Benzinpreise Rekordhoch an der Zapfsäule

Höchste Benzinpreise sei 2008 (Foto)
Die Preise für Superbenzin kletterten vereinzelt auf 1,529 Euro für einen Liter Superbenzin, wie ein ADAC-Sprecher in Muenchen sagte. Bild: ddp

Von Matthias Jekosch
So teuer war es zuletzt 2008: Die Preise für Superbenzin sind teilweise auf über 1,50 Euro pro Liter geklettert. Die Mineralölindustrie weist die Verantwortung für den Anstieg von sich. Automobilverbände fordern nun eine staatliche Benzinpreisregulierung.

An deutschen Tankstellen hat es einen gewaltigen Preissprung gegeben. Von Montag auf Dienstag kletterten die Preise vereinzelt auf 1,529 Euro für einen Liter Superbenzin, wie ein ADAC-Sprecher in München sagte. Er bezweifelte, dass diese Höhe angemessen ist.

Die Kraftstoffpreise an einzelnen Tankstellen von über 1,50 Euro pro Liter stellen einen Jahreshöchststand dar und liegen auch deutlich über den Werten von 2010. Im vergangenen Jahr wurde der Jahreshöchststand im Dezember mit knapp über 1,49 Euro erreicht. Zuletzt seien die Preise 2008 über 1,50 Euro geklettert, als die Rohölpreise enorm hoch waren.

In Nordrhein-Westfalen ergab sich ein Preisunterschied von etwa zehn Cent. So boten Tankstellen in Dortmund den Liter Benzin für 1,42 Euro an. In Köln lag der Preis vereinzelt jenseits der 1,50-Euro-Grenze. Der Aral-Konzern gab als Durchschnittspreis für seine Tankstellen in Nordrhein-Westfalen 1,476 Euro an.

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Starker Dollar und teures Rohöl

Die gegenwärtig hohen Preise hingen mit dem Weltmarktgeschehen zusammen, von dem die Tankstellen in Deutschland abhängig seien, sagte die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbands. So sei der Euro gegenüber dem Dollar noch schwächer geworden. Zudem hätten die Rohölpreise angezogen, sie lägen derzeit bei 95 Dollar je Barrel (159 Liter) bei der für den europäischen Markt relevanten Sorte Brent.

Der Auto Club Europa (ACE) forderte die Bundesregierung angesichts der hohen Preise dazu auf, rechtliche Möglichkeiten einer Benzinpreisregulierung zu prüfen. Vorbild sei Österreich. Dort sehe eine Anfang des Jahres in Kraft gesetzte Tankstellenverordnung vor, dass eine Preiserhöhung nur noch einmal am Tag um 12.00 Uhr erfolgen darf. Preissenkungen seien dagegen jederzeit möglich. ACE-Chef Wolfgang Rose sagte, das österreichische Modell könne auch hierzulande «eine kostendämpfende Wirkung» entfalten. «Wir wollen, dass das mehrfache alltägliche Hochschaukeln der Benzinpreise ein Ende hat», fügte Rose hinzu.

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sgo/news.de/ddp

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Udo Wollenhaupt
  • Kommentar 1
  • 17.01.2011 13:49

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