Opel Astra Auf Golf-Kurs

Ab durch die Mitte (Foto)
Mittelmaß war gestern: Der neue Opel Astra startet durch. Bild: auto.de

Von news.de-Redakteur Sascha Gorhau und auto.de-Redakteur Ingo Köcher
Der Astra wächst und wächst. Stattliche 4,4 Meter misst der ehemals kompakte Rüsselsheimer, die Waage bleibt erst bei fast 1,4 Tonnen stehen. Die ewige Nummer Eins jedoch ist der VW Golf. Oder etwa nicht? Der Astra im news.de-Test.

Der Diffusor am Heck trägt das dritte Bremslicht, die Rücklichteinheiten spiegeln die Zeichnung der Frontscheinwerfer wider. Ja, der Astra der Baureihe J ist scharf und gefällig gezeichnet worden. Nur die kräftige Heckpartie wird aufgelockert durch die zweifarbige Gestaltung des Stoßfängers. Ansonsten ist der Ex-Kompakte ein ganz schöner Brummer geworden. Wer sich Bilder der ersten Astra-Generation, geschweige denn der seligen Vorgänger der Baureihe Kadett ansieht, dem wird erst richtig bewusst, wie sehr der Opel gewachsen ist.

Opel bietet den Astra in den vier Ausstattungsniveaus Selection, Design Edition, Sport und Innovation. Bereits die Basisvariante Selection bietet in puncto Sicherheit sechs Airbags, Antiblockiersystem (ABS) mit Kurvenbremskontrolle und Bremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm ESP Plus, Tagfahrlicht, Traktionskontrolle mit Motor- und Bremseingriff TC Plus und Isofix Kindersicherung.

Opel Astra
Voll im Futter
Voll im Futter (Foto) Zur Fotostrecke

Für Komfort sorgen im Ausstattungsniveau Selection ab Werk unter anderem elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn, ein höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad sowie die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung.

Die Serienausstattung unseres Testwagens Opel Astra 1.4 Turbo Innovation beinhaltet zusätzlich zum Basismodell Selection Klimaautomatik, schwarze, mit Hochglanzchromringen eingefasste Instrumente, adaptives Fahrlicht AFL+, Geschwindigkeitsregler, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Licht-Paket (Make-up-Spiegel, Leselampen hinten), Bordcomputer und eine verschiebbare Mittelarmlehne vorn.

Analoge Armaturen, unübersichtliche Mittelkonsole

Klassische Rundinstrumente, links Drehzahlmesser, rechts Geschwindigkeitsanzeige, darüber die Anzeigen für Motortemperatur und Kraftstoff umgeben das Display des Bordcomputers. Über das Dreispeichen-Multifunktionslenkrad lassen sich Informationen des Bordcomputers abrufen und die Multimediaeinheit bedienen.

Zentrales Element des Armaturenbretts ist das Display mit den darunter liegenden Bedienbereichen für Navigation und Multimedia sowie der Klima- und Temperatureinheit. Alle Komponenten sind von einer Rahmung in gebürsteter Aluminiumoptik umgeben. Diese glanzvolle Optik schützt aber nicht vor dem Umstand, dass sich in der Mittelkonsole ein ziemliches Wirrwarr von Knöpfen tummelt. Die Bedienung aller Elemente dauert einige Eingewöhnungszeit. Das kann man besser lösen.

Die Fraktion der turboaufgeladenen CDTI Dieselaggregate setzt sich zusammen aus einem 1.3-Liter ecoFlex mit 95 PS und einem 1.7-Liter mit 110 PS oder 125 PS. Topmotorisierung unter den Selbstzündern ist der 2.0-Liter CDTI Ecotec mit 160 PS.

Als Motor-Getriebekombinationen stehen manuelle 5- und 6-Gang Schaltgetriebe sowie eine 6-Stufen-Automatik zur Verfügung. Alle Aggregate erfüllen die Euro 5 Norm. Die Dieselmotoren verfügen serienmäßig über Dieselpartikelfilter. Der 1.3 CDTI und der 2.0 CDTI lassen sich mit Start/Stop System ordern. Lesen Sie mehr über die Palette der Benziner in unserer Bilderstrecke.

Bei den Kompakten ganz vorne dabei

Opel bietet mit dem fünftürigen Astra einen Kompaktwagen, der innerhalb des Segments vorne mitfahren kann. Materialauswahl und Verarbeitung des Rüsselsheimers sind stimmig. Der Komfort ist hoch. Die Erscheinung des Opel Astra ist imposant, seine Abmessungen längst der Kompaktklasse entwachsen. Positiv: Das spürt man auch im geräumigen Innenraum.

Breit gefächert ist das Motorenangebot des Opel Astra. Bei flotter Fahrt ist der angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,7 Litern nicht zu erreichen. Dennoch lässt sich der Astra wirtschaftlich bewegen. Wer jedoch hart am Gas fährt, bekommt an der Zapfsäule die Quittung. Alltagstauglichkeit, Komfort, der flexible Innenraum sowie der Einstiegspreis des Basismodells von 15.990 Euro sind überzeugend. Mehr Auto braucht eigentlich kein Mensch. Früher galt das einmal für den VW Golf. Doch je weiter sich der preislich vom Auto für Jedermann entfernt, desto mehr spielt das dem Astra in die Karten.

Fahrverhalten? Interieur? Platz und Variabilität? Erfahren Sie mehr in unserer Bilderstrecke.

sgo/eia/news.de

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Partnerangebot
Gebrauchtwagenbörse
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige