Di., 22.05.12

RAV4 D-Cat 21.07.2011 Toyota verjagt den BMW X3

Wegbereiter (Foto)
Toyota RAV4 drängt sich in der SUV-Mittelklasse zwischen VW Tiguan und BMW X3. Bild: pi

In der SUV-Mittelklasse ist der Toyota RAV4 seit mehr als 15 Jahren eine feste Größe. Aus dem ehemaligen Spaßmobil wurde ein gefährlicher Konkurrent für VW Tiguan, BMW X3 und Mercedes GLK.

Der 4,45 Meter lange Toyota RAV4 ist über die Jahre erwachsen geworden. Die Konkurrenz ist nicht nur zahlreich, sondern aus dem Premiumumfeld von oben an den RAV4 herangewachsen. Den Trend hat Toyota zumindest bei den Dieselversionen verstanden. Das interessanteste Modell ist der 177 PS starke 2.2 D-Cat, der sich auf Augenhöhe mit der internationalen SUV-Konkurrenz messen kann. Bei den Benzinversionen macht Toyota mit dem RAV4 dagegen eine müde Figur. Der zwei Liter große Sauger mit seinen 158 PS kann kaum jemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Leistungsstärkere Versionen fehlen völlig.

Der 2,2 Liter große Vierzylinder leistet 177 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm, das zwischen 2000 und 2800 Touren stetig anliegt. Auf der Autobahn tut sich der japanische Allradler ab Tempo 150 etwas schwer und erreicht die Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h nur mit Anlauf.

Etwas weniger im Verbrauch dürfte es sein

Die Sechsgang-Handschaltung lässt sich federleicht und präzise schalten, sodass ein großer Wunsch nach einer Getriebeautomatik gar nicht erst aufkommt. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Allradler in 9,3 Sekunden. Erfreulich genügsam zeigt sich der Verbrauch des Japaners. Mit 7,6 Litern Diesel auf 100 Kilometern verbrauchte er im Praxistest kaum mehr als die Werksangabe von 6,7 Litern. Trotzdem - etwas weniger dürfte es durchaus sein.

Das Fahrwerk des Toyota RAV4 ist generell auf Komfort ausgelegt. Doch die Hinterachse gibt regelmäßig grobe Fahrbahnunebenheiten wenig bequem an die Insassen weiter. Im Normalbetrieb wird der Toyota RAV4 ausschließlich über die Vorderachse angetrieben und untersteuert im Grenzbereich stark. Verliert ein Rad den nötigen Tritt auf der Fahrbahn, leitet eine elektromagnetisch gesteuerte Kupplung vor dem Hinterachsdifferenzial bis zu 45 Prozent der Motorleistung nach hinten. Für den Winterbetrieb oder rutschige Fahrbahnen lässt sich das System auch manuell auf einen 55:45-Prozent-Modus einstellen.

Große Ladefläche mit unpraktischer Heckklappe

Alles andere als praktisch ist die Heckklappe, die sich nicht elektrisch und schon gar nicht nach oben, sondern wie eine Tür zur Seite öffnet, indem sie nach rechts schwingt. In engen Parklücken ist der mindestens 586 Liter große Laderaum nicht einfach zu beladen. Besser: Vom Kofferraum aus kann man mit zwei Hebelzügen die Sitze automatisch umklappen. Dann entsteht eine ebene Ladefläche.

Der RAV4 2.2 D-Cat ist allein in der Top-Ausstattungsvariante Executive ab 35.250 Euro verfügbar. Diese beinhaltet unter anderem 18-Zoll-Felgen, Keyless-Go, beheizte Ledersitze, Rückfahrkamera, Tempomat und Klimaautomatik.

rli/sgo/ham/news.de/pi
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