Fahrzeugpflege Geteert und gefedert

Die Gefahr kommt von oben: Pollen und Honigtau sind im Frühling die natürlichen Feinde des Fahrzeuglacks. News.de sagt Ihnen, wie Sie Ihr Fahrzeug zum Strahlen bringen und seine Außenhaut schützen. Aber Vorsicht: Falscher Ehrgeiz kann nach hinten losgehen.

Autopflege (Foto)
Ab zur Autowäsche! Denn Blütenstaub setzt dem Lack zu. Bild: dpa

Frühling, Sonnenschein - und das Auto sieht aus wie geteert und gefedert. Neben Pollen und Blüten sind vor allem die Ausscheidungen von Blattläusen für verschmutzte Fahrzeuge verantwortlich. Die Insekten fressen gerne Blätter von Linden. Wer darunter parkt, der findet schon nach wenigen Stunden sein Fahrzeug übersät von Tropfen wieder. Olaf Menzel vom Pflegemittelhersteller Nigrin: «Das sonnige, trockene Wetter der letzten Wochen trägt dazu bei, dass sich Blattläuse auf den Linden stark vermehren. Sie saugen den Saft aus den jungen Blättern und Trieben und scheiden den Honigtau aus.»

Die Folge: Eine von harzigen Tröpfchen übersäte Fahrzeugkarosse. Diese saugen umherfliegende Pollen und Blüten regelrecht an. Neben der schmuddeligen Optik birgt der schmierige Film auch echte Gefahren: Die Sicht verschlechtert sich, außerdem greift das Gemisch Lack und Karosserie an. Eine Hauruckaktion allerdings ist jetzt nicht angebracht: «Man sollte nicht sofort in die Waschstraße fahren, sondern erst einmal den groben Schmutz entfernen. Am besten mit klarem Wasser,» sagt Michael Golek vom Lackhersteller BASF.

Autopflege: Glänzend, aber richtig

Gefährlicher Schmirgeleffekt

Der Grund: Sind noch grobe Rückstände auf der Fahrzeugoberfläche, schaden die dem Lack zusätzlich, sie zerstören seine Oberflächenstruktur. Experten sprechen vom Schmirgeleffekt. «Vor allem bei älteren Modellen werden dann Schlieren sichtbar», sagt Gollek. Aktuelle Lacke könnten das teilweise kompensieren, jedoch nicht alle. Im Zweifelsfall also vor der Waschstraße immer den groben Schmutz entfernen. Außerdem sollte man seinem Wagen zweimal im Jahr eine Konservierung mit Hartwachs gönnen.

Dies gilt vor allem dann, wenn das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum, beispielsweise im Urlaub, widrigen Natureinflüssen ausgesetzt ist. In solchen Fällen  - zum Beispiel bei Harz oder Vogelkot - ist schnelles Handeln gefordert. Sonneneinstrahlung verschlimmert den schädlichen Effekt: «Starke Sonneneinstrahlung verstärkt die Wirkung wie ein Brennglas,» weiß Nigrin-Experte Menzel. Dann sollten Autofahrer schnellstmöglich die Fahrt zur Waschstraße antreten.

Autopflege: Frühlingsputz fürs Auto

som/news.de

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