Nissan Pathfinder Der Elefant im Porzellanladen

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News.de-Redakteurin Mandy Hannemann. Bild: news.de

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Im Stadtverkehr fällt der Nissan Pathfinder mit Sicherheit auf. Doch beim Fahren hat der Geländewagen seine Tücken. Und die sind nicht nur dem Benzinverbrauch geschuldet.

Wie von einem echten Geländewagen erwartet: Der Nissan Pathfinder ist ein echtes Hochbein. Das sorgt nach links, rechts und vorne für angenehme Übersicht. Das entschädigt - zumindest ein bisschen - für die Plastikoptik des Armaturenbretts.

Auf freier Strecke lässt sich der Pathfinder flüssig fahren. Doch wer den Selbstzünder mit Automatik durch den Stadtverkehr treibt und ein bisschen audiophil ist, für den wird die Fahrt ein wenig zur Qual. Das Ganze klingt, als würde man die ganze Zeit im ersten Gang mit angezogener Handbremse unterwegs sein.

Das Problem: Der Nissan fährt im Automatikbetrieb recht hochtourig - über 2000 Umdrehungen pro Minute -  und schaltet spät. Im Innenraum ist das leider kaum zu überhören. Und der ohnehin nicht geringe Dieselverbrauch wird auf diese Weise zur Zerreißprobe fürs Portemonnaie.

Hinzu kommt: Beim Anfahren kommt der Geländewagen nur schwer in die Gänge, reagiert zäh, beinahe bockig. Besonders in der Stadt. Doch zu der City hat der Nissan ohnehin ein gespaltenes Verhältnis. Dank seiner Länge passt er nur knapp in die üblichen Parklücken. Und auf die Einparkhilfe per Kamera ist nur bedingt Verlass.

Rückwärts setzen ist kein Problem. Doch nach vorn gibt es null Sicht - weil das System keinen Vorwärtsblick bietet und die Orientierung über die hohe Motorhaube hinweg nur begrenzt möglich ist. Das lässt das Ein- und Ausparken zum Glücksspiel werden. Ein Stadtkind ist der Pathfinder aber ohnehin nicht: Lang, breit, hochbeinig bei schmale Stadtstraßen mit beidseitigem Parkverkehr - da wird der Geländewagen zum Elefanten im Porzellanladen.

Obendrein wird es im Innenraum stellenweise etwas eng. Das gilt zwar nicht für die sieben Plätze. Wer aber den Sitz bei geschlossener Fahrertür einstellen will, muss gelenkige Finger besitzen. Die Armablage mit den integrierten Fensterhebern steht etwas weit ins Fahrzeuginnere, sodass der Fahrer die Finger durch die enge Lücke manövrieren muss, um die richtige Sitzposition einstellen zu können.

Letztlich kommt bei diesem etwas hart gefederten Geländegänger Fahrspaß wirklich nur jenseits von Tempo 100 oder im Gelände selbst auf. Alles andere ist weder für den Fahrer noch für das Auto wirklich angenehm. Schade eigentlich.

sca/sgo/news.de

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