Volvo C 30 DRIVe Schön sparsam

Mit dem DRIVe hat Volvo eine besonders sparsame Version des C30 im Programm. Wer sich mit ein paar Tücken des Designs arrangiert, kann an ihm seine Freude haben - und ein ökologisch reines Gewissen.

Schön sparsam (Foto)
Praktisch, schwedisch und besonders sparsam bewegt sich der Volvo C 30 DRIVe durch die Stadt. Bild: pi

Wer schön sein will, muss bekanntlich leiden. Wer schön fahren will anscheinend auch. Ein Beispiel dafür ist der Volvo C30. Der kleine Schwede wird nicht nur unter dem Label «praktisch, schwedisch, gut» verkauft, sondern vor allem als automobiles Design-Statement. Und: Er erfüllt diesen Anspruch. Im täglichen Einheitsbrei der Kompaktklasse sticht der C30 wohltuend anders heraus. Um das zu erkennen, genügt schon ein Blick aufs Heck. Allerdings zeigt sich an ihm auch schnell: Schönheit kann ganz schön nerven.

Beim Kofferraum zum Beispiel. Schlimmer geht's nimmer. Zwar schwingt die Heckklappe schön weit nach oben - die Ladeluke, die sie freigibt, ist allerdings von eher bescheidener Größe. Getränkekästen würden zwar vom Volumen her (mit 261 Litern noch nicht einmal auf dem Niveau des VW Polo) gerade so in den Kofferraum passen, lassen sich aber selbst verkantet und mit großem Kraftaufwand nur schwer durch das Ladeloch bugsieren. So kompliziert kann Schönheit sein.

Volvo C 30 DRIVe: Design mit Tücken

Die guten Seiten des DRIVe überwiegen

Der Laderaum ist nicht das einzige Beispiel, dass man bei Volvo manches auch unnötig verkomplizieren kann. Das Navigationssystem ist ein weiterer Beleg. Die Buttons für das aufklappbare Navigationsdisplay sind unsichtbar an die Rückseite der Lenkradspeichen verbannt und die alternative Fernbedienung muss bei voller Fahrt aus der Mittelablage gepuhlt werden.

Doch der Volvo C30 hat durchaus auch seine guten Seiten - erst recht als ökologisch korrekte DRIVe-Version. Zumindest auf den vorderen Plätzen bietet er genug Raum, um sich auch auf längeren Touren wohl zu fühlen.

Unter der Motorhaube des DRIVe arbeitet eine auf mageren Verbrauch optimierte Version des normalen 4-Zylinder-Diesels mit 1,6 Litern Hubraum und Common-Rail-Technik. Er liefert 115 PS und ein maximales Drehmoment von 270 Nm.

Die Fahrleistungen: Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 ist in 11,3 Sekunden geschafft, bei 195 km/h ist Schluss. Keine Nachteile also gegenüber dem normalen Diesel - dafür aber deutliche Vorteile im Verbrauch. Nach offizieller Messung kommt der DRIVe mit 3,8 Litern auf 100 km einen ganzen halben Liter besser weg als der normale Diesel - und auf einen CO2-Ausstoß von nur 99 g/km. Der reale Verbrauch im Praxistest lag bei 4,7 Litern auf 100 Kilometern - ein guter Wert.

Ökologie besiegt sogar die Ökonomie

So macht es durchaus Spaß, mit dem Schweden durch Stadt und Land zu kurven. Er zieht flott um die Kurven, lässt sich exakt lenken und schnell durch die sechs Gänge schalten. Wer Schönheit vor absoluten Nutzwert setzt, wird durchaus seine Freude am Volvo C30 haben. Wer dabei auch noch seinem grünen Gewissen folgt, ist richtig beim DRIVe.

Billig ist das Ganze nicht. Schon der normale Diesel kostet von 21.630 Euro an aufwärts, der DRIVe-Aufschlag liegt bei vergleichsweise bescheidenen 600 Euro. Da dürfte die Wahl nicht schwer fallen. Selbst, wenn die Ökonomie über die Ökologie siegen sollte: Der Mehrpreis ist schnell rausgefahren.

Wie der C30 aussieht, erfahren Sie in unserer Bilderstrecke.

rli/sgo/ham/news.de/pi

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