Hyundai Veloster Neuer Stil, neues Glück

Hyundai will sich künftig mit einem neuen, emotionalen Design profilieren. Als erster Vertreter der neuen Epoche fährt das Sportcoupé Veloster auf der Detroit Motor Show und im Frühjahr auch in Deutschland vor.

Hyundai Veloster  (Foto)
Der Hundai Veloster verfügt über drei Türen für den Zustieg. Der Türgriff der Hinteren verbirgt sich elegant im Fensterdreieck. Bild: news.de

Akio Toyoda, Chef des japanischen Automobilriesen Toyota, hat sich auf der Detroit Motor Show (NAIAS) in typisch japanischer Bescheidenheit geübt und um das Vertrauen der Amerikaner geworben. Der Druck ist nach der schlimmsten Pannen- und Rückrufserie der Konzerngeschichte riesengroß. Das Image des lange Zeit unbefleckten Weltmarktführers bekam insbesondere in den USA empfindliche Kratzer. In Detroit setzen die Japaner diesmal vor allem die Technologie ins rechte Licht, die ihnen vor Jahren die Vorreiterrolle mit Saubermannprädikat eingebracht hat: hybrid. Vom Hybridmodell Prius, mit dem Toyota vor allem in den USA punkten konnte, soll es in Zukunft einen großen Bruder geben und auch einen citytauglichen Ableger haben die Japaner - vorerst als Concept Car - nach Detroit gebracht.

Hyundai Veloster: Designerware aus Korea

Ein paar Meter weiter, am Messestand von Hyundai, gibt man sich dagegen selbstbewusster denn je. Von Toyotas Schwäche konnte der koreanische Autobauer zuletzt stark profitieren und dem japanischen Giganten wichtige Marktanteile abjagen. Jetzt rechnet man sich für die Zukunft auf dem wiedererstarkenden amerikanischen Automarkt gute Chancen aus. Und nicht nur dort. Auch in Deutschland konnte Hyundai deutlich zulegen - nicht nur Dank der Abwrackprämie. Mit 2,5 Prozent schneiden sich die Koreaner hierzulande zwar einen vergleichsweise kleinen Teil vom Kuchen ab. Die Tatsache, dass das 2009 erzielte Niveau auch in 2010 gehalten werden konnte, gibt den Marketing-Strategen Grund zur Freude - und Hoffnung auf mehr.

Eine angriffslustige Erscheinung

Beim Kampf um neue Kunden will Hyundai sich künftig mit neuem, lustvollem Design profilieren. Ein erster Vertreter der neuen Linie ist das Sportcoupé Veloster, dessen Weltpremiere die Koreaner auf der Detroit Motor Show feierten. Der athletisch geformte 2+2-Sitzer ist aus einer in der asiatischen Heimat entwickelten Studie hervorgegangen, die Hyundai 2007 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt hatte.

Das Serienfahrzeug, das sich eine Plattform mit Hyundai i30 und dem Kia Ceed teilt, fährt nun mit 4,22 Meter Länge, 1,79 Metern Breite und einer Höhe von 1,40 Metern vor. Auffallend sind die hohe Gürtellinie und die weit außen stehenden Räder, die dem Veloster eine angriffslustige Erscheinung geben. Mit dem üppigen Radstand von 2,65 Metern sollen fahrdynamischer Komfort und Stabilität profitieren.

Knappes Raumkonzept

Ungewöhnlich ist das Türkonzept des Sportcoupés. Der kompakte Korea-Sportler hat auf der linken Seite lediglich nur eine Tür. Auf der Beifahrerseite befinden sich aber zwei Türen, was Einstieg für Fondpassagiere bequemer machen soll. Bequemlichkeit ist ansonsten nicht unbedingt der treffendste der Begriff, um das Raumgefühl auf der Rückbank des Sportcoupes zu beschreiben.

Menschen mit 1,75 Metern Körperlänge stoßen auf der Rückbank schon im parkenden Fahrzeug an die Decke - längere Ausfahrten dürften daher zumindest für ausgewachsene Durchschnittsamerikaner oder Europäer zum zweifelhaften Vergnügen werden.

Auf Tempo 100 in 10 Sekunden

Als Kraftquelle hat Hyundai einen 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer im Veloster verbaut. Das Aggregat entwickelt 140 PS sowie ein maximales Drehmoment von 167 Nm. Aus dem Stand auf 100 km/h schafft es der Veloster in knapp 10 Sekunden. Den C02-Ausstoß beziffert Hyundai mit 138 Gramm pro Kilometer, kommt die Start-Stopp-Automatik dazu, soll sich der Wert auf 129 Gramm reduzieren. Serienmäßig ist ein manuelles Sechsganggetriebe an Bord. Schaltmuffeln bietet Hyundai den Neuzugang in der Produktpalette mit einem Doppelkupplungsgetriebe an.

Absatzziel: 1000 Fahrzeuge

Ab 2012 wird ein turbogeladener Benziner mit 1,6-Liter Hubraum für mehr Power unter der Velosterhaube sorgen. Mit der Basismotorisierung geht der Sportler sowohl in den USA als auch in Deutschland ab April 2011 an den Start. In Deutschland wird sich das koreanische Coupé am VW Scirocco orientieren und dürfte zu Preisen um 20.000 Euro angeboten werden.

Jenseits des Atlantiks wollen die Koreaner im ersten Jahr 60.000 EinheitenIm Videospielbereich ist dieser Begriff dem Militärischen entlehnt. Dabei handelt es sich um virtuelle Figuren, die vom Spieler einzeln oder als Gruppe gesteuert werden können. an die Kundschaft bringen. In Deutschland wird man es wohl schwer haben mit dem kompakten Neuzugang - bei Hyundai in Deutschland hat man gerade einmal 1000 Fahrzeuge anvisiert.

bok/sis/news.de/pi

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