Autosalon Genf Die neue Lust am Auto

Maserati GranCabrio noch sportlicher (Foto)
Wirkt aggressiver als das Basismodell: Maserati hat für den Genfer Autosalon eine nachgeschärfte Version des GranCabrio versprochen. Bild: dpa

Soviel Neues war selten: Auf dem Genfer Automobilsalon fahren die großen Autohersteller und faszinierende Nischenanbieter große Geschütze auf. News.de zeigt Ihnen alle Neuheiten. Im ersten Teil von Maserati bis Volkswagen.

Maserati. Die Italiener machen den offenen Viersitzer GranCabrio zum GranCabrio Sport. Optisch duckt sich der Wagen noch dynamischer auf die Straße als die zahmere Normalversion. Es gibt dunkle Scheinwerfereinfassungen, neue Spoiler und Schweller in Wagenfarbe. Unter der Haube wurde leicht nachgeschärft, Maseratis Cabrio leistet nun 450 PS und erreicht 285 Km/h.

Mazda. Ein Genfer Salon ohne schicke Studien von Mazda, das ist kaum vorstellbar. So parkt diesmal der kleine Minagi auf dem Stand. Mit dem Minagi führt Mazda die neue Linie Kodo mit ihren ebenso fließenden wie muskulösen Formen ein. Nächstes Modell in diesem Look wird der neue Mazda 6 sein, der 2012 folgt. Aus dem Minagi wird demnächst das Serienmodell CX-5, das man wahrscheinlich auf der IAA im September begutachten kann.

Autosalon Genf
Große Straße
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Mercedes. Den neuen SLK hat Mercedes schon bei Daimlers 125-Jahr-Feier in Stuttgart enthüllt, trotzdem wird er wohl einer der Publikumsmagneten in Genf sein. Außerdem feiert das Coupé der C-Klasse seine Weltpremiere. Bei den Motorisierungen gibt es das bekannte Angebot aus der C-Klasse. Zum Marktstart im Juni werden drei Benziner und zwei Diesel mit Leistungen zwischen 156 und 306 PS verfügbar sein.

Nissan. Die Studie Nissan Esflow macht Appetit auf einen neuen Elektro-Sportler. Der Stromer rennt in weniger als fünf Sekunden von 0 auf 100 Km/h, an den Hinterrädern sitzt je ein Elektromotor. Der Zero-Emission-Renner soll eine Reichweite von mehr als 240 Kilometern haben. Wer genau hinschaut, kann beim Esflow einige Elemente aus Nissans berühmter Z-Sportwagenreihe erkennen.

Opel. Die Rüsselsheimer gewähren einen Ausblick auf die neue Generation des Minivans Zafira. Das Serienmodell darf man für die IAA erwarten. Außerdem zeigt Opel in Genf die endgültige Serienversion des Elektroautos Ampera, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommt.

Peugeot. Die Franzosen gönnen ihrem Golf-Gegner 308 eine gründliche Überarbeitung. Auch der Kombi SW und das Cabriolet CC sind in Genf zu sehen. Zum neuen Design kommen ein aufgefrischter Innenraum und ein Start-Stopp-System. Auch den Hybriden 3008 Hybrid4 (kommt im Sommer nach Deutschland) und den Le Mans-Rennwagen 908 kann man in Augenschein nehmen.

Porsche. Nach dem Cayenne Hybrid machen die Zuffenhausener auch den Panamera zum Teilzeitelektriker. 380 PS, 270 km/h Spitze und ein Normverbrauch von 6,8 Litern Super auf 100 Kilometern machen den Panamera Hybrid zum sparsamsten Auto im Porsche-Portfolio. Rein elektrisches Fahren ist zwar nur über eine kurze Strecke möglich, aber immerhin mit bis zu 85 Km/h.

Renault. Futuristisch geht es auf dem Renault-Stand zu. Zu den Highlights zählt die Studie Captur, eine Mischung aus Coupé, SUV und Roadster. Die Designsprache des Zweisitzers orientiert sich an der Sportwagen-Studie DeZir. Zum Freiluft-Trend in Genf kann Renault außerdem den Wind Gordini beisteuern.

