So viel Neues war selten: Auf dem Genfer Automobilsalon fahren die großen Autohersteller und faszinierende Nischenanbieter schwere Geschütze auf. News.de zeigt Ihnen alle Neuheiten. Im ersten Teil von Abarth bis Lexus.
Abarth. Der Abarth 695 Tributo Ferrari ist ein 180 PS starkes Sondermodell, das den Italo-Zwerg zu einer echten Giftspritze macht. Sein 1,4 Liter kleiner Turbobenziner ist mit einem automatisierten Schaltgetriebe kombiniert, das der Pilot mit kleinen Wippen am Lenkrad bedient. Eine Hochleistungs-Bremsanlage bringt den Abarth-Renner im Ferrari-Look bei Bedarf auch wieder zum Stehen. Neben diesem Sondermodell zeigen die Italiener auch noch den Abarth 500 C Esseesse mit 160 PS.
Audi. Aus Ingolstadt rollt der A3 Concept an. Die 4,40 Meter lange Studie ist eine viertürige Stufenhecklimousine mit Coupé-haften Formen wie beim A6. Obligatorisch sind der Singleframekühlergrill, die kraftvolle Schulter und das knackige Heck. Außerdem wird Audi in Genf wohl die Hybridversion des Q5 zeigen. Nach dem Einsatz im SUV folgt der Hybridantrieb auch im A6.
BMW. Die Münchner haben wieder einmal eine Sportwagenstudie im Gepäck, diesmal sogar ohne Dach: Der Vision Connected ist ein knackiger Roadster mit üppigem Radstand und einer langen Motorhaube, die fließend in die Windschutzscheibe übergeht. Ein erweitertes Head-up-Display lässt dreidimensionale Grafiken optisch mit der realen Sicht auf die Straße verschmelzen. Zu sehen ist in Genf auch der elektrische BMW 1er namens ActiveE, der bald im Feldversuch erprobt wird.
Chevrolet. Die Amerikaner zeigen zum 100-jährigen Geburtstag der Marke Chevrolet einen Jubiläums-Showroom. Dazu gehören die Fließheckvariante des Kompaktwagens Cruze, die kleine Limousine Aveo mit sparsamen Diesel- und Benzinmotoren sowie die offene Version des Sportwagens Camaro. Besucher können außerdem den Chevrolet Volt testen, das Schwestermodell des Opel Ampera. Der Volt wird seit einigen Monaten in den USA verkauft.
Ferrari. Schon jetzt steht fest, dass einer der Zuschauermagneten des Genfer Salons bei Ferrari steht. Die Italiener präsentieren einen Shooting Break mit vier Sitzen und Allradantrieb. Der 660 PS starke Ferrari FF, das Kürzel steht für Ferrari Four, hat einen V12-Motor und dürfte der Nachfolger des 612 Scaglietti werden. Ob das Kombi-Coupé wirklich vier Personen bequem Platz bietet, wird die erste Sitzprobe zeigen.
Fiat. Wer hat da gerade Etikettenschwindel gesagt? Der 4,89 Meter lange Siebensitzer hat zwar keine Schiebetüren wie viele seiner Konkurrenten, bietet aber reichlich Platz. Ein weiterer Vorteil des Freemont sind die modernen und sparsamen Motoren aus dem Fiat-Regal.
Honda. Die Japaner unterziehen den Accord einem Facelift, gezeigt werden sowohl die Limousine als auch die Kombiversion Tourer. Zum aufgefrischten Design kommen Verbrauchsreduzierung und ein neuer Dieselmotor. Einen Ausblick auf Hondas künftige Elektrofahrzeuge gibt die Studie Fit EV Concept. Basis ist der Stadtwagen Honda Fit, in Europa als Jazz bekannt.
Hyundai. Das Timing ist ungewöhnlich: Zuerst erscheint die Familienkutsche i40 mit großer Heckklappe, die Limousine folgt später. Das Design des 4,70 Meter langen i40 mit gefälligen Linien und einer großen Portion Dynamik zielt ganz auf den europäischen Geschmack. Bestückt mit einem 115-PS-Dieselmotor samt Start-Stopp-Automatik, soll der i40 einen Durchschnittsverbrauch von 4,3 Litern pro 100 Kilometer erzielen. Mit einer reichhaltigen Serienausstattung will Hyundai sein Stück vom Kombi-Kuchen abschneiden, über die Preise ist noch nichts bekannt.
Infiniti. Die Nobelmarke aus Nippon baut an: Unterhalb der G-Serie entsteht eine neue kompakte Baureihe. Wie die aussehen könnte, zeigt auf dem Genfer Salon die 4,40 Meter lange Studie Etherea. Die Designer haben verschiedene Zutaten gemixt: ein bisschen Coupé, einen Hauch SUV und eine Prise Limousine. Vor allem die ungewöhnliche C-Säule mit ihrem radikalen Knick und die gewaltige Heckscheibe fallen beim Etherea ins Auge.
Invader. Der japanische Tuner Invader will den Genfer Salon mit seinen Monster-SUVs aufmischen. Auf der Motor Show im Emirat Katar konnte man die Allrad-Boliden auf Lexus-Basis bereits bewundern. Mit aggressiver Optik, vergoldeten Felgen und luxuriösem Interieur empfiehlt sich das Schlachtschiff als Alternative zu großen AMG-Geländewagen oder getunten Cayennes. Das erste Modell heißt Invader L60, leistet dank Kompressoraufladung stramme 600 PS und beruht auf dem Lexus LX570.
Kia. Die Koreaner haben sich für Genf die neue Generation des Rio aufgehoben. Der als Weltauto konzipierte Rio wird mit drei oder fünf Türen angeboten, ist fünf Zentimeter länger als der Vorgänger und bietet bis zu 390 Liter Kofferraumvolumen. Auch den neuen Kia Picanto wollen die Koreaner in Genf zeigen.
Lancia. Die Italiener feiern ihre Wiedergeburt, die sich allerdings als großer Logotausch entpuppt: Die fünf Meter lange Limousine Thema ist ein umetikettierter Chrysler 300, der Familienvan Grand Voyager stammt ebenfalls aus den USA und das Modell Flavia schließlich beruht auf dem Sebring-Nachfolger Chrysler 200. Wirklich neu ist immerhin die nächste Generation des luxuriös ausgestatteten Kleinwagens Ypsilon, die erstmals mit fünf Türen daherkommt. Außerdem wartet in Genf das Facelift des kompakten Lancia Delta.
Lexus. Die Luxusmarke aus Japan setzt auf deutsche Tugenden. Der Supersportwagen LFA bekommt das Nürburgring-Performance-Paket für Kunden, die ihren Wagen vor allem auf der Rennstrecke einsetzen wollen. Ebenfalls zu sehen ist der kompakte Hybrid CT 200h, der parallel zum Genfer Salon an die ersten Kunden ausgeliefert wird.
Sehen Sie im morgigen zweiten Teil alle Neuheiten von Maserati bis Volkswagen.
sgo/reu/news.de/pi