Jaguar XF Luxury Solider Einstieg

Sein wenig erfolgreiches Mittelklassemodell X-Type hat Jaguar in die Wüste geschickt. Ein Nachfolger ist bis dato noch nicht in Sicht. Bis Verstärkung folgt, soll es als Einstiegsmodell ein gezügelter XF 3.0 Diesel richten.

Solider Einstieg (Foto)
Jaguar XF Luxury misst sich preislich mit der Mittelklasse und ist alles andere als ein Sparmodell. Bild: pi

Wie gerne würde sich Jaguar einen Kuchen aus dem derzeit begehrten Mittelfeld abschneiden. Doch der Jaguar XF kämpft mitnichten gegen 3er BMW, Mercedes C-Klasse und Audi A4, sondern sucht seine Gegner ein gutes Segment höher. Was Jaguar fehlt, ist ein stimmig-starker Nachfolger des ausgelaufenen X-Type. Optisch und technisch war dem Einsteiger-Jaguar wenig vorzuwerfen, doch ein Volltreffer sieht anders aus. Besonders in Deutschland bekam der X-Type selbst da keine ernsthafte Chance, als so interessante Modellvarianten wie ein Allradler, der Kombi und eine Diesel-Automatikversion nachgezogen wurden.

Seit längerer Zeit geht es bei Jaguar erst mit dem Oberklasse-Modell XF los. Damit die Kunden bis zum Nachfolger eines X-Type nicht komplett zur Konkurrenz abgewandert sind, hat Jaguar insbesondere sein Dieselangebot breiter aufgefächert. Der Einstiegsdiesel soll solche Kunden locken, die an sich eine Klasse darunter auf die Suche gehen und wohl bisher kaum einen Jaguar auf dem Einkaufszettel hatten. Der Preis macht die Musik und so haben die Briten den Einstieg in die XF-Klasse knapp unter die magische 50.000-Euro-Marke gedrückt. Da in dieser Liga der Anteil an geleasten (Firmen-)Fahrzeugen überdimensional ist, macht das Leasing-Lockangebot noch mehr Lust auf den Einsteiger-Jaguar vom Typ XF 3.0 D Luxury. Mit 299 Euro Monatspreis liegt der elegante Brite auf dem Niveau von Fahrzeugen aus der Mittelklasse. 3er BMW, Audi A4 und Co. sind auch kaum günstiger zu bekommen.

Jaguar XF Luxury: Kein Sparmodell

Das Leistungsminus ist kaum spürbar

Wer sich für das Basismodell aus der XF-Reihe entscheidet, dürfte das nicht bereuen. Das Leistungsminus macht sich im Realbetrieb kaum nennenswert bemerkbar. Das Geräuschniveau des 4,96 Meter langen Briten ist so niedrig, wie man es sich von einem Diesel in dieser Klasse wünscht und die Fahrleistungen geben ebenfalls kaum Anlass, sich für die größere Motorisierung zu entscheiden. Beide Dieselversionen mit 211 und 240 PS haben eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h. Dass der stärkere XF den Imagespurt 0 auf 100 km/h mit 7,1 Sekunden spürbar schneller erledigt als der kleine Bruder mit 8,1 Sekunden dürfte im Alltag niemandem nennenswert auffallen.

Der Grund hierfür ist das maximale Drehmoment, das von 500 auf 450 Nm reduziert wurde. Auch beim Verbrauch liegen beide Brüder gleichauf. Jaguar gibt mit 6,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern einen Normverbrauch an, der sich in der Realität durchaus streifen lässt. Wenn beizeiten in die XF-Modellreihe noch die nächste Generation der ZF-Getriebeautomatik mit Start-Stopp-Funktion Einzug hält, dürfte es zusammen mit einem regenerativen Bremssystem nochmals einen knappen Liter nach unten gehen.

Keine Spur vom Sparmodell

Viel wichtiger dürfte für die Kunden jedoch sein, dass man nie den Eindruck hat, in einem 1,8 Tonnen schweren Sparmodell unterwegs zu sein. Gerade in Punkto Fahrdynamik muss sich der XF nicht verstecken. Abstandstempomat, Rückfahrkamera und Totwinkelassistent sind nicht mehr als das absolute Minimum, was angesichts der starken Konkurrenz verfügbar sein sollte. Immerhin gibt es Fahrspaß, einen ebenso hochwertigen wie großzügig dimensionierten Innenraum und eine sechsstufige Getriebeautomatik serienmäßig. Der 500 Liter große Laderaum lässt sich durch umlegen der Rückbank auf 923 Liter erweitern - das nächste Transport-Wochenende kann kommen.

Die Serienausstattung des Jaguar XF 3.0 Diesel Luxury ist üppig. Beheizbare Ledersitze, 18-Zoll-Alufelgen, Klimaautomatik und Soundsystem sind Serie. Auch beim Einstiegsmodell kommt man um Xenonlicht, Reifendruckkontrolle und Navigationssystem als Extras kaum herum. Das optionale Navigationssystem ist dabei eine der Schwachstellen des XF. Unter dem Strich kostet ein Jaguar XF 3.0 Diesel Luxury mit standesgemäßer Ausstattung rund 54.000 Euro. Ein fairer Preis für ein ausgewogenes Auto. Von Sparmodell keine Spur.

rli/sgo/sis/news.de/pi

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Franz Peter JELLY
  • Kommentar 1
  • 03.04.2011 14:02

was ist denen hier eingefallen ? sieht aus wie Rover Imitat ! jetzt gibts wohl überall Kopien ! ?

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