Citroën C4 Picasso Gallier für die große Fahrt

Komfortabel, gediegen, familienfreundlich: Französischen Vans eilt ein guter Ruf voraus. Doch schon immer trübten Mängel im Detail die Freude an den gallischen Großkutschen. News.de hat den jüngst modellgepflegten C4 Picasso getestet.

Citroën überarbeitet C4 Picasso (Foto)
Bald auch mit Start-Stopp-Automatik zu haben: Citroëns Kompaktvan C4 Picasso und der große Bruder Grand C4 Picasso. Bild: dpa

Der im Herbst 2010 modellgepflegte Citroën C4 Picasso wurde seit seinem Marktstart 2007 in Deutschland mehr als 40.000 mal verkauft. Grund genug, den Kompaktvan der Franzosen zu testen. Citroën bietet den C4 Picasso mit fünf Sitzplätzen oder, als Citroën Grand C4 Picasso, mit sieben Sitzen. Wettbewerber sind der Ford C-Max, der Mazda5 oder der Renault Grand Scénic.

Exterieur

Die Front des Citroën C4 Picasso dominieren die weit nach hinten gezogene Frontscheibe sowie der Doppelwinkel mit den zwei zu den Leuchteinheiten führenden Aluminiumzierleisten. Durch die leicht ansteigende Linienführung vermittelt die Frontpartie einen dynamischen Eindruck. Unter den Leuchteinheiten sind im Stoßfänger Tagfahrlicht-LEDs und Nebenleuchten integriert. Sie rahmen den Lufteinlass unterhalb der Kennzeichenhalterung ein.

Citroën C4 Picasso: Familien-Filou

Zwei markante Designelemente fallen beim Betrachten der Flanke ins Auge: Das ist einerseits die buchstäblich umlaufend wahrnehmbare Glassilhouette der Fensterfront, die nur durch die schmale A-, B- und C-Säule unterbrochen wird. Zum anderen ist es die weit in den Dachbereich gezogene Frontscheibe.

Mit der Heckpartie wird der Panoramacharakter der Glassilhouette von Front, Flanke und Dach fortgeführt. Den oberen Anschluss markiert ein Diffusor, zu unterst bilden die Rücklichteinheiten die Begrenzung. In Höhe des Stoßfängers sorgt eine über die gesamte Wagenbreite geführte Aluminiumschiene für Eleganz.

Gestühl

Das Gestühl des Citroën C4 Picasso ist, wie vom Hersteller gewohnt, entgegen dem Trend des Marktes sehr weich. Dennoch überzeugt der gebotene Komfort auf allen Sitzen des Kompaktvans. Langstreckentauglichkeit lässt sich dem C4 Picasso ohne Weiteres bescheinigen. Wesentlichen Ausschlag für dieses Prädikat gaben die Armlehnen der beiden Vordersitze sowie die in der Neigung und in Wagenlängsrichtung verstellbaren Sitze der zweiten Reihe. Darüber hinaus gefallen die ab Werk gelieferte Weitwinkel-Panorama-Frontscheibe und das optional für 670 Euro buchbare Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnenrollo.

Cockpit

Der Arbeitsplatz im Citroën ist generell übersichtlich gestaltet. Zentrales Element ist das mittig im Armaturenbrett untergebrachte Kombiinstrument mit drei Displays für Geschwindigkeit, Navigation und Multimedia sowie der Drehzahlmesser mit einer Anzeige für Gesamtlaufleistung und Schaltempfehlung. Unmittelbar unter dem Display befindet sich das Navigationsgerät «My Way» mit MP3-fähigem CD-Radio RCD4 mit Radio Data System. Navigation und Multimedia lassen sich direkt am Gerät oder über die feststehende Nabe des Lenkrades bedienen.

Etwas unglücklich gestaltet ist der unterhalb der Lenkradnabe untergebrachte schmale Bedienbereich der Hupe. In Gefahrensituationen wird immer erst auf die den Doppelwinkel tragende Mitte statt den schmalen unteren Bereich gedrückt. Eine gewisse Übung ist hier nötig. Die braucht es auch bei der Bedienung der Sitzheizung. Weshalb Citroën die Drehregler an den zur Wagenmitte liegenden Seiten der Vordersitze unterbringt, erschließt sich nicht.

Fahreigenschaften

Die Fahreigenschaften des Citroën C4 Picasso waren insgesamt gut, die Lenkung arbeitete direkt. Die Schaltung - typisch für französische Fahrzeuge - gehört nicht zu den Glanzstücken des Vans: Zu schwammig lassen sich die Schaltstufen durch die Gassen bewegen. Ebenfalls typisch ist die Straßenlage - diesmal jedoch im positiven Sinne. Komfort ist hier das Maß aller Dinge. So ist das Fahrwerk entsprechend weich abgestimmt.

Erfahren Sie mehr Details über den französischen Familienfreund in unserer Bilderstrecke.

sgo/ham/rzf/ivb/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • SH78
  • Kommentar 1
  • 09.03.2011 14:13

Aus dem Artikel geht nicht hervor, welche Motorisierung denn nun explizit getestet wurde. Den Bildern nach zu urteilen, handelt es sich um den 2-Liter-Diesel mit manuellem 6-Gang-Getriebe. Es wäre schön, wenn ein, zwei Worte zum Charakter und Verbrauch dieser Kombination fallen würden. Nebenbei: Das EGS6 für den THP-Turbobenziner ist eine Halb- und keine Vollautomatik.

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