Deutsche Autofahrer müssen derzeit tief in die Tasche greifen. Schuld daran sind nicht nur die horrend hohen Spritpreise, sondern auch gestiegene Versicherungsbeiträge. Und sie sollen weiter steigen.
Die Autokosten sind seit März 2010 um 4,2 Prozent gestiegen. Doppelt so stark wie die Lebenshaltungskosten allgemein, teilte der ADAC bereits im April mit. Gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt veröffentlicht der Autoclub vierteljährlich den sogenannten Autokostenindex. Vor allem das Preisplus von 11,2 Prozent an den Zapfsäulen drücke den Autofahrern auf den Geldbeutel. Aber auch die Kosten für die Kfz-Versicherung seien in den vergangenen zwölf Monaten um 3,3 Prozent gestiegen.
Doch Autofahrer müssen sich nach dem jahrelangen Preiskampf zwischen den Versicherungsgesellschaften auf noch höhere Kosten für Kfz-Versicherungen einstellen. In der Branche tobt seit Jahren ein heftiger Preiskampf, unter dem die Versicherungen leiden, weil sie an den Policen immer weniger Geld verdienen. Es gebe in dem Markt keinen Spielraum mehr für Preissenkungen, sagte der Vorstandssprecher der Huk Coburg, Wolfgang Weiler, am Dienstag in München. Und weiter: «Da der Preissenkungszyklus in der Kraftfahrtversicherung vorerst beendet zu sein scheint, erwarten wir sowohl in dieser Sparte als auch insgesamt Steigerungen, die noch über denen des Vorjahres liegen sollten.»
Die Preise für Ersatzteile und Zubehör wuchsen im Übrigen um 2,9 Prozent, die für Inspektionen und Reparaturen um 1,5 Prozent. Immerhin: Kaum teurer war im März jedoch ein neues Auto: Hier stiegen die Preise im Schnitt nur um 0,3 Prozent, wie der ADAC herausfand.
bok/ham/news.de/dpa