Rinspeed. Schon vor einigen Monaten hatte die Schweizer Design-Schmiede Rinspeed ihre Studie Bamboo angekündigt. Im Cockpit wurde echter Bambus verbaut, und der Kühlergrill dient als Bildschirm, auf dem der Pilot seine Facebook-Nachrichten zeigen kann. An Bord ist auch ein zusammenklappbarer Roller, mit dem man die letzten Meter bis zur Strandpromenade zurücklegt.

Smart. Der kleinste Sonnenanbeter der Messe ist der Smart Forspeed. Die Studie steht fast nackt da - auf Dach und Seitenfenster haben die Designer wie bei der ehemaligen Smart-Kleinserie Crossblade verzichtet. Die Forspeed-Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff reduziert das Gewicht, etliche an den Flugzeugbau angelehnte Details den Luftwiderstand. Angetrieben wird die Studie von einem Elektromotor.

Ssangyong. Nach langer Abwesenheit melden sich die Koreaner in Genf wieder zu Wort. Bereits auf der Bologna Show war das SUV Korando zu sehen. Polarisierendes Design à la Kyron oder Actyon war gestern, der europäisch gestylte Korando soll massenkompatibler werden. Unter der Haube werkelt ein Zweiliter-Turbodiesel mit 175 PS. Als Konzeptstudie will Ssangyong in Genf außerdem einen neuen Pick-Up zeigen.

Tata. Die Inder haben die neueste Version ihres Minivans Aria mit an den Lac Leman gebracht. Der Aria hat ein flexibles Sitzkonzept und bietet sieben Personen Platz. Die Sitze der zweiten und dritten Reihe lassen sich einzeln in beliebigen Kombinationen so umklappen, dass eine durchgehende Ladefläche entsteht. So entstehen maximal 1970 Liter Stauraum. Ebenfalls zu sehen sind der Kleinwagen Indica und die Limousine Indigo Manza.

Toyota. Die Japaner präsentieren ihr neues Hybridmodell auf Prius-Basis, das bereits in Detroit gezeigt wurde. Der siebensitzige Prius Plus bietet deutlich mehr Platz als der normale Prius. Ebenfalls gezeigt wird ein Elektroauto auf Basis des Kleinstwagens IQ. Der Mini-Stromer soll mit seiner kompakten Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von rund 105 Kilometern haben. Ab 2012 kann man den elektrischen IQ leasen. Zwei weitere Studien sind der Sportwagen FT-86 II und der Yaris HSD Concept.

Volvo. Ein Plug-In-Hybrid ist der Star auf dem Messestand der Schweden. Eingebaut im Volvo V60, soll der dieselelektrische Antrieb einen Verbrauch von 1,9 Litern pro 100 Kilometer erzielen. Der Mini-Durst ist möglich, weil der Wagen die ersten 50 Kilometer rein elektrisch unterwegs ist. Ein Fünfzylinder-Turbodiesel mit 215 PS an der Vorderachse und ein 70 PS starker Elektromotor an der Hinterachse übernehmen im Hybridmodus gemeinsam den Vortrieb.

VW. Volkswagen lässt die Sonne rein und hat das neue Golf Cabriolet dabei. Es soll eine klassische Stoffmütze haben. Ebenfalls zu sehen ist der überarbeitete Tiguan. Neben einer gelifteten Frontgestaltung hat der Wagen neue Assistenzsysteme an Bord, zum Beispiel die Müdigkeitserkennung, ein dynamisches Fernlicht und eine elektronische Differenzialsperre. Der Einstiegspreis liegt bei 24.175 Euro. VW soll außerdem eine neue Studie für den Kleinstwagen Up! im Gepäck haben.Es wird noch viele weitere Highlights in Genf geben. So soll zum Beispiel Rolls-Royce ein Elektroauto präsentieren, Mini zeigt eine Studie und die Kultmarke De Tomaso feiert ihre Wiederauferstehung.

sgo/news.de/pi

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