Mit einem Donnergrollen ging es für den neuen Supersportwagen von Lamborghini zum Genfer Autosalon. Und der sprengt dort alle Dimensionen: Der 700 PS starke Aventador ist doppelt so breit wie hoch.
Mehr als zwei Jahre donnerte der Nachfolger des legendären Lamborghini Murcielago in düsteren Tarnungen über Teststrecken der Welt. Die Anwohner des Nürburgrings konnten sich vom akustischen Potenzial des neu entwickelten Zwölfzylinders bereits einen klangvollen Eindruck verschaffen. Der neue Super-Lamborghini sieht nicht nur gefährlich aus – mit ihm sind im Fahrbetrieb keinerlei Spielchen zu treiben. V12-Mittelmotor, 6,5 Liter Hubraum, 700 PS und eine brachiale Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h zeigen, dass der neue Stier aus Norditalien mit seinen 690 Nm maximalem Drehmoment keine Gefangenen machen will. Er sucht ausschließlich Opfer.
Den Namen Murcielago hat der stärkste aller Lamborghini über Nacht verloren. Das neue Flaggschiff trägt die Bezeichnung Aventador, benannt nach einem besonders imposanten Stier, der Anfang der 1990er Jahre im spanischen Saragossa die Massen verzückte. Bereits vor längerer Zeit war durchgesickert, dass der zumindest im trockenen Zustand nicht einmal 1,6 Tonnen schwere Aventador den Spurt von 0 auf 100 km/h in unter drei Sekunden erledigen könne. Möglich macht dies nicht nur der Allradantrieb mit Haldex-Kupplung, sondern ein neu entwickeltes Rennsportgetriebe, das im LP 700-4 Höchstleistungen vollbringt.
Dem Leistungsplus um rund fünf Prozent von 670 auf 700 PS stellt Lamborghini einen Minderverbrauch von rund 20 Prozent gegenüber. «Mit dem Aventador ist die Zukunft der Supersportwagen Realität geworden. Das emotionale Paket aus innovativen Technologien ist einzigartig und die Performance schlicht überwältigend», strahlt Lamborghini-Präsident Stephan Winkelmann.
Strahlender Sportwagenstar des Genfer Automobilsalons
Highlight des 4,78 Meter langen Supersportlers ist nicht sein mächtiges Saugtriebwerk, sondern in erster Linie die High-Tech-Karosserie aus Kohlefaserkomponenten, die den Boliden rund 250 Kilogramm leichter machen. Überraschend klein sind die Veränderungen am Außendesign. So zeigt sich der Kampfstier Aventador im ähnlichen Kleid wie sein Vorgänger. Die Front ist bullig, Angst einflößend, wirkt jedoch nach vielen Murcielago-Jahren nicht mehr so martialisch wie früher. Das trifft auch auf die steil ansteigende Seitenlinie und das leicht stimmigere Heck zu. Geblieben sind die Fledermaustüren und die gigantische Breite von 2,26 Metern. Dabei ist die Flunder aus Sant‘ Agata gerade einmal 1,13 Meter hoch.
Auch das Cockpit der leichten und hochfesten Fahrgastzelle in Monocoque-Bauweise ist deutlich an den Stil des Vorgängers angelehnt. Doch die Mittelkonsole ist höher als bisher und trägt einen Multifunktionsbildschirm. Der zweite TFT-Bildschirm baut sich nach dem Starten des Triebwerks direkt vor den Augen des Piloten auf. Wie vom Flugzeugcockpit bekannt, werden alle Armaturen projiziert. Wie bisher kann der Pilot zwischen den Fahrmodi Straße, Sport und Rennstrecke wählen. Damit ist der Lamborghini Aventador der strahlende Sportwagenstar des Genfer Automobilsalons.
rli/ham/ivb/news.de/pi
Wow, auf dieses Auto habe ich gewartet. Jetzt, wo ich nach 47 Arbeitsjahren mit 1.120,-- EURO in Rente gehe, greife ich zu. Was kostet der schon, 800.000.-- ? Aus der Portokasse, leider nicht aus meiner, sondern aus denen der Banker, Finanzdienstleister, Börsenspekulanten und anderen Abzockern. Hoch lebe die Schere zwischen arm und reich.
jetzt antwortenKommentar melden