

Der zweite Versuch: Mit dem Freemont versucht Fiat, einen aufgewerteten Dodge Journey in Europa zu etablieren. Mit dem Billig-Ami hat der Van allerdings nicht mehr allzu viel zu tun.

Fiat nimmt sich einen waschechten US-Van aus der Dodge-Produktion und modelt ihn für den europäischen Markt um: Aus dem Dodge Journey wird der Fiat Freemont. Doch anders als anfangs befürchtet, pappen die Italiener keineswegs nur das Fiat-Logo auf den Journey. Wohl gut so, denn schon einmal ist das Vorhaben «Journey to Europe» gründlich schief gegangen. Dodge gehört zum Markenportfolio des Chrysler-Konzerns. Vor ein paar Jahren, noch als Folge der 2007 geschiedenen Daimler-Chrysler-Ehe, rollte der Journey gen Europa. Damals aber kaum verändert zur US-Ausgabe und entsprechend schwer verkäuflich.

Fiat will es nun deutlich besser machen und krempelt den in Mexiko gebauten Van nahezu komplett um - nur die äußere Form ist weitgehend geblieben. Als Antrieb dient nun Fiats eigener Zwei-Liter-Multijet-Diesel, den es zum Marktstart in zwei Leistungsversionen geben wird - mit 140 PS und mit 170 PS. Beide kommen auf das gleiche maximale Drehmoment von 350 Nm.

Potenzieller Siebensitzer mit viel Platz

Der Innenraum selbst wurde weitgehend neu designt. Dort, wo einst ein eher liebloses Cockpit aus Hartplastik das Auge beleidigte, ist nun ein ausmodelliertes Armaturenbrett mit griffig genarbtem Weichplastik zu finden. Das Armaturenbrett ist nun deutlich übersichtlicher und klarer. Die Sitze sind zumindest in den ersten beiden Reihen auch auf längeren Strecken komfortabel und für größere Personen gut einstellbar. Die zweite Reihe ist etwas erhöht, so dass man von dort aus relativ gut über die Köpfe von Fahrer und Beifahrer nach vorne sehen kann. Die dritte Reihe ist serienmäßig und macht den Freemont zum potenziellen Siebensitzer. Der 4888 mm lange, 1878 mm breite und 1691 mm hohe Freemont bietet viel Platz für die Passagiere.

Gute Arbeit geleistet haben die Fiat-Designer auch bei Fahrwerk und Lenkung. Die Federung ist komfortabel, die Sechs-Gang-Handschaltung flutscht präzise und ohne Hakeln durch die Schaltkulisse und die Abstufung passt gut zum Motor. Berganfahrhilfe und eine wirkungsvolle Traktionskontrolle sind serienmäßig ebenso an Bord wie ein Tempomat. Ende 2011 soll es zudem noch eine Version mit Allradantrieb geben.

Der Freemont ist in Europa angekommen

Beide Motoren stemmen das gleiche Drehmoment. Und schon die 140-PS-Version reicht völlig aus, um den Freemont gut auf Tour zu bringen. Im realen Verkehrsgeschehen ist man mit dem gedrosselten Motor gut dabei. Als durchschnittlichen Verbrauch gibt Fiat für beide Motorisierungen 6,4 Liter Diesel auf 100 km an. Als Fiat Freemont ist der Dodge Journey in Europa angekommen. Und wenn man sich den Einstiegspreis von 25.990 Euro anschaut, ist er zwar deutlich höherwertiger - aber nicht einmal teurer als vor vier Jahren.

rli/sgo/rzf/news.de/pi
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