Range Rover Evoque Stadt, Land, Fluss

Range Rover gelten als elitär, schwer und sündhaft teuer. Das soll sich ändern. Mit dem Evoque betreten die Briten Neuland. Die Marke soll jünger, weiblicher und greifbarer werden.

Up in the City (Foto)
Mit dem Evoque will die Marke Range Rover jünger, weiblicher und greifbarer werden. Bild: pi

«Bei uns bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen», berichtet Dr. Ralf Speth, Chef der britischen Doppelmarke Jaguar/Land Rover, «wir gehen alles an. Der Range Rover Evoque ist für uns dabei ein echter Startschuss.»

Mit nur 4,36 Metern Länge, einem Gewicht von 1,7 Tonnen und einem Einstandspreis von knapp über 33.000 Euro will man bei Fahrzeugen wie BMW X1, Mini Countryman, VW Tiguan oder Audi Q3 wildern. Der neue Evoque ist eine Mischung aus gigantischem Range Rover und kleinem Mini Cooper. Es gibt den Range Rover Evoque als Drei- und Fünftürer, mit einer Benzin- und zwei Dieselvarianten. Das Leistungsspektrum: 150, 190 und 240 PS. Dach und Haube aus Aluminium, die Heckklappe aus Hightech-Glasfaser und Composite, dazu die Schürzen und vorderen Kotflügel aus Kunststoff. «Das Einstiegsmodell wiegt so nicht einmal mehr 1,6 Tonnen», zeigt sich der Land-Rover-Chefentwickler Dave Mitchell sichtlich zufrieden.

Range Rover Evoque: Up in the City

Der zwei Liter große Benziner stammt aus dem Hause Ford. Turbolader und Direkteinspritzung entlocken dem Vierzylinder 240 PS. Von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden, 217 km/h Spitze und 340 Nm maximales Drehmoment sind ordentliche Werte. Dabei soll der Brite 8,4 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen. Deutlich sparsamer ist der 2,2 Liter große Dieselmotor aus dem Hause PSA, der in zwei Leistungsstufen mit 150 und 190 PS zu bekommen ist.

Der Einstiegsdiesel verbraucht als 150 PS starker Fronttriebler nicht einmal fünf Liter. Gegen 1800 Euro Aufpreis gibt es dann auch den 150-PS-Diesel mit standesgemäßem 4x4-Antrieb. Im Gegensatz zur Konkurrenz soll der kleinste aller Range-Modelle auch im Gelände punkten. Die Wattiefe liegt bei 50 Zentimetern während das Terrain-Response-System teilautomatisch das richtige Fahrprogramm für Straße, Sand oder Schnee auswählt.

Ab Herbst steht der Brite beim Händler

Auch im Innenraum will der Evoque ein echter Range Rover sein. Das Armaturenbrett ist ansehnlich, obwohl die Instrumente etwas verspielt sind. Im Dynamikmodus des Terrain-Response-Programms werden die Instrumente rot illuminiert. Doch ansonsten sieht alles ordentlich aus und fasst sich wertig an. Vollelektrische Ledersitze, DVD-Entertainment im Fond, Bildschirmnavigation und eine elektrische Heckklappe bieten in dieser Klasse auch gegen Aufpreis nicht alle. Der Laderaum schluckt 550 bis 1445 Liter.

Ab Herbst steht der Range Rover Evoque beim Händler. Als kleinster Range Rover aller Zeiten wird er sich mit Konkurrenten messen müssen, die das britische Markendoppel bisher nur aus weiter Entfernung kannte. Es bleibt eben kein Stein mehr auf dem anderen.

rli/ham/news.de/pi

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